Das Veilchen
Von
0014
Montag 27.03.2023, 11:05
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0014
Montag 27.03.2023, 11:05
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Eine Veilchen auf der Wiese stand
gebückt in sich und unbekannt
es war ein herziges Veilchen;
Da kam ein junge Schäferin
mit leichtem Schritt und leichtem Sinn
daher,
daher, die Wiese her und sang.
Ach , denkt das Veilchen, wär ich nur
die schönste Blume der Natur,
ach, nur ein kleines Weilchen,
bis mich das Liebchen abgepflückt
und an den Busen mattgedrückt!
Ach nur, ach nur ein Viertelstündchen lang !
Ach! aber ach! das Mädchen kam
und nicht in Acht das Veilchen nahm;
zertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut sich noch:
Und sterb` ich denn,
so sterb` ich doch
durch sie, durch sie zu ihren Füßen doch.
Ein Liebesgedicht von Goethe im Jahr 1774 verfaßt
und 1775 als Teil des Singspieles " Erwin und Elmire"
in der literarischen Zeitschrift IRIS veröffentlicht.
Das Gedicht wurde 1783 von J.F. Reichardt vertont.
Viele bekannte Sänger haben es gesungen ,z. B. Fischer-Dieskau
Übrigens, jetzt blühen schon die Veilchen !
Der Duft ist wunderbar.