Tango
Von
drabo
Samstag 21.01.2023, 20:43
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Von
drabo
Samstag 21.01.2023, 20:43
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Ich sitze im halbdunkeln in einer kleinen tanzkneipe.
Die melacholische musik eines tangos fängt an-ich lausche-geniesse-schliesse die augen.
Da spüre ich sacht eine Hand auf meiner Schulter.
Vor mir steht ein Mann mit meerblauem Hemd und schwarzer Jeans und nickt mir zu.
Ich drücke mich in die enge tanzhaltung.
Wir wiegen.er fängt an und führt mich wundervoll ruhig und sicher in den tanz
Ich schaue -wie immer beim tango-nicht ins Gesicht sondern auf die rechte schulter-nein noch etwas tiefer, und versuche zu erspüren.
Er dreht mich und wiegt mich und wenn ich unsicher werde hält er an,wiegend.
Ich schaue auf-er lächelt mich an-mehr mit den Augen als mit dem mund.
Wir tanzen weiter-in aller ruhe-ich fühle den glatten Stoff seines hemdes,erspüre die Wärme seiner Haut.
Beim nächsten wiegen greife ich nach ,krabbele mit meiner linken Hand weiter bis zu seinem linken schulterblatt.
Volle konzentration-an etwas anderes wie tanzen,fühlen,führen lassen-ist nicht zu denken.
Seine hände -gross und warm-halten mich gut und sicher und trotzdem leicht.kein gewaltsames drücken oder reissen.
Wir werden immer sicherer miteinander-ich merke immer genauer was er will-die Bewegungen werden schneller und temperamentvoller.
Ein juchzen kommt über meine Lippen beim nächsten Schlenker-auch er muss lächeln.
Wie schön-dass die tangostücke meist so lang sind. Es soll garnicht mehr aufhören.
Aber trotzdem-irgendwann quietscht der tango sich aus.
Wir bleiben stehn, ich schaue auf die rechte schulter meines Tänzers.
Die Musik verklingt....wir lassen uns nicht los...
Ach tango......