Zwei junge Damen – beide so zwischen 20 und 30 Jahre alt – eine im Fransenrock, die andere mit Löchern in der Jeans, stöckeln heran. Brav grüßen sie mit „Hi“ und „Helloo“, geben Ihre „Cafe to Go“ Becher an der Kasse zur Entsorgung ab und begeben sich danach zielstrebig zwischen zwei Kleiderstangen, um unter viel Hin -und Hergeschiebe, ein Kleidungsstück nach dem anderen von selbigen zu nehmen, jedes kritisch zu betrachten und fachfrauisch zu „beurteilen“
.
Fransenrock reißt ein tunikaartiges Teil in bunt von der Stange, betrachtet es verzückt und quickt :“Geeenau- des is geiiil“. Jeans mit Löchern äugt und ist dagegen nur mäßig begeistert: „ Na, des is ned des meine-des Muster do drauf- to much“. Wos mir brauchan is fia unsan neichen Styl a It-pis, um des ma aufbaun“
Gefühlte drei Sekunden später erneutes Gequicke von Franse, die dabei freudig ein weiteres Flatterding mit viel Glitzer drauf schwenkt: „Mei, die ist meeega , oder?“
Kaputte Hose auch davon anscheinend nicht überzeugt: „Na, ned mei Style, zvui Bling-Bling“, dabei grapscht sie hilfsbereit nach einem wildgemustertem Hippiedingens (ich hatte sowas vor ungefähr 40 Jahren- man sollte wirklich ALLES aufheben!) und kommentiert: „DE is cool, d e f i n i t i v!“
Die Gefranste ist nicht überzeugt: „ Jaaa, ganz nice, aber flashen tuad de mi ned“ , darauf Löcherjeans verständnisvoll. „ Na ja, a wengal feid scho da Wow Effekt, gell!“.
Nachdem noch viel rotes, grünes, nochmal buntes und sonstiges Gewand als „voi krass“ zum „No Go“ erklärt wird, krallt sich Fransenrock glücklich ein Stück Spitze mit kleinen Glöckchen und jubelt: „Geil. A echter Eyecatcher, absolut a Must have, an dem stimman echt olle D I tails und der is a no im Sale! Kaputte Hose bestätigt: „Jo, des Teil ist best ever, des is safe!“
Mir reicht es. Ich breche meine Shoppingtour ab, verzichtete vorerst auf ein neues Outfit, wechsle die Location, trinke einen lecker Latte, und chille einfach ab!
Morgens um 10 in Niederbayern.
Ein Bekleidungsgeschäft in unserer Kleinstadt:
Zwei junge Damen – beide so zwischen 20 und 30 Jahre alt – eine im Fransenrock, die andere mit Löchern in der Jeans, stöckeln heran. Brav grüßen sie mit „Hi“ und „Helloo“, geben Ihre „Cafe to Go“ Becher an der Kasse zur Entsorgung ab und begeben sich danach zielstrebig zwischen zwei Kleiderstangen, um unter viel Hin -und Hergeschiebe, ein Kleidungsstück nach dem anderen von selbigen zu nehmen, jedes kritisch zu betrachten und fachfrauisch zu „beurteilen“
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Fransenrock reißt ein tunikaartiges Teil in bunt von der Stange, betrachtet es verzückt und quickt :“Geeenau- des is geiiil“. Jeans mit Löchern äugt und ist dagegen nur mäßig begeistert: „ Na, des is ned des meine-des Muster do drauf- to much“. Wos mir brauchan is fia unsan neichen Styl a It-pis, um des ma aufbaun“
Gefühlte drei Sekunden später erneutes Gequicke von Franse, die dabei freudig ein weiteres Flatterding mit viel Glitzer drauf schwenkt: „Mei, die ist meeega , oder?“
Kaputte Hose auch davon anscheinend nicht überzeugt: „Na, ned mei Style, zvui Bling-Bling“, dabei grapscht sie hilfsbereit nach einem wildgemustertem Hippiedingens (ich hatte sowas vor ungefähr 40 Jahren- man sollte wirklich ALLES aufheben!) und kommentiert: „DE is cool, d e f i n i t i v!“
Die Gefranste ist nicht überzeugt: „ Jaaa, ganz nice, aber flashen tuad de mi ned“ , darauf Löcherjeans verständnisvoll. „ Na ja, a wengal feid scho da Wow Effekt, gell!“.
Nachdem noch viel rotes, grünes, nochmal buntes und sonstiges Gewand als „voi krass“ zum „No Go“ erklärt wird, krallt sich Fransenrock glücklich ein Stück Spitze mit kleinen Glöckchen und jubelt: „Geil. A echter Eyecatcher, absolut a Must have, an dem stimman echt olle D I tails und der is a no im Sale! Kaputte Hose bestätigt: „Jo, des Teil ist best ever, des is safe!“
Mir reicht es. Ich breche meine Shoppingtour ab, verzichtete vorerst auf ein neues Outfit, wechsle die Location, trinke einen lecker Latte, und chille einfach ab!