Heimliche Liebe
Von
Schachspieler
Mittwoch 24.11.2021, 08:35
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Meine Frau weinte heftig, Arme und Oberkörper waren in Bewegung, Tränen flossen über ihr Gesicht. Claus war gestorben, die Nachricht erreichte uns unvorbereitet. Meine Hand, die Marianne trösten sollte, blieb in der Luft hängen und ich zog sie wieder zurück.
Claus war mein bester Freund gewesen, aber auch eine ständige Bedrohung. Für meine Frau war Claus mehr als ein Freund, auch ein Verehrer und eine heimliche Liebe über Jahrzehnte.
Trafen wir uns zu einer Feier in größerer Zahl, beteiligten sich die beiden nur wenig am allgemeinen Geplapper, dafür trafen sich ihre vertrauten Blicke häufiger und länger, als dass sie mir hätten verborgen bleiben können.
Plötzlich sagte Marianne: "Verzeih mir!", sie ging die Treppe hoch und verschwand im Schlafzimmer.
Jetzt weinte ich, auch weil ich wusste, dass die heimliche Liebe nicht gestorben war, sie würde sogar größer werden.