Eiscreme
Von
speedygonzalez
Freitag 23.09.2022, 09:14
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speedygonzalez
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„Komm, lass uns ein Eis essen. Bei dem Wetter, wäre es genau das Richtige.“ Wie immer hat Eva recht. So abstrus heiß, wie es ist, da muss ein Eis her.
Wir gehen hinab und hinüber. Direkt gegenüber ist ein Eisladen, der das beste Eis der Stadt macht. Klar, dass er umlagert ist. Eva, immer noch die letzte Melodie im Ohr, schwingt mit dem Körper nach. Dem Himmel sei Dank sind im Moment wenig da.
„Einmal Mango, Brombeere und Zimt.“ Die Kugeln balancieren auf ihrem Hörnchen. Ich bin mit Mango und Zitrone zufrieden. Schleckend gehen wir langsam die Treppe hoch. Auf dem ersten Absatz dreht Eva sich um, um mir etwas Wichtiges zu erläutern. Ihr Eis ist dabei wie der Stab eines Dirigenten. Sie merkt nicht, dass das Mangoeis ihr schon über die Finger läuft und in ihren Ausschnitt tropft.
„Halt still, Liebling!“ Bevor sie es sich versieht bin ich bei ihr und verhin-dere zungenfertig, dass das Eis sich in ihren BH verzieht. Einen Moment ist Eva überrascht, doch dann bemüht, ihr Eis zu retten und schleckt wie wild an ihrem Eis – und ich an ihrer Busenfalte. Mal diese, mal jene Seite angehoben, damit nichts verschwindet. Eva kichert, sie hat das Reden vergessen und wird von ihrem Eis ziemlich abgelenkt. So kommt es, dass in einem unbedachten Moment ihr restliches Eis, als ich mal wieder an meinem eigenen schlecke, aus der Tüte kippt und auch in ihrem Aus-schnitt landet. Kein Wunder, der steht sonst auch häufig im Weg!
„Hilfe, Alex!“, schreit sie, hält das leere Hörnchen hoch und schaut mich hilflos an.
Ganz schnell stecke ich mein Resteis mit Hörnchen in ihr leeres Hörnchen, schiebe sie auf unsere Tür zu. Aufgeschlossen, Eva hurtig in die Horizontale auf das Sofa gedrückt.
„Zieh Dein T-shirt hoch. Das schafft ich noch.“
Ein absurderes Bild kann man sich nicht vorstellen: Eva auf dem Sofa ausgestreckt, in der rechten die beiden Eishörnchen ineinandersteckend und ich vollauf damit beschäftigt, eine Eiskugel, Brombeere, Mango, Zimt daran zu hindern, als Geschmolzenes überall hin zulaufen: halten, drücken, ziehen, hier hin, dort hin, schlürfen, schmatzen. Eva kreischt vor Vergnügen, ich habe es letztendlich geschafft.
„Ausziehen!“
Sie meint mich, ohne lang nachzudenken komme ich diesem idiotischen Wunsch nach. Kaum sitze ich wieder, drückt sie mich auf die Seite und stülpt mir dieses Doppelhörnchen, mein leckeres Mango, Zitrone, über meinen Freudenspender. Der hat sich bei der ganzen Rettungsaktion auf-gestellt und sieht nun eher einem Papua ähnlich. Die Papuas tragen ihre Manneszier hoch aufgerichtet immer in einem Penisköcher. Nur läuft bei denen kein schmelzendes Magno/Zitroneeis daran herab.
Der Kälteschock war beträchtlich. Eva, dieses Knallbonbon, hält den ess-baren Köcher nur fest und schleckt kichernd rundherum alles weg, was herunter laufen will. Immer schön sittsam die ineinandersteckenden Waf-felhörnchen hierhin und dorthin geführt und mit dem Mund eingefangen, was herunterlief. Auch das Beutelchen blieb nicht ungeschoren.
Je weniger Softeis noch nachfloss, umso mehr änderte sich bei mir das Gefühl von "Schockgefrostet" zu "weiter so". Und sie sich umso mehr, je länger es dauerte.
Als nicht mehr nachfließen wollte, hob sie befriedigt den Kopf. Mit langer Zunge und diebisch-neckischem Grinsen einmal um den ganzen Mund herum geschleckt.
„Und nun kommt der Hauptgang.“ Sie legte sich in Position, zog langsam die Waffeln nach oben und mein bestes Stück rutschte heraus, genau in ihren offenen Mund. Ich muss schon sagen, sie achtete sehr darauf, dass von dieser Eisportion nichts, aber auch gar nichts verloren ging. Entgegenkommenderweise nahm ich ihr die leeren Hörnchen ab, so dachte ich. Weit gefehlt, sie schnappte sich die Waffeln und stülpte sie wieder über meinen sehr sauberen Wurmfortsatz.
„Und nun das Dessert.“ Sie begann ganz vorne an der Spitze und knabberte sich vorwärts.
In einer Naturdoku habe ich einmal gesehen, wie eine Gottesanbeterin ihre Beute verspeist.
Mein Gott, hoffentlich weiß sie, wo sie aufhören muss!