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Glück zu zwein – erotisches Sonett

Von versemacher Donnerstag 20.02.2020, 22:54

Coiny nach Caracci: Antonius und Cleopatra (Detail * )

Glück zu zwein
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- Liebessonett -

Wenn wir des morgens voneinander lassen
und jeder sich mit kühler Luft befächelt,
dabei verschmitzt noch in Gedanken lächelt,
dann ist das wirklich Glück – und kaum zu fassen.

Warum ist das ein Glück und kaum zu fassen?
Weil jeder schon bei dem Gedanken lächelt,
wie er mit kühler Luft sich kurz befächelt,
Da wir's doch nie bei einem Mal belassen.

Wer dächte denn dabei an Langeweile,
hält jeder sich doch für erfindungsreich ¬–
und andrerseits geschieht auch nichts in Eile.

In einem Punkte sind wir wesensgleich:
Ein jeder darf sich wünschen auch das "Wie",
und so verfahren einmal ich und einmal sie.

© versemacher, 20.01.2020
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Den Beitrag hatte ich zunächst am 20.01.2020 in der Themengruppe "erotische Erzählungen" eingestellt. Am 20.02.2020 (was für ein Datum!) habe ich ihn dann in die von mir gegründete Gruppe "Erotik der 7 Künste" umgesiedelt.

* ) Agostino Caracci's (1557-1602) Vorlagen wurden von der Kirche sofort auf den Index gesetzt und sind nur bruchstückweise erhalten, wurden aber nachgestochen, insb. durch Coiny (1761-1809). Zu den in diesen 19 Stichen dargestellten erotischen Allerweltsthemen hatte bereits Pietro Aretino (1492-1556) Sonette geschrieben, die glücklicherweise auf uns überkommen sind.
Das Sonett war und ist schon immer das ausgewiesene Instrument für ein erotisches Thema: man muss klar sagen, was Sache ist – oder man sollte es bleibenlassen!

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