Herbstlied Bald fällt von diesen Zweigendas letzte Laub herab.Die Büsch' und Wälder schweigen,die Welt ist wie ein Grab.Wo sind sie denn geblieben?Ach! sie sangen einst so schön -Der Reif hat sie vertrieben,Weg über Berg und Höh'n.Und bange wird's und bängerund öd' in Feld und Hag;die Nächte werden länger,und kürzer wird der Tag.Die Vögel sind verschwunden,suchen Frühling anderswo;nur wo sie den gefunden,da sind sie wieder froh.Und wenn von diesen Zweigendas letzte Laub nun fällt,wenn Büsch' und Wälder schweigen,als trauerte die Welt -Dein Frühling kann nicht schwinden,immer gleich bleibt dein Geschick,du kannst den Frühling findennoch jeden Augenblick.August Heinrich Hoffmann von Fallersleben(1798 - 1874)
Herbstlied Bald fällt von diesen Zweigendas letzte Laub herab.Die Büsch' und Wälder schweigen,die Welt ist wie ein Grab.Wo sind sie denn geblieben?Ach! sie sangen einst so schön -Der Reif hat sie vertrieben,Weg über Berg und Höh'n.Und bange wird's und bängerund öd' in Feld und Hag;die Nächte werden länger,und kürzer wird der Tag.Die Vögel sind verschwunden,suchen Frühling anderswo;nur wo sie den gefunden,da sind sie wieder froh.Und wenn von diesen Zweigendas letzte Laub nun fällt,wenn Büsch' und Wälder schweigen,als trauerte die Welt -Dein Frühling kann nicht schwinden,immer gleich bleibt dein Geschick,du kannst den Frühling findennoch jeden Augenblick.August Heinrich Hoffmann von Fallersleben(1798 - 1874)