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Das Model

Von speedygonzalez Mittwoch 26.01.2022, 09:07

Heinrich hatte die Ausbildung zum Masseur grade hinter sich und seinen Massage-salon eben erst eröffnet. Ein Jahr würde es wohl dauern, bis er in dieser Ecke der Stadt etabliert war, das war auszuhalten. Seine Freundin hatte sich verabschiedet. Sie hatte eine andere gemeinsame Planung im Kopfe gehabt. Der Schmerz war erträglich, denn auch sonst waren ihre Ansprüche unsinnig hoch. Dennoch fehlte ihm etwas. Das ging ihm besonders auf, wenn er etwas jüngeres Knackiges auf der Pritsche vor sich hatte. Die Unterschiede kannte er mittlerweile recht gut, aber das war nun mal tabu.

In den letzten Tagen war ihm ein Poster in der Stadt aufgefallen, welches erst vor kurzem an allen Haltestellen von Bus, Bahn und überall sonst auf sich aufmerksam machte. Ein knackiges junges Ding stellte neue Bademoden vor. Sie hatte ein ent-zückendes Gesicht, lange braune Haare und eine sehr gute Figur. Die schob sie ent-gegen der sonstigen Gewohnheiten nicht in den Vordergrund. Oder der Fotograf wollte sie so zeigen. Ihr Lächeln, das ging unter die Haut. Kompliment an den Fotografen.
Beim Ändern der Poster erschien sie wieder in anderen Kostümen, Heinrich hatte sie derart oft im Bild, er konnte sie fast nicht mehr vergessen. Sogar beim Massieren dachte er an sie, stellte sich vor, sie läge vor ihm und er könnte ihre Haut sanft be-rühren und behandeln. Auch im Traum war sie um ihn, dann kam es schon mal vor, mit einer fast schmerzenden Härte aufzuwachen.
Noch mehr schlug es bei ihm ein, als sie auf dem folgenden Plakat mit nur einem String auftauchte. Heinrich konnte fast nicht mehr hinsehen.

Eine weitere Anwendung, per Telefon bei ihm vereinbart, trug er in seinen Terminplan ein. Wenn er geahnt hätte ...
Der Termin kam und er öffnete einer jungen Dame. Ihre Haare trug sie unter einem Tuch, so konnte er sie daran nicht erkennen. Irgendwie kam sie ihm bekannt vor, konnte sich aber nicht erinnern. Wer bringt denn auch gleich die Poster von der Halte-stelle mit einer Kundin in Zusammenhang? Es gab einiges zu tun, sie war ziemlich verspannt, aber damit umzugehen hatte er ja gelernt.
Die Unterhaltung flog leicht dahin, es stellte sich heraus, dass sie sportlich einiges unternahm. Ja, das sah er und sie arbeitete für eine Agentur. Ja, Agentur. Sie mußte dort Mode vorführen. Aha, Mode. Ja, das dauerte häufig sehr, sehr lange, mit der Be-leuchtung, den Einstellungen und so. Dann war der Auftraggeber doch nicht zufrieden, es mußte alles nochmals aufgenommen werden.
Da erst wurde Heinrich hellhörig … aufnehmen? „Sagen sie mal, was für eine Mode wird denn da aufgenommen?“ „Bademode halt, Bikinis und dergleichen ...“ Derweil hatte sie sich umgedreht und lag nun auf dem Rücken.
Er hatte einen ihrer Füße in der Hand. Jetzt wußte er, warum sie ihm so bekannt vor-gekommen war. Die Dessous, die sie trug, waren schön sittlich und rissen einen Masseur nicht grade vom Hocker. Sie waren weit entfernt von der Bademode auf den Postern. Diese Beine kannte er von den Postern! Schon begann es in seinem Leib zu rumoren, denn es fiel ihm siedend heiß ein, wie er sich vorgestellt hatte, genau diese Beine zu massieren. Allerdings hatte sie da weder Tanga noch sonst etwas an.
Er hielt inne und sah sie an. Ja, es war dieses Lächeln. Ganz verdattert hielt er ihren Fuß und sah sie an, lang und länger. Es amüsierte sie fast, wie verdattert er da stand mit ihrem Fuße in der Hand. Doch dann fiel ihr sein Gesichtsausdruck auf, wie seine Augen über ihren Körper gingen. Spontan blühten ihre Knospen auf und ein Grummeln lief durch ihren Bauch.
Ihren Fuß immer noch in der Hand, merkte er gar nicht, wie seine andere Hand sehr sanft unter ihrem Bein entlang ging, den Oberschenkel hinauf und innen wieder her-unter. Ihre Reaktion, eine Gänsehaut, erst ließ ihn merken, was er machte. Abrupt brach er ab.
„Oh, Verzeihung, ich bitte vielmals um Verzeihung, das war unentschuldbar. Ich …“
Mit hochrotem Kopf ließ er ihr Bein sinken.
Auch für sie kam der Absturz sehr unverhofft, sie konnte sich keinen Reim darauf machen. Es hatte ihr allenfalls gut getan und der Wechsel von Massage zur Zärt-lichkeit war ihr nicht aufgegangen. Nur seinen Blick und ihre eigene Reaktion, aber das konnte er ja wohl kaum wissen. Heinrich lehnte an der Wand, setzte sich dann aber auf einen Stuhl und wagte kaum, sie anzusehen. Sie setzte sich auf.
„Sagen Sie, was ist eigentlich los? Warum – oder was sollte ich verzeihen?“
Ihr ratloses Gesicht half ihm etwas, aber es war doch verdammt schwer, ihr zu erklä-ren, dass er und - was er von ihr geträumt hatte. Konnte er ihr überhaupt davon etwas beichten? Könnte sie dann nicht wütend verschwinden? Doch dann siegte ein Impuls in ihm, es auf eine Karte zu setzen.
„Madame, es ist nicht ganz leicht, das zu erklären. Erst mal die Erkenntnis, das schöne Mädchen von den Postern mit den Bikinis hier liegen zu sehen und dann auch noch, dass ich von Ihnen geträumt habe.“ Sehr rot wurde er dabei. „Als Schlimmstes, das ich sie eben zum Schluss nicht mehr massiert habe und das darf nicht passieren.“ „Was darf nicht passieren?“„Das, wie ich sie zum Schluss … na ja ... massiert habe.“
Er wand sich äußerst verlegen. „Wie denn, das verstehe ich nicht.“ Im Innersten hatte sie sehr wohl verstanden, wollte es aber genauer wissen – und eventuell das köstliche Gefühl dabei noch einmal spüren.
„Zeigen sie es mir, ich will es wissen, ich fand nichts Falsches daran.“ Ihm war nicht besonders wohl dabei und die Chance sich lächerlich zu machen, war recht groß. Äußerst skeptisch fragte er. „Dann möchten Sie den Unterschied genau wissen?“ „Sehr genau, denn ich will mich recht häufig massieren lassen. Wie soll ich wissen ...“ „Madame, ich kann meine Zulassung verlieren. Dabei ist meine Praxis kaum richtig eingerichtet.“ „Nicht durch mich. Also los, sie standen da unten und ich hatte mich grade umgedreht ...“ Sie legte sich wieder hin, wies ihn zum Fußende und gab ihm ihren Fuß in die Hand. Das Herz klopfte ihr vor Erwartung, „... und sagte, alles müsste noch mal aufgenommen werden.“ „Da habe ich Sie erkannt und dann gleich mit den Postern verglichen.“ „Eben, das habe ich gesehen, wie sie mich durchaus intensiv betrachtet haben. Ich habe auch gemerkt, wie ich ihnen gefalle, … nicht nur das ... ist das richtig?“ „Ich finde Sie wunderschön ...“ Sprudelte es aus ihm heraus. Sie dankte es ihm mit einem Lächeln.
„Danke schön. Worin liegt nun der Unterschied? Sie haben meinen Fuß noch in der Hand, also machen sie schon …!“
„Also ... bei der Massage,...“ Er dozierte aus den Lehrbüchern, wie um sich daran fest-zuhalten und machte es vor. „ ... oder die Körperpartie entsprechend, um den ge-wünschten Effekt zu erzielen. Aber man darf nicht mit zärtlichen Fingerspitzen ...“ auch das zeigte er wieder, „ ... über erotisch sensitive Zonen gehen und den Patienten womöglich erotisch stimulieren. Genau das ist mir passiert. Ich sagte ja, ich habe von Ihnen geträumt und da machten sich meine Finger selbständig. Ich bitte Sie nochmals um Verzeihung.“
Richtig zerknirscht stand er da und hielt ihren Fuß noch fest. Sie hätte fast lachen mögen. Dann stupste sie ihn mit dem Fuß an.
„Hee, aufwachen ...“
Er sah sie an, sah, wie sie lächelte, ein Lächeln schöner noch, als auf den Postern. Es war für ihn. Ihre Zehen krabbelten leicht auf seiner Brust.
„Sie haben also von mir in den Bikinis geträumt und dann ganz reflexiv mein Bein gestreichelt – richtig?“
Er nickte immer noch etwas beklommen.
„Und Sie meinten, ich könnte davon erotisch stimuliert worden sein? Oder anders gefragt, fühlten Sie sich durch diese Poster derart stimuliert, ganz spontan mein Bein zu streicheln?“
Das war keine Frage und auch keine Feststellung. Er wußte nicht recht, wie darauf antworten. Sie dehnte sich etwas und legte sich besser zu recht.
„Machen Sie es noch einmal … bitte? Eventuell möchte ich herausfinden, ob es mich stimuliert.“

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