Die Bürgschaft - Fr. Schiller
Von
EwigerBrunnen01
Montag 11.04.2022, 16:24
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EwigerBrunnen01
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Bild im Internet gefunden, gemeinfrei
Zu jeder Zeit hat mich die Freundschaft zwischen zwei Menschen tief bewegt, wie sie in Schillers Bürgschaft zum Ausdruck kommt. Und auch dass durch diese Freundschaft ein böser Tyrann seine Herzenseinstellung ändern konnte und die demütige Bitte äußerte doch der dritte im Bunde sein zu dürfen.
Sie erinnert mich außerdem an meine Schulzeit, in der wir schwitzend diese Ballade auswendig lernen mussten.
Ich gebe nur die ersten drei Verse ein, wer die gesamte Dichtung lesen möchte kann im Internet fündig werden; einfach „Die Bürgschaft von Schiller“ eingeben. Aber ich nehme einmal an dass Ihr sie auch kennt.
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon, den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
»Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!«
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
»Die Stadt vom Tyrannen befreien!«
»Das sollst du am Kreuze bereuen.«
»Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn' ich, erwürgen.«
Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
»Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh' du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.«