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Erinnerungen

Von Schachspieler Freitag 02.09.2022, 14:58 – geändert Freitag 02.09.2022, 17:25

Es klingelte, ich nahm den Hörer ab und war sofort befangen, die Stimme und den Namen kannte ich. Wenn meine Annahme stimmte, war es ein Prominenter, ein ARD-Auslandskorrespondent, häufig im Fernsehen zu sehen. Als er sich als der Sohn einer Kundin von mir vorstellte, sie lebte früher in Nienburg an der Weser und hatte seinen Nachnamen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass sie die Mutter dieses prominenten Sohnes ist, sie hatte das auch nie erwähnt. Er sprach von meinem Verhältnis, meiner Beziehung zu seiner Mutter, ohne genau zu sagen, warum er mich angerufen hatte. Da ich nicht allein im Raum war, konnte ich auch nicht frei sprechen und irgendwie endete das Gespräch für ihn und auch für mich unbefriedigend.
Und so begann es: Ich hatte den letzten Besuchstermin bei einer etwa 60jährigen, alleinstehenden Witwe um 20 Uhr an diesem Abend. Ich war zu der Zeit Oberinspektor einer bekannten Versicherungsgesellschaft und betreute die Kunden in Nienburg. Viel über Versicherungen redeten wir nicht, ein besonderes Geschäft konnte ich bei ihr nicht erwarten, es war mir auch egal, ich mochte sie und ihr häufiges Lächeln zeigte mir, dass auch sie mich mochte. Meine Versuche, sie hin und wieder mal zu berühren, schlugen alle fehl, immer brachte sie ihre Hände oder Arme rechtzeitig in Sicherheit. Direkt fragen, ob wir nicht.... , traute ich mich auch nicht und so war ich dann irgendwann zu Hause und trank zwei oder drei Gläser Wein zur Entspannung. Ohne es geplant zu haben, griff ich zum Hörer und rief die Kundin, die 25 Jahre älter als ich war, an. Ohne Namensnennung war mein erster Satz, vermutlich alkoholbedingt, "willst du mit mir schlafen?". Ihre Antwort kam mit noch weniger "Drumherum" aus, sie sagte: "Ja!".
Schon am nächsten Tag, pünktlich um 10 Uhr, war ich bei ihr und wir tranken eine Tasse Kaffee. Nach einiger Zeit sagte sie: "Ich sehe schon, so richtig kann ein Mann sich nicht unterhalten, bevor es nicht passiert ist!" Sie ging voran und es passierte. Es war nichts Besonderes, aber auch keine Pleite, ausbaufähig. Das Gespräch dann war sehr schön, auch wenn sie für meinen Geschmack zu viel über ihren verstorbenen Mann sprach.
Von diesem Tag an besuchte ich sie regelmäßig. Wir gingen erst ins Bett, tranken dann Kaffee und unterhielten uns über dies und das. 10 Jahre ging das so, sie forderte nichts und ich versprach nichts. Sie fragte nicht nach anderen Frauen und ich fragte nicht nach anderen Liebhabern. Wenn sie auf mein Klingeln hin öffnete, hatten wir unser vertrautes Programm.
Dann wurde mir nicht mehr geöffnet, was ich nicht verstand. Der Vermieter sagte mir: "Die Wohnung ist leer, sie ist zu ihrem Sohn, weit weg, gezogen.
Vergessen habe ich sie nicht, bis heute nicht und sie mich bis zu ihrem Tod auch nicht, sonst hätte sie nicht ihrem Sohn von uns erzählt.

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