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Plötzlich allein: Wenn der Partner stirbt

Jeder Mensch weiß, dass der Tod ein reales Ereignis im Leben aller Menschen ist. Ungewiss ist nur, wann und wie er uns ereilt. Für ältere Menschen ist sowohl der eigene Tod, als auch der Verlust eines geliebten Partners angstbesetzt. Er stellt einen der gravierendsten Einschnitte dar, die uns betreffen können.

Frau tröstet einen weinenden Mann

Vorbereitet zu sein, hilft

Der Tod eines geliebten Partners trifft Menschen oft zu einem überraschenden Zeitpunkt. Selbst wenn er wegen einer schweren Erkrankung oder hohen Alters absehbarer wird, kennen wir den Zeitpunkt seines Eintretens nicht. Es ist daher wichtig, zeitig alle Vorkehrungen zu treffen. Der zurückbleibende Partner sollte damit nicht belastet werden.

Über den eigenen oder den Tod des anderen zu sprechen, ist wichtig. Es ist außerdem wichtig, sich lebenslang um ein soziales Netz zu bemühen. Bekannte können einen auffangen und unterstützen. Nach dem Tod des vertrauten Partners vereinsamen viele Menschen. Familiäre Bindungen sind heute weniger eng. Kinder und Enkel leben oft ihr eigenes Leben. Nachbarn und Freude nehmen manchmal ihre Rolle ein. Doch niemand möchte anderen im Alter zur Last fallen.

Ob ein Pflegedienst einen Teil der anfallenden Betreuung übernehmen kann, ist auch eine Frage des Geldes. Das Thema Altersarmut ist ein gesellschaftliches Tabu. Doch altersbedingte Armut und Einsamkeit bedeuten, bereits im letzten Drittel des Lebens ausgegrenzt zu werden.

Das Altern ist kein Zuckerschlecken

Der Tod schafft endgültige Klarheiten. Zuvor erhalten Krankheiten und höhere Verletzungsrisiken eine zunehmende Bedeutung. Jeder muss sich dem Altern stellen, ob er will oder nicht. Der eigene Tod ist meist nicht der schlimmste Schlag, der uns treffen kann. Die Hoffnung, vor dem vertrauten Partner zu sterben, erfüllt sich oftmals nicht.

Frau steht traurig bei ihrem Mann am Bett

Daher ist es umso wichtiger, dass jeder die Realität des Todes anerkennt. Ältere Paare sollten sich durch offene Gespräche mit diesem Thema befassen. Wer zeitig Patientenverfügungen und Vollmachten erstellt, entlastet alle Hinterbliebenen. Den Partner finanziell abzusichern, sollte ein wichtiges Bestreben sein. Er sollte möglichst in der vertrauten Umgebung bleiben können.

Jedes ernste Thema verliert seinen Schrecken, wenn man darüber spricht. Wer im Ernstfall gut vorbereitet ist, kann nach einer unterschiedlich langen Trauerphase dem Leben wieder entgegen gehen. Er bekommt irgendwann wieder Boden unter die Füße. Es hilft, sich nicht zu symbiotisch an einen Lebenspartner zu binden, sondern jedem seine Eigenständigkeit zu lassen.

Depressionen und Ängste sollten behandelt werden. Sich zu verkriechen, ist keine Lösung. Besser ist es, sich noch in der Trauerphase in einem Verein zu engagieren, sich Begleitung für Spaziergänge zu suchen und einem Kreis gleichaltriger Menschen anzuschließen.

Der Verstorbene fehlt...

Für viele alte Menschen ist es schwer, einen Lebensgefährten loszulassen. Alles erinnert an ihn. Es tut gut, wenn andere Menschen da sind, die dem Betroffenen über die ersten Wochen hinweghelfen. Jeder benötigt seine eigene Zeit, um den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Wann es Zeit ist, die Kleiderschränke leer zu räumen, entscheidet jeder für sich. Manche Menschen fühlen sich besser, wenn es sofort geschieht. Andere benötigen mehr Zeit.

Frau schaut auf leeren Stuhl

Wichtig ist, gefühlsmäßig nicht zu klammern. Es tut gut, den Verstorbenen jeden Tag ein kleines Stückchen loszulassen. Wir alle sind nur Durchreisende in dieser Welt. Beim Loslassen helfen Rituale, Gebete oder Gespräche mit anderen Betroffenen, die dasselbe bereits erlebt haben. Oftmals suchen sich alte Menschen nach der Trauerphase einen neuen Partner mit ähnlichen Interessen. Solche Beziehungen bleiben häufig kameradschaftlich.

Gemeinsame Reisen, Spieleabende, Spaziergänge oder der Besuch kultureller Veranstaltungen bringen frischen Wind ins Leben. Auch ein Hund kann ein Lebensgefährte werden, der Freude ins Leben bringt. Im Unterschied zu einer Katze können Einsame mit ihrem Hund spazieren gehen. Hundebesitzer kommen schnell miteinander ins Gespräch. Tiere stellen eine Aufgabe dar. Sie bringen einen Hinterbliebenen dazu, sich wieder dem Leben zu öffnen.

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