Verliebt um die Häuser ziehen
Von
Schachspieler
04.09.2022, 09:51
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Schachspieler
04.09.2022, 09:51
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Nein, darauf konnte ich mir nichts einbilden! Eingelassen hatte sie sich auf mich nur, weil sie verzweifelt war. Sie hatte die Tür hinter sich und ihrem untreuen Freund zugeknallt, war in ihr Auto gestiegen und nach Bremen gefahren. Jetzt lag sie im FKK-Bereich des Stadtparksees, allerdings noch mit Höschen bekleidet und schaute traurig in die Gegend. Ich stand auf, ging zu ihr hin und fragte: "Soll ich dir was mitbringen, ich hole mir eine Cola?" Sie schüttelte ablehnend den Kopf, wollte wohl mit ihrem Kummer allein sein und ich drehte mich um, als sie sagte: "Doch, bitte mir auch eine Cola!"
Als ich mit den beiden Dosen zu ihr zurückkam, kniete ich mich schnell hin, weil mir ihre Augenhöhe und meine Körpermitte nicht angenehm war und gab ihr eine Dose. Zumindest ein paar Worte wollte ich mit ihr wechseln. So erfuhr ich, dass sie Lehrerin war und in Gießen zuhause.
Ungefragt teilte sie mir mit, dass sie ihr Höschen anbehalten hätte, weil sie zum ersten Mal in einem FKK-Bereich sei und sich einfach nicht entschließen konnte, auch das letzte Stück Kleidung abzulegen. Mit der Hilfe meiner Überzeugungskraft hatte sie es dann doch bald abgelegt.
Dann erzählte sie mir ihren ganzen Kummer, ließ sich von mir tröstend streicheln und wir kamen uns gefühlsmäßig immer näher, meinte ich. Nie im Leben hätte ich daran gedacht, nur ein Werkzeug der Rache zu sein. Es war einfach zu schön! Sie wohnte in der Wohnung einer Freundin, die im Urlaub war. In diese nahm sie mich mit. Wir duschten, getrennt, und gingen anschließend nicht gemeinsam ins Bett, obwohl sie rothaarig war und ich sowieso bereit dazu. Nein, wir machten uns in der Innenstadt einen schönen Abend, küssten uns auch schon bald sehr leidenschaftlich und es war klar, wo das Ganze enden würde. Es endete zwar noch nicht, aber wir schliefen diese Nacht zusammen in dem Bett ihrer Freundin. Am nächsten Tag schwebten wir beide verliebt durch Bremen, ich jedenfalls, waren auch wieder am Stadtparksee und abends zogen wir um die Häuser in Bremens Innenstadt. Auch am dritten Tag machten wir es genauso. Nachts wieder Liebe, Harmonie, schönen zärtlichen, langen Sex und glückliches Einschlafen.
Am nächsten Morgen fand ich ihren Zettel, auf dem stand: "Es geht nicht, ich muss zu ihm zurück, verzeih mir!" Ich war allein in der Wohnung, die mir sofort wieder fremd war, ohne sie.
Ich machte das Bett, räumte auf und verließ die Wohnung. Jahrelang suchte ich "meine" Claudia, vergeblich.