Titel geändert, war missverständlich...
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 03.11.2021, 14:03 – geändert Mittwoch 03.11.2021, 14:25
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Mittwoch 03.11.2021, 14:03 – geändert Mittwoch 03.11.2021, 14:25
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Da habe ich nun ach,
ein Leben lang Spaghetti, Griesbrei und Suppe gekocht,
Wäsche gewaschen,
Tonnen an Lebensmittel aus dem Supermarkt geschleppt.
Tausende an SchülerInnen mit humoriger List und Tücke Aufsatz schreiben und englische Vokabeln beigebracht.
Und mich nie gefragt, ob das alles gewesen sein soll.
Es gab keinen Grund, sich diese Frage zu stellen.
Es war einfach in Ordnung.
Die Routine das Alltags war fraglos sinnhaft.
Die Kinder sind nun aus dem Haus, eilen ab und zu herbei.
Laden Sorgen ab und bringen Erinnerung an Jugend.
Alles ganz normal, eigentlich.
Eigentlich.
Wäre die, die dies schreibt, eine Kuchen backende Besuchsmutter.
Dem ist nicht so.
Sie ist ver-rückt.
Dreht die Musik ab und zu so laut, wie sie es will.
Sitzt im Kerzenschein dabei und träumt.
Könnte alles tun, was sie wollte.
Am Flughafen einfach ein Ticket. kaufen.
Und fliegen, fliegen.
Wohin sie will.
In der Kneipe, in die sie nicht geht, einen wildfremden Mann ansprechen.
Eine wilde Nacht mit ihm verbringen.
Und am anderen Morgen diese Freiheit weiterleben.
Diese Freiheit.
Die Montag, Dienstag, Mittwoch …..Freiheit.
Und in diese stumme Freiheit holen wir uns Menschen.
Depressionsanflug, wenn „keine neuen Nachrichten“.
Wenn der Anrufbeantworter kalt leer lächelt.
Es gab Zeiten, da freute ich mich über Post von der Ökokiste, von gmx.
Und hatte ein intensives Telefonverhältnis mit der Bo – frost-Tante.
Und will es nicht verschweigen, dass der Tankwart, der freundlich zu mir war, mich zu einem Tränenausbruch bringen hätte können.
Den ich selbstverständlich unterdrückte – wer weint denn schon beim Tanken!
Ich bin dem Abenteuer der Freiheit ausgesetzt.
Die hat schon was, diese Freiheit.
Meine Freundinnen beneiden mich allesamt.
Sehen es von Vorteil, dass mich keinerlei nicht erfüllte Erwartungen des Partners enttäuschen.
Fragen mich allen Ernstes, warum ich noch einen Mann bräuchte.
Wegen Sex!!
Nicht doch!!
Doch!
Verbinden ein Leben miteinander mit Hemden bügeln, verständnislosem Brummeln und lieblosem Schweigen.
Ich habe noch nie Hemden gebügelt und manchmal wäre mir liebloses Schweigen lieber als die absolute Stille meiner Freiheit.
Die mich anschreit, wenn ich die Wohnungstür aufsperre.
Und verständnisloses Brummeln – dafür würde ich einen ganzen Tag meines neuen Lebens opfern....naja, das nun nicht.
Für eine zärtliche-wilde Nacht schon eher.
But that depends.....
Klinge ich traurig, einsam, ratlos…..alles drei bin ich.
Manchmal.........