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Wenn nachts der Wadenkrampf lauert

Im Laufe seines Lebens macht so gut wie jeder mal mit ihm Bekanntschaft: dem Wadenkrampf. Oft als Lappalie abgetan, ist insbesondere der nächtliche Wadenkrampf aber ganz und gar nicht harmlos. Ohne Vorwarnung reißt er Betroffene wiederholt aus dem Schlaf. Was folgt sind minutenlange Schmerzen, schlaflose Nächte und eine oft vergebliche Suche nach den Ursachen.

Der nächtliche Wadenkrampf raubt deutschlandweit ca. 2,8 Millionen Menschen den Schlaf.1 Dabei ist er auch noch ziemlich hartnäckig: Ursachenforschung und Behandlungsversuche, wie Dehnübungen und die Einnahme von Magnesium, bleiben oft erfolglos – was die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Betroffenen mit der Zeit verstärkt. Die Schmerzen sind extrem und mehr als die Hälfte der Betroffenen wird sogar mehrmals im Monat brutal von ihnen geweckt.1

Nächtliche Wadenkrämpfe sind ein großes Problem, denn langfristig verursachen sie chronische Müdigkeit. An Durchschlafen ist nicht mehr zu denken und die Angst vor weiteren Episoden macht das Einschlafen wortwörtlich zum Krampf – ein Teufelskreis.

Horrorszenario Wadenkrampf – wenn die Muskeln verrückt spielen

Für die Steuerung der Muskelfunktion sendet das Gehirn über fein verästelte Nervenbahnen Reize an die Muskeln. Diese ziehen sich zusammen, sodass wir die gewünschte Bewegung ausführen können. Daraufhin tritt eine Entspannung des Muskels ein – im Normalfall. Bei einem Krampf zieht sich eine Muskelgruppe plötzlich und unwillkürlich zusammen. Statt sich sofort wieder zu entspannen, bleibt sie zusammengezogen und verhärtet sich. Das verursacht starke Schmerzen und ist bei nächtlich auftretenden Krämpfen besonders belastend.

Der Wadenkrampf und seine Ursachen – eine Odyssee

Ein Grund für Wadenkrämpfe kann Magnesiummangel sein. Allerdings wiesen gemäß einer Untersuchung lediglich rund 10 % der erwachsenen Bevölkerung eine geringe Magnesiumkonzentration auf, die auf einen erheblichen Magnesiummangel schließen lässt.2 Damit spielt Magnesiummangel als Ursache für Wadenkrämpfe eine untergeordnete Rolle.

Denn oft sind die auftretenden Wadenkrämpfe „idiopathisch“, also ohne erkennbare Ursache – zum Leidwesen der Betroffenen. Für sie bedeutet das ein ungewisses und frustrierendes Ratespiel nach den Auslösern.

Dem Alptraum ein Ende setzen – gute Nacht, Wadenkrampf!

Moderate Dehnübungen, Physiotherapie und die Einnahme von Magnesium können helfen, wiederkehrende Wadenkrämpfe zu vermeiden. Erweisen sich diese als erfolglos oder nicht ausreichend, ist es wichtig, frühzeitlich ärztlichen Rat einzuholen. Generell empfiehlt sich bei Wadenkrämpfen der Gang zum Arzt: Denn dieser kann den Ursachen durch spezielle Untersuchungen systematisch auf den Grund gehen und Betroffenen einen langen Leidensweg ersparen. Bei fehlendem Befund kann eine ärztliche Behandlung mit ursachenunabhängigen Therapiemöglichkeiten effektiv Abhilfe schaffen.

Näheres zu nächtlichen Wadenkrämpfen und Tipps für Betroffene unter www.gute-nacht-wadenkrampf.de

1 Data on File: GfK in Zusammenarbeit mit Klosterfrau: Nächtliche Wadenkrämpfe in Deutschland; Oktober 2017.
2 Kohlmeier, M. et al.: In Kübler et al.: Vera-Schriftenreihe, Band V, Wiss. Fachverlag Dr. Fleck, 1995.

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