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Das Genie des Wahnsinns

Von Harvey11 07.12.2025, 11:17

Der US-Präsident lenkt durch außenpolitische Abenteuer von inneren Problemen seines Landes ab. Donald Trump und der »Jingoismus«

»Donald Trump scheint verliebt. In den in einer muslimischen Familie sozialisierten, in Uganda geborenen Sozialisten Zohran Mamdani. Der ist so radikal, dass er ankündigte, als Bürgermeister von New York City das Wohnen und die Kitabetreuung bezahlbar und das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos zu machen. Der US-Präsident fand diese Aussicht zunächst so grauenerregend, dass er alles symbolische und ökonomische Kapital aufwendete, um Mamdani zu schlagen. In seiner Verachtung des Sozialisten war sich Trump sogar wieder mit Elon Musk, dem reichsten Mann der Welt, einig.

Musk war bekanntlich einige Monate in Trumps Regierung dafür zuständig gewesen, den Staatsapparat politisch von Liberalen zu säubern, die man – mittlerweile der dehnbarste Begriff aller Zeiten – des Marxismus verdächtigte. Aber im Streit um die Frage, ob man zur Gegenfinanzierung der enormen Steuersenkungen für Milliardäre und Konzerne den US-Arbeiterinnen und -Arbeitern nun beide Beine oder bloß ein Bein amputieren und den Rest mit Schulden finanzieren solle, gerieten die beiden Alphamännchen mit dem großen Ego, kleinen Geist und engem Herzen in Streit. Am Ende erklärte Trump, Musk – Großaktionär und CEO des Elektroautokonzerns Tesla – sei bloß sauer, dass er Joe Bidens Steuersubventionen für Elektroautos abgeschafft habe. Musk sei doch, großkotzte er, von ihm so abhängig, dass der Neubillionär sogar vor ihm auf die Knie gehen würde, Trump gewissermaßen die Hosen herunterlassen könnte und … Sie wissen schon. Musk retournierte: Die US-Weltraumbehörde NASA könne sich die Unterstützung seines privaten Weltraumreiseunternehmens, von dem die NASA abhängig ist, sparen, im übrigen sei Donald »You can grab them by the pussy« Trump auf der Kinderschänderliste Jeffrey Epsteins zu finden, was der eigentliche Grund sei, warum diese Liste, deren Veröffentlichung Trump im Wahlkampf noch lautstark gefordert hatte, von ihm nun doch nicht veröffentlicht werde..............«


Über Trump wird viel erzählt und geschrieben, vieles kann man sehen.
Erschreckend für uns Europäer ist aber dieser Abschnitt aus dem großen Artikel:
»Erfolge hat er auch gegenüber der EU vorzuweisen. Seine Zollpolitik reichte, um das Staatenbündnis in die Knie zu zwingen. Zwischen zwei Runden Golf wischte er im schottischen Turnberry mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Boden. Am Ende reckten die EU-Bürokraten zu der Demütigung noch grinsend den Daumen. Auch ist Trump gelungen, was vor ihm, wie es der NATO-Generalsekretär Mark Rutte in einer privaten Nachricht an seinen »Daddy« (Rutte über Trump) schrieb, noch keinem US-Präsidenten in diesem Ausmaß gelungen sei: die Europäer zum Jagen zu tragen, gigantische Milliardensummen an die privaten US-Rüstungskonzerne zu überweisen, den USA künftig in ihrem Konflikt mit China auch militärisch den Rücken freizuhalten und sich mit ihrer eigenen Aufrüstung zu deindustrialisieren, zu verarmen und zu destabilisieren.«

Es stimmt schon:
»Dass Donald Trump im Verhältnis zu Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Keir Starmer, Ursula von der Leyen und Kaja Kallas wie die Stimme der Vernunft klingt, sagt viel über die Unvernunft von Europas Elite aus. In ihrem Glauben an die eigenen Durchhalteparolen in einem verlorenen Krieg, der die EU mit der Pleite bedroht, verhalten sich ihre Staatschefs wie der Rauschgiftdealer, der die Warnung missachtete: Never get high on your own supply! Trump hingegen erscheint ganz nüchtern nur in sich verliebt – und in Männer, in denen er seine Genialität gespiegelt wähnt.«


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