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Fuchs und Kranich - J. W. Goethe

Von EwigerBrunnen01 Mittwoch 27.10.2021, 12:10

Bildquelle. Pixabay kostenlos

Zwei Personen ganz verschieden
luden sich bei mir zu Tafel,
diesmal lebten sie in Frieden,
Fuchs und Kranich, sagt die Fabel.

Beiden macht' ich was zurechte,
rupfte gleich die jüngsten Tauben,
weil er von Schakals Geschlechte,
legt' ich bei geschwollne Trauben.

Lang gehälstes Glasgefäß
setzt' ich ungesäumt dagegen,
wo sich klar im Elemente
Gold- und Silberfischlein regen.

Hättet ihr den Fuchs gesehen
auf der flachen Schüssel hausen,
neidisch müßtet ihr gestehen:
welch' ein Appetit zum Schmausen!

Wenn der Vogel, ganz bedächtig
sich auf einem Fuße wiegte,
Hals und Schnabel, zart und schmächtig,
zierlich nach den Fischlein schmiegte.

Dankend freuten sie beim Wandern
sich der Tauben, sich der Fischchen,
jeder spottete des andern
als genährt am Katzentischchen.

Willst nicht Salz und Schmalz verlieren,
mußt, gemäß den Urgeschichten,
wenn die Leute willst gastieren,
dich nach Schnauz' und Schnabel richten.


Es wird Winter, vorgestern sah ich die Kraniche übers Haus mit lautem Geschrei fliegen. Das ist jedes Jahr ein Erlebnis. Jetzt dauert es eine Weile bis sie wieder zurück kommen; vor uns liegen die Tage mit Frost und Kälte. Brrrrrrr. Darf gar nicht daran denken.

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