Trotz internationaler Sanktionen gelangt weiterhin russisches Birkenholz im großen Stil auf den europäischen Markt - über Umwege über China. Das zeigen SWR-Recherchen. Eine Spur führt zu einem deutsch-schweizerischen Spielzeugproduzenten.
»Russlands Birkenwälder gelten als die größten der Welt. Das dort gewonnene Holz ist ein zentraler Rohstoff für die internationale Bau- und Möbelindustrie und liefert so dem russischen Staat Milliarden-Einnahmen. Von den Holzgeschäften profitiert vor allem der Oligarch Alexei Mordaschow, der das größte russische Holzunternehmen lenkt und zudem ein enger Vertrauter von Wladimir Putin ist.
Nach Beginn des Ukraine-Krieges wurden Mordaschow und russisches Holz mit Sanktionen belegt, um das Material vom europäischen Markt fernzuhalten. Recherchen des SWR zeigen jedoch, dass der Handel über China fortgesetzt wird. Handelsdaten belegen: Mit Kriegsbeginn sind die Holzimporte aus China, insbesondere nach Polen, massiv angestiegen.
Interne Unterlagen eines russischen Holzkonzerns offenbaren zudem, wie Holz in China umdeklariert wird, um anschließend ungehindert in die EU zu gelangen.
In Polen warnen Branchenvertreter vor den Folgen. "Diese illegalen Holztransporte bedrohen die europäische Holzwirtschaft in ihrer Existenz", so Marek Janke, Geschäftsführer des Unternehmens Paged, einem der größten Sperrholzproduzenten Europas. Die Praxis verstoße gegen EU-Sanktionen und die europäische Holzhandelsverordnung EUTR.
Der Holzexperte Jaroslaw Michniuk, der die illegalen Lieferketten mit aufgedeckt hat, bestätigt: "China wurde zum Hauptexporteur für Birken-Sperrholz. Doch der Rohstoff bleibt russisch - und ist damit illegal."
Auch auf internationalen Fachmessen wird russisches Holz offen angeboten. Zusammen mit der Umweltorganisation Earthsight konnte der SWR mit versteckter Kamera dokumentieren, wie Händler Sperrholz mit "russian quality" bewerben. Unter Händlern gilt das als Synonym für Holz aus Russland.........«
Mit dem kleinsten Einsatz den größten Gewinn machen.
Es ist schwer, im Kapitalismus gegen dieses Grundprinzip zu verstoßen - freiwillig.
So gelangt auch das öffentlich verschmähte billige Öl aus Russland über Umwege in die EU. Jetzt auch das Holz.
Wie lange lassen sich die Bürger der EU noch die Märchen von den notwendigen Sanktionen gegen Russland anschmieren?
Dort, wo die Gewinne gemacht werden, pfeift man doch darauf.
»Die EU-Abgeordnete Wiseler-Lima ist empört von den mangelnden Kontrollen in vielen EU-Staaten, von denen Russland profitiert: "Es kann nicht sein, dass wir Russland weiterhin Geld geben. Geld, das alles in diese Armee und in diesen Krieg in der Ukraine fließt."«
Doch, es wird auch weitergehen. Denn diese Zusatzgewinne will doch keiner der notleidenden Wirtschaft nehmen. Und die Bürger? Die glauben doch alles.
Denn des geht ja gegen den ewige Feind.
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Trotz internationaler Sanktionen gelangt weiterhin russisches Birkenholz im großen Stil auf den europäischen Markt - über Umwege über China. Das zeigen SWR-Recherchen. Eine Spur führt zu einem deutsch-schweizerischen Spielzeugproduzenten.
»Russlands Birkenwälder gelten als die größten der Welt. Das dort gewonnene Holz ist ein zentraler Rohstoff für die internationale Bau- und Möbelindustrie und liefert so dem russischen Staat Milliarden-Einnahmen. Von den Holzgeschäften profitiert vor allem der Oligarch Alexei Mordaschow, der das größte russische Holzunternehmen lenkt und zudem ein enger Vertrauter von Wladimir Putin ist.
Nach Beginn des Ukraine-Krieges wurden Mordaschow und russisches Holz mit Sanktionen belegt, um das Material vom europäischen Markt fernzuhalten. Recherchen des SWR zeigen jedoch, dass der Handel über China fortgesetzt wird. Handelsdaten belegen: Mit Kriegsbeginn sind die Holzimporte aus China, insbesondere nach Polen, massiv angestiegen.
Interne Unterlagen eines russischen Holzkonzerns offenbaren zudem, wie Holz in China umdeklariert wird, um anschließend ungehindert in die EU zu gelangen.
In Polen warnen Branchenvertreter vor den Folgen. "Diese illegalen Holztransporte bedrohen die europäische Holzwirtschaft in ihrer Existenz", so Marek Janke, Geschäftsführer des Unternehmens Paged, einem der größten Sperrholzproduzenten Europas. Die Praxis verstoße gegen EU-Sanktionen und die europäische Holzhandelsverordnung EUTR.
Der Holzexperte Jaroslaw Michniuk, der die illegalen Lieferketten mit aufgedeckt hat, bestätigt: "China wurde zum Hauptexporteur für Birken-Sperrholz. Doch der Rohstoff bleibt russisch - und ist damit illegal."
Auch auf internationalen Fachmessen wird russisches Holz offen angeboten. Zusammen mit der Umweltorganisation Earthsight konnte der SWR mit versteckter Kamera dokumentieren, wie Händler Sperrholz mit "russian quality" bewerben. Unter Händlern gilt das als Synonym für Holz aus Russland.........«
Mit dem kleinsten Einsatz den größten Gewinn machen.
Es ist schwer, im Kapitalismus gegen dieses Grundprinzip zu verstoßen - freiwillig.
So gelangt auch das öffentlich verschmähte billige Öl aus Russland über Umwege in die EU. Jetzt auch das Holz.
Wie lange lassen sich die Bürger der EU noch die Märchen von den notwendigen Sanktionen gegen Russland anschmieren?
Dort, wo die Gewinne gemacht werden, pfeift man doch darauf.
»Die EU-Abgeordnete Wiseler-Lima ist empört von den mangelnden Kontrollen in vielen EU-Staaten, von denen Russland profitiert: "Es kann nicht sein, dass wir Russland weiterhin Geld geben. Geld, das alles in diese Armee und in diesen Krieg in der Ukraine fließt."«
Doch, es wird auch weitergehen. Denn diese Zusatzgewinne will doch keiner der notleidenden Wirtschaft nehmen. Und die Bürger? Die glauben doch alles.
Denn des geht ja gegen den ewige Feind.
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