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"Es wandelt" von Joseph Freiherr von Eichendorff

Von Feierabend-Mitglied Freitag 11.03.2022, 16:15

Es wandelt, was wir schauen,
Tag sinkt ins Abendrot,
Die Lust hat eignes Grauen,
Und alles hat den Tod.

Ins Leben schleicht das Leiden
Sich heimlich wie ein Dieb,
Wir alle müssen scheiden
Von allem, was uns lieb.

Was gäb´ es doch auf Erden,
Wer hielt´ den Jammer aus,
Wer möcht´ geboren werden,
Hielt´st Du nicht droben Haus!

Du bist´s, der, was wir bauen,
Mild über uns zerbricht,
Dass wir den Himmel schauen -
Darum so klag´ ich nicht.

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