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" Der Kranich "

Von Feierabend-Mitglied Montag 08.11.2021, 11:48 – geändert Montag 08.11.2021, 11:59

Rauh ging der Wind, der Regen troff,
schon war ich nass und kalt;
Ich macht auf einem Bauerenhof
im Schutz des Zaunes halt.

Mit abgestutzten Flügeln schritt
ein Kranich drin umher .
Nur seine Sehnsucht trug ihn mit
den Brüdern übers Meer.

Mit seinen Brüdern, deren Zug
jetzt hoch in Lüften stockt,
und deren Schrei auch ihn zum Flug
gen Süden ruft und lockt.

Und sieh,
er hat sich aufgerafft,
es gilt ja Lenz und Glück:
Umsonst, der Schwinge fehlt die Kraft,
und ach, er sinkt zurück.

Nur Hahn und Huhn im Schabernack
umkrähn ihn letzt voll Freud,
es jubelt stets das Hühnerpack
bei eines Kranichs Leid.


Theodor Fontane

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