Das Geläut der Erfurter „Gloriosa“ ist nur selten zu hören. Die „Stimme Erfurts“ wird nicht jede Woche geläutet, sondern nur acht Mal im Jahr zu hohen kirchlichen Festen. Auch zu besonderen Anlässen, wie im Jahre 2002 zum Trauergottesdienst, als 100 000 Menschen der Opfer des Massakers am Gutenberg-Gymnasium gedachten, 2011 zum Abschluss des Besuches Papst Benedikts XVI. oder 2014 zur Amtseinführung des neuen Erfurter Bischofs Dr. Ulrich Neymeyr war sie zu hören.
Bei ihrem Erklingen sorgt sie bei den Erfurtern regelmäßig für „Gänsehaut“:
„Feierlich und schön“ oder „Wirklich überwältigend“ – so die einhellige Meinung der Landeshauptstädter, die damit die Momente ihres persönlichen Ergriffenseins treffend zusammenfassen.
Die „Läuteordnung der Gloriosa““ kündigte zum 19. und 20.Mai vergangen Monats gegen 11:00 Uhr das Läuten an. Neben dem regulärem Pfingstsonntagsläuten fand auch eine Priesterweihe am 10. Mai in der Hohen Domkirche St. Marien statt.
Es sind nicht nur Christen, die ein großes Interesse an der weltbekannten Erfurter Glocke zeigen. Seit Jahrhunderten begleitet die Glocken-Königin das tägliche Leben der Erfurter, die Gläubigen versammelt sie zum Gebet.
Das Faszinierende an ihr ist aber nicht nur ihr wunderbarer Klang, sondern ebenso ihre handwerkliche Entstehung:
Gegossen wurde die Glocke in der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1497 vom Niederländer Gerhard van Wou (geb. um 1440 – 1527) aus 11.450 kg Bronze.
Van Wous Meisterwerk blieb für Jahrhunderte unerreicht. Mit einer Höhe von 2,62m und einem Durchmesser von 2,56m ist die Gloriosa nicht nur dir größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt, sondern auch eine der klangschönsten. An ruhigen Tagen soll sie bis zu einer Entfernung von 20 km zu hören gewesen sein.
Über 500 Jahre hatte die Glocke, zunächst per Hand angestoßen, später durch Maschinen gesteuert, die wechselvolle Geschichte Erfurts begleitet. Doch nach der um 1900 durchgeführten Drehung derselben und dem Einsatz eines übergroßen Klöppels entdeckten die Spezialisten einen Riss im Bronzemantel.
2004 wurde die Gloriosa deshalb in einer spektakulären Aktion von einem Kran aus dem Turm geholt und in eine Spezialwerkstatt in Nördlingen gebracht.
Als am 8. Dezember desselben Jahres die Stimme der damals Weitgereisten wieder erklingen konnte, feierte die ganze Stadt mit Freude deren Rückkehr
( die ich live erlebte und tausende Erfurter mit mir auf dem Domplatz - nicht nur ich war ergriffen - SIE war wieder da! )
Text übernommen aus dem Amtsblatt der Stadt Erfurt
mit persönlichen Einfügungen
Das Geläut der Erfurter „Gloriosa“ ist nur selten zu hören. Die „Stimme Erfurts“ wird nicht jede Woche geläutet, sondern nur acht Mal im Jahr zu hohen kirchlichen Festen. Auch zu besonderen Anlässen, wie im Jahre 2002 zum Trauergottesdienst, als 100 000 Menschen der Opfer des Massakers am Gutenberg-Gymnasium gedachten, 2011 zum Abschluss des Besuches Papst Benedikts XVI. oder 2014 zur Amtseinführung des neuen Erfurter Bischofs Dr. Ulrich Neymeyr war sie zu hören.
Bei ihrem Erklingen sorgt sie bei den Erfurtern regelmäßig für „Gänsehaut“:
„Feierlich und schön“ oder „Wirklich überwältigend“ – so die einhellige Meinung der Landeshauptstädter, die damit die Momente ihres persönlichen Ergriffenseins treffend zusammenfassen.
Die „Läuteordnung der Gloriosa““ kündigte zum 19. und 20.Mai vergangen Monats gegen 11:00 Uhr das Läuten an. Neben dem regulärem Pfingstsonntagsläuten fand auch eine Priesterweihe am 10. Mai in der Hohen Domkirche St. Marien statt.
Es sind nicht nur Christen, die ein großes Interesse an der weltbekannten Erfurter Glocke zeigen. Seit Jahrhunderten begleitet die Glocken-Königin das tägliche Leben der Erfurter, die Gläubigen versammelt sie zum Gebet.
Das Faszinierende an ihr ist aber nicht nur ihr wunderbarer Klang, sondern ebenso ihre handwerkliche Entstehung:
Gegossen wurde die Glocke in der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1497 vom Niederländer Gerhard van Wou (geb. um 1440 – 1527) aus 11.450 kg Bronze.
Van Wous Meisterwerk blieb für Jahrhunderte unerreicht. Mit einer Höhe von 2,62m und einem Durchmesser von 2,56m ist die Gloriosa nicht nur dir größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt, sondern auch eine der klangschönsten. An ruhigen Tagen soll sie bis zu einer Entfernung von 20 km zu hören gewesen sein.
Über 500 Jahre hatte die Glocke, zunächst per Hand angestoßen, später durch Maschinen gesteuert, die wechselvolle Geschichte Erfurts begleitet. Doch nach der um 1900 durchgeführten Drehung derselben und dem Einsatz eines übergroßen Klöppels entdeckten die Spezialisten einen Riss im Bronzemantel.
2004 wurde die Gloriosa deshalb in einer spektakulären Aktion von einem Kran aus dem Turm geholt und in eine Spezialwerkstatt in Nördlingen gebracht.
Als am 8. Dezember desselben Jahres die Stimme der damals Weitgereisten wieder erklingen konnte, feierte die ganze Stadt mit Freude deren Rückkehr
( die ich live erlebte und tausende Erfurter mit mir auf dem Domplatz - nicht nur ich war ergriffen - SIE war wieder da! )
Text übernommen aus dem Amtsblatt der Stadt Erfurt
mit persönlichen Einfügungen