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Windows in einer VirtualBox installieren

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Was tun, wenn ältere Programme in der neuen Windows-Version nicht laufen?
Microsoft bietet dafür den Kompatibilitätsmodus an, aber der setzt immer die professionell Version voraus.
Doch es gibt eine virtuelle Maschine, die auch unter Windows 7/8.1 und 10 läuft. Sie heißt VirtualBox und ist für Privatanwender kostenlos. Ich erkläre gleich, was eine virtuelle Maschine ist.

Inhalt

Was ist eine virtuelle Maschine oder VM?

Die VirtualBox ist eine sogenannte virtuelle Maschine (VM). Eine VM ist ein virtueller Computer, nur besteht so ein „PC“ nicht aus Hardware, sondern viel aus Software, jedenfalls im Prinzip. Dieser Computer läuft in einem eigenen Fenster, parallel zum sogenannten Host, also deinem Rechner, auf dem Windows 7/8.1/10 laufen.
Das Betriebssystem in der VM nennt man Gast.

Die CPU wird nicht emuliert, sondern direkt genutzt.

Die Grafikkarte hingegen muss nachgebildet werden, denn die VM laufen oft mit einer anderen Auflösung als der Host, doch beide müssen gleichzeitig angezeigt werden. Also braucht die VirtualBox eine eigene Grafikkarte, aber die bildet sie per Software nach.

Die Netzwerkkarte und USB heißen im Gerätemanager so wie die Originale. Tatsächlich greift die VirtualBox über Schnittstellen darauf zu. Jedenfalls funktionieren meine 5 USB-Geräte klaglos.

Wie ein echter Computer braucht auch die VM ein Betriebssystem typisch Windows XP, Windows 7 oder Window 10. Anders ausgedrückt: Du brauchst eine original XP-CD oder eine DVD für Window 7/10.

Nach der Installation laufen diese Betriebssysteme in einem eigenen Fenster wie hier XP im folgenden Bild. Übrigens ist hier Windows 7 der Host.

Alternativ ist ein Vollbildmodus möglich. Auch interessant ist der sogenannte nahtlose Modus, den das folgende Bild zeigt:

Wie man sieht, liegen beide Taskleisten übereinander, man kann also mal die eine, mal die andere Programmauswahl aufrufen.
Mit einem Klick auf das VirtualBox-Icon in der Taskleiste kann man zwischen beiden Windows hin- und herschalten.

Download der VirtualBox

Gehe auf die Seite "http://www.virtualbox.org/wiki/Downloads" oder klicke hier. Dort klicke bei „VirtualBox 3.2.10 for Windows hosts“ auf „x86/amd64“, siehe auch folgendes Bild:

Installation der VirtualBox

Nach dem Start auf die herunter geladene Datei, derzeit namens "VirtualBox-VirtualBox-4.2.12-84980-Win" erscheint folgendes Startbild:

Nun folgt ein Dialog "End-User Licence Agreement", da musst du auf "I accept ..." klicken.
Im nächsten Bild kannst du auf die Icons klicken und die Namen ändern, musst du aber nicht (habe ich auch nicht):

Jetzt folgt eine Warnung, wonach das Netzwerk kurz zurück gesetzt wird, klicke auf "Yes".
Danach erscheint ein Fortschrittsbalken samt den Text, dass es noch einige Minuten dauern kann.
Nun folgen mehrere Abfragen von Windows dieser Art:

Klicke auf Installieren und setze den Haken "Software von Sun Microsystems immer vertrauen", was dann folgende Abfragen unterdrückt.
Fall du dich wunderst: VirtualBox wurde von Sun gekauft, dann Sun von Oracle. Die Namensgebung ist also noch nicht überall durchgedrungen.
Nach einer Weile erscheint:

Windows XP in der VirtualBox installieren

Die VirtualBox startet so wie im folgenden Bild:

Hier klicke auf "Neu", was das folgende Bild bringt:

Nach einem Klick auf "Weiter" erscheint dieser Dialog:

Den Namen kannst du frei wählen, die beiden anderen Einstellungen müssen aus den Aufklappmenüs gewählt werden.
Nach "Weiter" geht es zu diesem Bild:

Hier wird 192 MB vorgeschlagen, ich habe großzügig auf 256 MB erhöht.
Es kommt darauf an, wie viel RAM man hat und was man abgeben will. Auf jeden Fall solltest du im grünen Bereich bleiben.

Nun geht es weiter mit der Platte:

Lass dich nicht durch "Bootplatte" beeindrucken. Es geht hier um virtuelle Platten. Die belegen zwar physikalisch Platz in deinem Dateisystem, es sind aber aus Sicht von Windows 7 nur Dateien.
Hier reicht es, auf "Weiter" zu klicken, dann erscheint diese Bild:

Hier belasse es bei "dynamisch", denn dann musst du dir keine Sorgen um die Göße der Platte zu machen, die im folgenden Bild abgefragt wird:

Trotz der dynamischen Größe sollte man den Startwert nicht zu kleien wählen, weil dann mit jeder neuen größeren Datei erst die Festplatte wachsen muss.
Wie hier 10 GB reicht aber schon.

Jetzt folgen 2 Dialoge, wie im folgenden Bild:

Nach dem zweiten "Abschließen" ist die VirtualBox installiert und startet so:

Hier klicke auf Start, was erst einmal (und später auch öfter) diesen Hinweis bringt:

Das Problem besteht nur vorläufig, aber du musst es kennen.
Klickst du in ein Fenster der VirtualBox wird der Mauszeiger und die Tastatur dort gefangen, d.h., man kann den Mauszeiger nicht außerhalb dieses Fensters bewegen.
Will man das, muss man die Host-Taste drücken und das ist per Voreinstellung die rechte Strg-Taste.
Und warum will man zum Host? Zum Beispiel, weil man während der langwierigen Installation von z.B. XP solange bei FA surfen kann.
Nach "Weiter meldet sich der Startassistent, der dir nur verkündet, dass er dir bei den folgenden Schritten helfen will. Klick da auf "Weiter" und dieser Dialog erscheint:

Hier wird normalerweise das erste CD/DVD-Laufwerk gewählt.
Bootbar ist das üblicherweise auch, sprich, die Gast-CD soll selbst booten und das tut sie.
Jetzt folgt noch diese Zusammenfassung:

Auf jeden Fall ist es jetzt höchste Zeit, die Gast-CD einzulegen, was dissen Dialog erzeugt:

Hier wird von Windows doppelt gemoppelt. Die CD bootet nämlich schon, ergo ist die Aufforderung, Setup.exe auszuführen, überflüssig.
Schließe einfach das Fenster und das Windows-Setup startet wie üblich:

Arbeiten mit der VirtualBox und dem Gast

Gasterweiterung
Wenn der Gast (hie Windows XP) in der VirtualBox läuft, gehe in das
Menü "Geräte" und rufe dort den Punkt "Gasterweiterung installieren" auf.
Danach kann der Mauszeiger beliebig zwischen dem Host und dem Gast hin- und her bwegt werden, ohne gefangen zu werden. Außerdem funktioniert nun der nächste Punk.

Datenaustausch
Um Daten zwischen dem Gast und dem Host austauschen zu können, braucht man einen gemeinsamen Ordner.
Dazu legt man im auf dem einen Ordner an und nennt den zum Beispiel VB-Share.
Jetzt wechsele zum Gast, gehe in das Menü "Geräte" und rufe dort den Punkt "Gemeinsame Ordner" auf. Das folgende Bild (noch leer) öffnet:

Unterstellt das Bild ist noch leer, klicke auf das + und dann auf "Ändern".
Ein Dateidialog öffnet. Unterstellt, der Ordner heißt VB-Share und liegt auf dem Desktop von Vista/Win 7, ist es ganz einfach. Wähle Desktop, rolle nach unten, wähle VB-Share und klicke auf OK.

Nun weiß auch der Gast prinzipiell, das es den Ordner gibt, es muss ihn nur noch verbinden, denn aus XP-Sicht ist es ein Netzlaufwerk.
Rufe den Explorer auf (Rechtsklick auf Start) und wähle dann im Menü Extras "Netzlaufwerk verbinden...".
Dort wähle einen Buchstaben, kann auch das angebotene Z sein, und klicke dann auf "Durchsuchen...". Es öffnet das folgende Bild:

Klicke auf den letzten Eintrag und dann auf OK.
Jetzt gibt es in "Arbeitsplatz" ein Laufwerk Z (oder wie du es genannt hast), über das man auf den Ordner zugreifen kann.

Es ist aber ganz praktisch, auf dem Desktop eine Verknüpfung anzulegen, was so am schnellsten geht: geht:
Öffne den Arbeitsplatz, klick mit der rechten Maustaste auf das Netzlaufwerk und wähle "Verknüpfung erstellen". XP meldet daraufhin, dass es an dieser Stelle keine Verknüpfung erstellen kann und fragt, ob du statt dessen die Verknüpfung auf dem Desktop anlegen willst. Klicke auf "Ja".


Schnellstart
Wenn man das Fenster von XP schließt, erscheint die folgende Auswahl:

Am meisten nutze ich "den Zustand der virtuellen Maschine speichern". Dann dauert der Aufruf des Gasts nur noch wenige Sekunden.

Der Punkt "die virtuelle Maschine mittels ACPI-Event herunterfahren" entspricht dem Ausschalten von Windows. Mehr zu ACPI steht hier

Der letzte Punkt "die virtuelle Maschine ausschalten", auch über das Menü erreichbar, ist gut geeignet, ein hängendes Windows auszuschalten, sozusagen die Reset-Taste.

Programme installieren
Natürlich wollt ihr im Gast Programme installieren. Über das Netz ist das kein Problem, denn wenn eine Verbindung im Host besteht, übernimmt diese die VirtualBox und damit der Gast automatisch.
Legt man hingegen eine CD ein, kann die durchaus beim Host landen. In diesem Fall klicke in der unteren Zeile der VirtualBox mit der rechten Maustaste auf das CD-Modul und wähle das Host-Laufwerk aus, siehe folgendes Bild:



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Autor: WoSoft

Peter Wollschlaeger

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