Wer liebt kann auch verzeihen
Von
Schachspieler
Freitag 26.08.2022, 15:51
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Schachspieler
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Mein bester Freund war zu Besuch bei uns und wieder musste ich ertragen, dass er und meine Frau sich sehr mochten. Schon die Wangenküsschen im Flur waren sehr vertraut, gar nicht flüchtig und für beide offensichtlich sehr angenehm. Bernd und meine Frau waren ja auch schon miteinander befreundet, bevor meine Frau dann mich heiratete. Dann saßen wir zu dritt auf der Couch und betrachteten die alten Bilder in einem Fotoalbum, welches Bernd mitgebracht hatte. Meiner Frau gefiel es heute, zwischen uns zu sitzen, man konnte schon sagen, eingeklemmt, mit den Berührungen unserer Oberschenkel. Immer wieder mal streichelte er sie kurz über den Rücken, wogegen sie sich heute nicht wehrte, wie sonst. Meine Hand auf ihrem Oberschenkel war irgendwie kein Ersatz, sie hatte heute Spaß an den flüchtigen Berührungen meines Freundes. Um zu sehen, wie weit sie gehen würde, nahm ich unseren Hund mit nach draußen zum Spaziergang. In der Dunkelheit schlich ich ums Haus und schaute vorsichtig durch ein Fenster im Wohnzimmer. Meine Ahnung bestätigte sich, die beiden knutschten leidenschaftlich. Dann konnte ich sie nicht mehr sehen, sie waren "abgetaucht". Der Spaziergang mit dem Hund war dann ein Härtetest für mich, die Eifersucht pochte in meinen Schläfen. Trotzdem ließ ich mir Zeit, das musste wohl an meiner masochistischen Ader liegen, nach dem Motto, besser Schmerzen als gar nichts zu spüren. Als ich zu zurückkam, war Bernd nicht mehr da. "Er hat einen wichtigen Anruf bekommen und musste weg", sagte meine Frau mit immer noch geröteten Wangen. Das war glaubhaft, Bernd war ja Arzt. Ich erzählte meiner Frau wie schön der Spaziergang im Mondschein gewesen war und dann gingen wir drei ins Bett, also das Ehepaar und der Hund.