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Der Vagabund - Regine Merkle

Von EwigerBrunnen01 Freitag 14.01.2022, 11:03

Bild: Internet

Zerrissen die Stiefel, staubig der Rock,
in der Hand den derben Knotenstock,
leer Magen und Beutel, so wandert er fort,
der Vagabund, von Ort zu Ort.
Heiß sendet die Sonne den glühendem Strahl.
Wo darf ruhen auch er einmal?

Dicht am Wege, am Rande der Wiesen,
saftige Äpfel herübergrüßen;
schnell hat er einige abgepflückt,
ach, er fühlt sich erfrischt, erquickt.
Doch kaum ist gestillt der hungrige Magen,
hat ihn auch schon der Feldschütz am Kragen.

Eingesperrt wird er, der Bösewicht,
das Stehlen, es geht nun einmal nicht!
Doch mir fällt da ein Sprichwort ein,
hier dürfte es am Platze sein:
Die kleinen Diebe hängt man in Scharen,
die großen läßt man vierspännig fahren.

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