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Woher kommt der Weihnachtsmann?

Natürlich vom Nordpol, das wissen wir doch alle – oder?

Der historische Nikolaus

Besonders die europäischen Volkslegenden um den heiligen Nikolaus haben das Bild des Weihnachtsmannes geprägt, auch wenn er mit der historischen Figur nicht gleichzusetzen ist. Der historische St. Nikolaus war Bischof und lebte im 4. Jahrhundert n. Chr. in der griechischen Stadt Myra, die heute Demre heißt und in der Türkei liegt. Bereits seit dem Mittelalter war der heilige St. Nikolaus eine der beliebtesten christlichen Heilsfiguren, symbolisiert er doch das Motiv des Schenkens. Um ihn ranken sich zahlreiche Legenden. Eine der wichtigsten ist wohl die der gespendeten Mitgift. Sie handelt von einem Nachbarn von Nikolaus, der seine beiden Töchter aus der Not heraus in die Prostitution schicken wollte. Der Legende nach war Nikolaus ganz entsetzt über diese Sünde, band einen Klumpen Gold in ein Tuch und warf es in der Nacht in das Fenster der Familie und bewahrte somit die Töchter vor der Prostitution.

Nikolaus war jedoch nicht nur ein großzügiger Geber, sondern ebenso ein Beschützer, besonders auch der Kinder. Weil er an einem 6. Dezember verstarb, wurde dieses Datum zu seinem Gedenktag gemacht. Bereits seit dem Mittelalter werden Kinder am Vorabend beschenkt. Einen großen Einfluss auf das Entstehen der heute bekannten Vorstellung des Weihnachtsmanns hatte der Schriftsteller August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der 1835 das „Lied Morgen kommt der Weihnachtsmann“ schrieb.

Der Weihnachtsmann in anderen Ländern

Ganz ähnlich wie bei uns in Deutschland, wird der Nikolaustag in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz gefeiert. In Bayern und Österreich hat er Schreckgestalten als „Gegenspieler“, die wohl von den winteraustreibenden Perchten (keltischen Ursprungs) inspiriertem Krampusse. In vollständig traditioneller Version treten diese mit einem Pferdefuß und zwei Hörnern auf, mit einer Reisigrute (die vielfach, auch spielerisch, benutzt wird) und über dem Teufelsschwanz einer auf den Rücken geschnallten Holzbutte, in der angeblich die „schlimmen“ Kinder abtransportiert werden.

Skandinavien

Im nördlichen Europa existiert seit alters her eine Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterszeit vorbereitet. Die Rute galt dabei als Fruchtbarkeitssymbol, die Nüsse als gehaltvolle und haltbare Nahrung. Dieser bärtige alte Mann war in einen langen braunen Winterpelz mit Kapuze gekleidet und fuhr auf einem Rentierschlitten, sein Wohnort ist Lappland. Man geht davon aus, dass hier noch Elemente des nordischen Gottes Odin sowie des Gottes Balder enthalten waren.

Russland

Die russische Variante des Weihnachtsmanns ist die Kunstfigur Ded Moros, deutsch: „Väterchen Frost“, oder wörtlich übersetzt „Großvater Frost“. Er trägt ein blau-weißes Kostüm, was für Frost und Kälte steht. An seiner Seite ist immer ein kleines Mädchen, die Enkelin des Ded Moros, die „Snegurotschka“ (Schneeflöckchen) genannt wird.

USA

Europäische Auswanderer brachten den Sankt-Nikolaus-Brauch mit in die USA. Insbesondere in den niederländischen Kolonien wurde das „Sinterklaasfeest“ gefeiert, zumal Sankt Nikolaus auch der Schutzpatron von Nieuw Amsterdam, dem späteren New York, war. Aus dem holländischen Sint Nicolaas oder Sinterklaas wurde der englische Saint Nicholas oder Santa Claus.

Der heutige populäre Mythos des Weihnachtsmanns, der mit einem von Rentieren gezogenen fliegenden Schlitten reist, nachts durch den Kamin in die Häuser steigt und dort die Geschenke verteilt, geht zurück auf das 1823 anonym veröffentlichte Gedicht „The Night before Christmas“ zurück. Früher wurde es meist Clement Clarke Moore zugeschrieben, heute gelegentlich Major Henry Livingston Jr., aber auch diese Zuschreibung ist nicht völlig gesichert. Der Autor nennt in dem Gedicht auch die Namen seiner Rentiere: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner und Blitzen. Rudolph kam erst 1939 durch ein Gedicht von Robert L. May dazu, das die Vorlage für das Weihnachtslied „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ von Johnny Marks lieferte.

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Themen > Leben > Weihnachten 2018 > Woher kommt der Weihnachtsmann?