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Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändern wird

Künstliche Intelligenz ist seit Jahren ein dominierendes Thema, denn ihr wird zugesagt, alles verändern zu können. Vielfach hat die Künstliche Intelligenz – oder auch einfach KI – schon Einzug in den Alltag gefunden. Doch was ist sie eigentlich? Und welche Chancen sowie Risiken bietet Künstliche Intelligenz?

Arzt mit Tablet

Was künstliche Intelligenz ist

Künstliche Intelligenz bezeichnet Prozesse des maschinellen Lernens beziehungsweise der programmierten und lernfähigen Intelligenz bei Computerprogrammen, Maschinen und weiteren Anwendungen. Grundlage ist zumeist ein Algorithmus, also ein Programm, das darüber entscheidet, welche Reaktionen auf welche Eindrücke erfolgen. Beispielsweise kann ein Programm dabei helfen, Brustkrebs zu erkennen.

Hierfür vergleicht es Röntgenbilder mit tausenden und abertausenden anderen Röntgenbildern in Sekunden – und damit schneller, als ein Mensch es könnte. Das Programm kann Muster (also Auffälligkeiten im Bild, die auf Krebs hinweisen) erkennen und mit dem aktuellen Röntgenbefund vergleichen. Wenn etwas gefunden wird, erhält der Arzt den entsprechenden Hinweis. In diesem Falle arbeiten künstliche Intelligenz und Mensch gemeinsam. Am Ende steht hier aber die Kontrolle durch den Menschen.

Es handelt sich bei diesem Beispiel, wie auch bei Spracherkennungs-Software, den meisten Gegnern in Computerspielen, autonomen Fahrzeugen und vielen weiteren Anwendungen, um sogenannte schwache künstliche Intelligenz. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie zwar autonom handeln und Probleme bearbeiten sowie auf Veränderungen reagieren kann. Jedoch ist diese schwache KI nicht mit einem Bewusstsein ausgestattet und kann auch nicht über die ihr einprogrammierten Grenzen hinaus handeln. Lernfähig kann sie innerhalb ihres Aufgabenfeldes dennoch sein.

Die Chancen der KI sind schnell benannt: Insbesondere beim Arbeiten mit großen Datenmengen sind Computer schneller als Menschen und können beispielsweise Muster erkennen, bestimmte Daten extrahieren oder einfach dabei helfen, das gewünschte Ergebnis zu finden – wie etwa bei Online-Suchmaschinen wie Google. Im Alltag sind vor allem medizinische Anwendungen, Sprachassistenten und Suchmaschinen interessant.

Es ist nicht auszuschließen, dass KI in bestimmten Bereichen – insbesondere dort, wo Tätigkeiten durch Automatisierung völlig ersetzt werden können – Arbeitsplätze ersetzt. Jedoch ist KI in den allermeisten Fällen ein Werkzeug, dass vielmehr dabei hilft, die Qualität zu verbessern und ganz neue Aufgabenfelder schafft.

Smartphone analysiert Tomate

Risiken einer möglichen starken KI

Auf der anderen Seite steht die vermeintlich begründete Angst vor superintelligenten Maschinen und Robotern, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln und sich am Ende gar noch gegen den Menschen erheben.

Hierfür müsste eine sogenannte starke künstliche Intelligenz allerdings so etwas wie Empathie und Emotionen spüren oder wenigstens imitieren können. Dies scheitert daran, dass diese Empfindungen nicht unbedingt rational und bewusst durchs Denken gesteuert werden. Sie folgen keinem Muster, das man einfach programmieren könnte. Was KI allerdings erlernen kann, ist das richtige Reagieren auf Signale. So kann einem Roboter beispielsweise durch das Einprägen verschiedener Gesichtsausdrücke (Ärger, Erstaunen, Freude etc.) beigebracht werden, entsprechend zu reagieren. Dies hat aber nichts mit emotionaler Intelligenz zu tun, sondern lediglich mit Mustererkennung.

Das Bewusstsein des Menschen zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns als in der Umwelt befindlich wahrnehmen können. Wir trennen bewusst zwischen uns, anderen und der Umgebung. Wir wissen darum, dass wir Individuen sind.

Bei KI ist dies bisher nicht gelungen. Zwar können Roboter scheinbar auf Menschen zugehen und mit ihnen interagieren. Aber letzten Endes sind sie einfach nur darauf programmiert, genau dies zu tun. Haben sie keine Reize mehr (wie etwa andere Menschen in der Umgebung) tun sie auch einfach nichts mehr.

KI wird also wohl nicht in naher Zukunft die Herrschaft an sich reißen. Es ist zu bezweifeln, dass sie das überhaupt je tun wird. Aber künstliche Intelligenz wird weiterhin in den Alltag einziehen – in unsere Smartphones, beim Arzt, in der Industrie, im Internet und überall dort, wo sie nützlich sein könnte.

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