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Sag dem Schweinehund den Kampf an!

Wer kennt es nicht: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und im Kopf entsteht eine Liste mit kleinen und vielleicht auch großen Vorsätzen, die man gerne im nächsten Jahr erreichen möchte. Ein paar Kilo weniger auf der Waage, ein neues Hobby oder auch eine gesamte Lebensumstellung – die Vorhaben können vielfältig sein.
Doch sind die Feiertage erst vorbei und die Zeit gekommen, zur Tat zu schreiten, begegnet uns plötzlich dieses unliebsame „innere“ Monster, – der sogenannte Schweinehund. Er stellt unsere Willensstärke dar, die uns plötzlich gänzlich zu fehlen scheint, wenn unsere Ziele unerreichbar und Herausforderungen unüberwindbar wirken. Wer ihm den Kampf ansagen will, muss gut gerüstet sein. Aus diesem Grund haben wir für Dich praktische Tipps gesammelt, die Dir helfen können, ihn ein für alle Mal zu bezwingen.

ein Hund in einem Schweinskostüm

1. Bleib realistisch

„Ab morgen bin ich ein neuer Mensch! Ich ernähre mich gesund und werde zur Sportskanone“. Obwohl dieser Satz überzeugend klingt, wirst Du vielleicht selbst beim Lesen schon gezweifelt haben, ob man sich so etwas wirklich einfach vornehmen kann. Viele unserer Verhaltensweisen und Gewohnheiten haben wir uns über Jahre antrainiert. Da wäre es überraschend, wenn wir sie von einem auf den anderen Tag einfach abstellen könnten.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, sich Ziele zu setzen und festzulegen, was man gerne erreichen würde, doch eines sollte dabei immer gelten: realistisch bleiben! Wenn Deine Ziele zu hochgesteckt sind oder Du eine Änderung in kürzester Zeit erwartest, läufst Du Gefahr, Dich selbst zu überfordern. Versuche daher, Dich vorher ehrlich zu fragen, was für Dich schaffbar ist. Hierbei kann es hilfreich sein, Deine Vorhaben aufzuschreiben und Dir so wortwörtlich vor Augen zu halten. Wenn Du dann ein gutes Bauchgefühl hast, kannst Du Dich in Deiner Wohlfühlgeschwindigkeit auf Deine Ziele zu bewegen. Außerdem kannst Du jederzeit nachjustieren, wenn Du feststellen solltest, dass doch noch mehr möglich ist.


2. Positiv (um-)denken

Viele unserer Vorhaben basieren auf negativen Empfindungen und werden von uns oft auch unbewusst negativ und passiv formuliert. Zum Beispiel: „Ich fühle mich nicht wohl, deshalb muss ich abnehmen“ oder „ich möchte nicht mehr rauchen“. Obwohl es sich um nachvollziehbare Ziele handelt, wiederholen wir in unserem Kopf immerzu unsere Makel, anstatt uns auf unsere positiven Vorhaben zu konzentrieren. Dadurch sind diese Ziele viel schwerer zu erreichen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich selbst auszutricksen und sich eine positive Denkweise anzugewöhnen.
Setze an die Stelle von „ich muss“ lieber „ich kann“ und lasse ein „ich möchte“ zu „ich werde“ werden. Stelle Dir aktiv vor, was Du erreichen möchtest und denke an positive Folgen, die Deine Zukunft für Dich bereithält. Natürlich gibt es auch Tage, an denen es nicht leicht ist, an das Positive zu denken und es erfordert zu Beginn ein wenig Übung, das Denken umzustellen. Doch es gibt keinen Grund, Dir Dein Vorhaben selbst schwerer zu machen. Also freu Dich auf das, was vor Dir liegt.


3. Geteiltes „Leid“ ist halbes Leid

Drei Frauen beim Spaziergang

Gerade wenn es um Lebensumstellungen geht, die auf Regelmäßigkeit und Konsequenz basieren, kann es schwerfallen, diese auch über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Beispiele hierfür können ausreichend Bewegungen oder auch eine gesunde Ernährung sein. Wenn Du merkst, dass Du alleine einfach nicht genug Antrieb bekommst, kann es helfen, wenn Du Dein Umfeld in Deine Pläne einweihst und nach Personen suchst, die Dich bei Deinem Vorhaben unterstützen oder sogar begleiten können. Gerade Sport und Bewegung machen gemeinsam viel mehr Spaß. Außerdem kannst Du im Austausch mit anderen praktische Tipps zur Motivation erhalten. Hilfreich ist es auch, Erfolge festzuhalten und mit anderen zu teilen, wie es zum Beispiel unsere Typ-2-Aktiv-Community in den Bewegungstagebüchern macht.


4. Nutze Deine alten Gewohnheiten

Eine weitere Möglichkeit, wie Du Dich selbst austricksen kannst, ist, Deine bestehenden Gewohnheiten zu nutzen. Du isst abends gerne etwas Süßes und es fällt Dir unglaublich schwer, darauf zu verzichten? Dann fang damit an, einen Teil der Süßigkeiten mit Obst oder Gemüse zu ersetzen und den Anteil langsam zu steigern. Natürlich kannst Du auch konsequent sein und direkt vollständig auf Süßes verzichten. Vielleicht fällt es Dir aber leichter, wenn Du Dein abendliches Ritual Schritt für Schritt abänderst, sodass es sich nicht wie ein Verzicht anfühlt.
Dieses Vorgehen lässt sich auf viele andere Situationen übertragen. Finde dazu heraus, welche Gewohnheiten Du gerne hast und frage Dich, wie Du sie nutzen oder erweitern kannst, um Deinem Ziel Stück für Stück näher zu kommen.


5. Das große Ganze im Blick behalten

Der innere Schweinehund ist bekannt dafür, uns zu sagen, dass wir etwas nicht schaffen können. Er redet uns ein, dass eine Aufgabe zu groß ist oder wir nicht fähig sind, sie zu meistern. In diesen Momenten kann es helfen, einmal kurz Abstand zu nehmen und Dich wieder an das große Ganze zu erinnern. Egal was Du Dir vorgenommen hast. Niemand erwartet von Dir, dass Du es von heute auf morgen erreichst oder sofort der oder die Beste in etwas bist. Es ist okay, wenn Du zwischendurch zweifelst oder Deine gesteckten Ziele nicht erreichst. Das ist normal und geht allen so.

Das bedeutet aber nicht, dass Du direkt Dein ganzes Vorhaben infrage stellen oder gar aufgeben musst. Sieh Dein Vorhaben als Prozess an und erinnere Dich in Momenten der Willensschwäche daran, was Du bereits geschafft hast, warum Du es Dir vorgenommen hast, und scheue Dich nicht, Deine Ziele nachzujustieren, wenn sie Dich doch überfordern sollten. Auch hier kann es helfen, sich den Rat von anderen oder auch nur ein paar motivierende Worte abzuholen, um wieder neue Energie zu sammeln.


6. Feiere Dich selbst!

Zwei Hände, die sich bei Erfolg ein High Five geben

Du wirst Dich ausgiebig freuen und stolz auf Dich sein, wenn Du Dein Vorhaben erreicht hast. Doch vergiss nicht, Dir auch auf Deinem Weg dorthin bereits kleine Freudensprünge zu gönnen. Zum Beispiel, indem Du Dir Meilensteine oder Zwischenziele setzt. Ähnlich wie unsere Lieblingsgewohnheiten und das positive Denken sorgen Belohnungen für Glücksgefühle. Also plane sie mit ein und genieße sie in vollen Zügen. Einerseits behältst Du so den Blick dafür, was Du bereits geschafft hast und kannst andererseits neue Motivation für die weitere Strecke sammeln. Und ebenso wie beim geteilten „Leid“ gibt es doch nichts Schöneres, als auch Freude und Erfolge zu teilen. Egal wie klein oder groß sie sind.



Und Du?

Wann musstest Du das letzte Mal gegen Deinen inneren Schweinehund ankämpfen und wie ist es Dir gelungen? Erzähl uns in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen und Tipps!

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