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„Mit der Diagnose Diabetes hätte ich als letztes gerechnet“

Nicht umsonst wird der Diabetes mellitus als Volkskrankheit bezeichnet: Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit mehr als 422 Millionen Menschen weltweit daran erkrankt. 7,5 Millionen Menschen davon stammen aus Deutschland. Ein Großteil der Betroffenen, nämlich 95 Prozent, ist an einem Typ 2-Diabetes erkrankt.

Tatsächlich ist von einer weitaus höheren Zahl an Betroffenen auszugehen, denn die Dunkelziffer von Menschen mit einem unerkannten Diabetes liegt in Deutschland bei etwa zwei Millionen.

Warum ist die Dunkelziffer so hoch?

Besonders der Typ 2-Diabetes bleibt häufig lange unerkannt und wird in vielen Fällen rein zufällig diagnostiziert, beispielweise wenn sich ein Betroffener aufgrund einer anderen Erkrankung behandeln lässt. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel verursacht keine Schmerzen und auch die Symptome zeigen sich weniger auffällig als bei einem Typ 1-Diabetes. Die Erkrankung bricht nicht akut aus, sondern entwickelt sich über einen längeren Zeitraum.

Diese Erkenntnis bestätigen auch die Beiträge zahlreicher Mitglieder der Typ 2- Aktiv – Community. Klicke auf das Video:

Zitate aus dem Typ 2-Aktiv Forum:

Ja, ich habe DT2 seit 2003 und dies kam ganz schleichend. Es vergingen Monate bis ich einmal meinen Arzt fragte, weshalb ich bei jeder Gelegenheit einschlafen würde, dann machte er den Test und sagte, sie haben DT2. Darauf folgte Essen umstellen, mehr Sport, viel mehr Bewegung, keine Süßigkeiten mehr. Ihr dürft mich ansprechen mit lieben Grüssen Flyerfan / Ueli

Flyerfan

Das tut mir leid, aber die Krankheit ist so heimtückisch. Bei mir wurde es durch einen Zufall festgestellt, nämlich bei einer Vorbereitung zu einer Knie OP (Endoprothese). Mein Arzt hat mir Metformin verordnet, erst eine, nun zwei am Tag. Messe auch, aber was im Körper so vor sich geht, das merkt man nicht. Es ist auch ein Teufelskreis, denn durch die zweimalige Knie OP (missglückt) sieht es mit der Bewegung nicht so gut aus. Mache einmal Mal in der Woche REHA Sport und zweimal Physiotherapie, aber was ich gern möchte, z.B. Radfahren, Wandern oder ... ist mir unmöglich, es ist ein Teufelskreis mit der Bewegung.

pettimaus

Ich stimme dem, was woidhexerl über die Krankheit schreibt, voll zu. Man merkt nichts, dabei geht der Prozess immer weiter.

_hihj

Mit Interesse lese ich (80 Jahre alt - 1,70m - 69 kg ) die Beiträge und freue mich über jeden, der Vorschläge beinhaltet, den Blutzucker senken. Mein erhöhter Blutzucker wurde erst vor einem Jahr festgestellt, nachdem ich für eine Augenoperation die Blutwerte vorlegen musste. Scheinbar hatte ich Diabetes 2 schon länger. Da ich mich immer pudelwohl fühlte, entfiel auch der Hausarztbesuch über mehrere Jahre. […]

Wolf1939

Auch bei mir hat man durch Zufall den Diabetes erkannt, bei Untersuchungen im Vorfeld einer großen OP. Ich hatte keine Beschwerden, das ist ja das heimtückische an dieser Krankheit. Ich bin auf Tabletten eingestellt, Ernährung etwas umgestellt. Mit Disziplin und auch etwas Verzicht auf einige Dinge, schaffe ich es. Aber meinen Bienenhonig morgens zum Frühstück lasse ich mir nicht nehmen, den ich seit vielen Jahren vom Imker direkt beziehe.

HANNAHS

Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch wichtig, um die individuell richtigen therapeutischen Schritte einleiten zu können. Ist der Blutzuckerwert dauerhaft stark erhöht, kann das zahlreiche Folgeschäden verursachen, die nicht rückgängig zu machen sind: Durchblutungsstörungen, Nervenschäden (Polyneuropathie), erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, Nierenschädigungen, Netzhauterkrankungen und Depressionen.

Die gute Nachricht ist, dass sich ein Diabetes meist gut behandeln lässt, sofern er rechtzeitig erkannt wird. In einigen Fällen reicht ein Lebenswandel mit mehr Bewegung und einer Ernährungsumstellung, während andere Betroffene zusätzlich medikamentös, mit Tabletten oder dem Spritzen von Insulin, behandelt werden müssen.

Deshalb ist es auch für Nicht-Betroffene ratsam, sich mit dem Thema Typ 2-Diabetes zu befassen. Sich über die Symptome zu informieren, regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen und den Blutzucker zu überprüfen trägt dazu bei, einen möglichen Diabetes frühzeitig zu erkennen.

Auch bei Typ 2-Aktiv heißen wir jeden willkommen, der sich für das Thema interessiert. Einige Nicht-Betroffene haben sich bereits angeschlossen und freuen sich aus verschiedenen Gründen, ebenfalls an den Aktivitäten der Gruppe teilnehmen zu können:

Ich habe zwar kein Diabetes, aber diesen oder jenen Tipp kann ich bei meinen Mahlzeiten auch übernehmen bzw. beherzigen. Es schadet auf keinen Fall. Schön, hier immer wieder interessante Gespräche zu verfolgen. Allen Teilnehmern liebe Grüße aus Oschersleben und alles Gute, sowie beste Gesundheit. LG Jutta

Blumenfee1956

Ich bin ebenso dazu gestoßen, durch das Kalorienschätzspiel. Ich habe kein Diabetes, aber ich habe Interesse noch dazuzulernen und Neues zu erfahren. […]

ariane533

Ich habe kein Diabetes, mache aber gerne das Spiel mit und nebenbei lernt man die Lebensmittel besser einzuschätzen. LG Isabella

Izabella

Wie kann man einen Typ 2 – Diabetes erkennen?

Die Symptome sind meist sehr unspezifisch. Müdigkeit, Leistungsabnahme und Schwäche/Schwindel können Anzeichen für einen Typ 2 – Diabetes sein. Weitere Symptome sind:

  • häufiger Harndrang
  • vermehrtes Durst- und/oder Hungergefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Juckreiz
  • Gewichtsveränderungen
  • schlecht heilende Wunden
  • Veränderung der Sehstärke
  • Harnwegsinfekte
  • psychische Veränderungen, z.B. die Entwicklung von depressiven Stimmungen
  • Muskelkrämpfe
  • Potenzstörungen/Libidoverlust
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen

Wichtig: Das Verspüren eines oder mehrerer der genannten Symptome reicht nicht für eine Diagnosestellung! Wer eines oder mehrere der Symptome verspürt, sollte diese dringend medizinisch abklären lassen. Die Diagnose kann und sollte nur der Arzt oder die Ärztin stellen.

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Inhalt


in Zusammenarbeit mit



Hier erfährst Du alle Details über die Zusammenarbeit von Boehringer Ingelheim und Feierabend.de.

All das gibt es auch von einem Diabetologen im Video erklärt:
Expertenvortrag


Kontrolluntersuchungen brauchen Vorbereitung.
Checkliste für den Arztbesuch


Typ 2-Diabetes kann Jahrelang unerkannt bleiben!
Diagnose


Typ 2-Diabetes tut erst einmal nicht weh, kann aber schlimme Folgen haben:
Folgeerkrankugen


Frische Typ 2-Diabetes Diagnose: Was nun?
Leben mit Typ 2-Diabetes


Einzelne Symptome sind unspezifisch, in Kombination aber sehr typisch:
Symptome

Risikofaktoren

  • genetische Veranlagung
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • bestimmte Medikamente
  • hormonelle Erkrankungen
  • Alter
  • Schlafmangel

Diesen Weg gehen wir bei Typ 2 - Aktiv gemeinsam. Erfahrene Betroffene teilen ihre Erkenntnisse, Neu-Diagnostizierte haben die Möglichkeit Fragen zu stellen und Interessierte lernen ebenfalls etwas dazu.

Was passiert beim Arztbesuch?

Der Arzt oder die Ärztin prüft Gewicht und Körpergröße, misst den Blutdruck und untersucht das Blut. Dabei sind folgende Werte besonders wichtig: Nüchternblutzucker, Gelegenheitsblutzucker (d.h. zu einem beliebigen Zeitpunkt gemessener Blutzucker), oraler Glukosetoleranztest, Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert).

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