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Eine kurze Liason

Im wahrsten Sinne des Wortes, eine sehr kurze Liaison.
Ich sitze vor meinem PC und arbeite an meinen Unterlagen, die noch zugeordnet werden sollen. „Pim“ machte es an meinem Handy „Pim“„Pim“.
Das scheint ja wichtig zu sein. Der Lockruf einer Mitteilung.
Aaahh!! Eine Chat-Nachricht.

"...Hallo, Du hast ja ein nettes, süßes Lächeln. Und so eine tolle Mütze…. Hast Du noch mehr an?“
Alleine schon diese Frage bringt mich auf 180! Gut, mal sehen, wie weit der Knabe geht. Diese Unerfahrenheit steht nicht im Vergleich zum Profilbild. Na ja, vielleicht sind es auch nur anfängliche Schwierigkeiten in ein Gespräch zu gelangen. Kommunikation ist ja nicht jedem gegeben.

„Pim“! Neue Nachricht! Ein Bild!
Ein Bild mit einem Damenschuh. Mit hohen Absätzen, schwarz, seitlich offen, mit schmalen Riemchen. Ein schöner Schuh, aber nichts für mich. Ich würde ja schon beim Aufstehen umknicken, die Absätze ruinieren und meine Knochen brechen. Ich fragte ihn, warum er mir dieses Bild mit dem Damenschuh schicken würde.
Antwort:“ Ich finde diesen Schuh so aufreizend. Besonders reizend, wenn so eine frische, süße Frau darin steht.“
Aha!!! Mir wird es zu windig und versuche, die Segel etwas tiefer zu setzen. Allerdings nicht ganz. Ich möchte ja feststellen, wie weit dieser Mann gehen wird. „Nein“, sage ich, „ich mag solche Schuhe nicht.“ Meine Antwort ist kurz gehalten, denn ich wollte ihn nicht unbedingt zu sehr viel mehr ermutigen.

„Pim“.Ich verdrehe meine Augen. Langsam wird er mir lästig; auf jeden Fall das „Pim“!!Ein neues Bild. -Klocks- diese schönen, gedrechselten Holländer Holzschuhe. Wobei es sich hier eher um die Vermarktungsvariante der 70iger Jahre handeln durfte. In blauem Kunstleder oben und Holz mit Sohle unten. Na, du weißt schon. Ich hatte selbst welche als Kind. Etwas laut waren diese Holzschuhe, weshalb es sie auch nicht ewig auf dem Markt zu kaufen gab.
Ich schreibe:“ Ja, das sind schon eher meine Schuhe“ und grinste vor mich her. Darauf kam dann auch prompt eine Antwort: “Wenn die Füße heiß werden, das Wasser an den Fußwänden vorbeizieht, der Fuß auf deinem Wasser so hin und her rutscht, das erregt mich. Es macht mich an. Findest Du das nicht auch so – sexy -?“
OOHA! Ich hatte ja schon eine leise Ahnung, aber nun hatte ich doch einige Fragezeichen im Gesicht. Halleluja.
Was soll ich darauf antworten? Auf so einem Niveau wollte ich mich nicht weiter herunter ziehen lassen. Also schreibe ich:“Neee“

Ich dachte, das dämmt sein Verlangen ein, weiter mit mir auf dieser Welle zu schwimmen.
Aber nein „Pim “ „Pim“.
Mmmmmh, grummel, was nun?
„Meine Liebe, findest Du nicht auch, wenn das Holz so glatt ist, wie bei d…...“

Weiter möchte ich es nicht ausführen. Wie kann ich so eine „Schleimerei“ beenden?! Bei Schleimerei fällt mir ein, es gab doch in den 70igern diesen ekligen grünen Schleim in einer gelben Dose! Ja! Das schreibe ich jetzt.
"Es gab da mal, so etwas wie „Schleimi“. Grün, glibbrig und stank nach Kotze! Kennst Du das noch? Oder was für ein Fetischist bist Du?“

Ohhhh !!!! Nun hatte es ihn getroffen! Ich bin geblockt!


Ja und damit konnte ich diesen interessanten Chat, ad Acta legen. Gelobt sei die Sprache!

Schokomo
Monika E. Sch.

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