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Spanien, Corona und noch ein Krankenhaus

Von Jungfrau75 21.03.2021, 12:42 – geändert 21.03.2021, 12:43

Nein, Corona kriegte ich nicht !
Ein wenig Sorgen hatten wir schon deswegen.
Aber es kam wieder anders.

Eines Abends zog ich ,auf dem Bett sitzend, meine Socken aus...
Ja, wieder ein leiser "Knacks" und das Gelenk luxiert !

Auch den Freund hatte ich vorher informiert, dass es (eine erneute Luxation passieren könnte, aber natürlich nicht damit gerechnet, dass schon wieder...
Diesmal saß ich auf dem Bett, mein Handy 3 Meter entfernt auf dem Schreibtisch. Das war schon vorher meine Angst gewesen : was mache ich, wenn das Handy nicht erreichbar ist ?
Todesmutig ließ ich mich vom Bett herunter, das Bein möglichst steif, rutschte ich auf dem Teppich zum Schreibtisch und Gottseidank!, hatte das Handy in der Hand, rief 112 an und übersetzte, dann meinen Freund : Du musst schnell kommen...
Wieder in ein (anderes) spanisches Krankenhaus, ohne Überlegung, nur um Schmerzmittel bettelnd, die ich aber nur spärlich bekam...und dann endloses Warten ! Der Chefarzt kriegte wohl mein Gelenk nicht wieder rein, er musste mich nachts um 2 operieren, diesmal mit einem 30cm langen Schnitt !
Egal, Hauptsache der Schmerz war nicht mehr so schlimm !
In einem spanischen Krankenhaus, dieses Mal musste ich länger bleiben, weil ja der Schnitt heilen musste. Kein Wort reden, nichts verstehen, selbst mit "englischer Übersetzung" und Handy nichts zu machen, was heißt denn "Bett-schale" auf Spanisch? Schließlich lernte ich, mit "Pipi" und "Kaka" auszukommen. Dafür war das Essen wirklich gut...Ich bekam noch einen Rollator, um selbst aufs Klo gehen zu können...Für alte Frauen wie mich, existentiell wichtig !

Meinen Kindern muss es wohl einen Schock versetzt haben : die Mama allein im spanischen Krankenhaus...sie holten mich mit dem "Medizinischen Dienst" im Privatjet nach Deutschland (Krankenkasse bezahlt!), um dort besser behandelt werden zu können...Allein die Endo-Klinik in Hamburg nahm wegen Corona keine Patienten an und das andere Krankenhaus, in das ich musste, war "grottenschlecht", sowohl was die Behandlung, das Essen und die Schwestern betraf...
Durch Vermittlung des Pastors aus Torrox (er hatte im Chor neben mir gesessen und kannte eine Ärztin im Endo )...bekam ich dort einen Termin nur zur Beratung - Aufnahme so nicht möglich !
Aber wegen meiner "alten" Freundschaft - schließlich war ich in diesem Krankenhaus an den Hüften operiert worden! - bekam ich den dann doch, einen Monat später. Mein Sohn, das "arme Opfer" fuhr mich hin und her, dann OP (Pfannendach-Ersatz) und Reha.
Aber mein Bein, durch die zahlreichen Luxationen nach der alten OP-Misere schief und verkürzt, stand nochmal dafür an : Nach drei Monaten habe ich dann ein künstliches Knie und mit einer "Umstellung" ein gerades Bein bekommen ! Damit trainiere ich jetzt bis auf Weiteres (auf Rezept).

Und was wurde aus meinen Sachen, meinem Hund, meinem Auto ?

Diesmal hatte ich den richtigen erwischt, mein Freund packte
das alles und brachte es nach Deutschland, behielt dann den Hund, bis ich wieder laufen konnte...und sorgte so für ein "Gutes Ende" !

Und wann mache ich die nächste "Winterreise" ???!
Jungfrau75

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