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Shopping (deitsch-einkaufen)

Liebe Fa-ler!
Ich fand in meinem Ordner eine Erzählung von Heinz, er war ein ganz lieber Mailfreund von mir und hat mir viele gute Ratschläge gegeben, wie ich meinem PC
auf die Schliche kommen kann. Leider ist er verstorben, das tut immer weh, wenn ein lieber Freund uns verlässt.
Das Bild ist von Paul Ernest gezeichnet, den Lehrer Lämpel werden wir bei der Einkaufstour wohl brauchen!

Wir alle freuen uns, dass der Frühling doch kommt. Mit dem Frühling hadern aber auch die Gedanken über die bevorstehende Arbeit, wo anfangen? Zudem ja auch einige Wetterschäden dazu kommen. _ Ich mache deshalb meine Schuhgalerie auf und die Burschen schauten mich alle an. Der Jüngste ist erst 30 Jahre alt, alle wollen aber auch hinaus, frische Luft schnappen. Ich mache sachte die Tür zu, habe da anderes im Sinn und rufe Erna, meine Frau. Trage ihr vor, dass ich neue Arbeitsschuhe brauche. Was da kam, ist kaum nieder zu schreiben, ein Bienenkorb ist dagegen ein Flüstern. Was willst Du? Arbeiten? Du mit deinen 81 Jahren willst noch arbeiten?
Ich musste schnell reagieren: "Wer hat von Arbeit gesprochen? Ich will mich ja nur etwas beschäftigen!"
Es heißt nun mal <b<Arbeitsschuhe, aber die arbeiten doch nicht.Übrigens allein von meinen morgendlichen Runden drehen und über Tag mit Emmy und Erna aus Graz Mails versenden (deitsch - Post),
damit bleibe ich ja auch nicht fit, die Wartezeit bis Günter Erna die Stange hält, muss ich auch noch abziehen.
"Ist gut", sagt Erna, meine Frau, "beschäftigen ja, dabei bleibt es aber!. Morgen beizeit fahren wir nach Klagenfurt (liegt bei Krumpendorf) und werden dir Arbeitsschuhe kaufen".
Das war ein Wort!
Gesagt, getan, am nächsten Morgen fahren wir los. Parkplatz suchen und dann mit einem Schüttelbus ins Zentrum. Bei Schuh Heinrich kehren wir ein. Schuhe an Mass. Ausgerechnet Schuhe, die mir passen würden, sind braun. Also braune Arbeitsschuhe habe ich noch nie gehabt. Wir ziehen weiter zu Schu Erika (bekannt mit meiner Frau), ebenso viele Auswahl, Preise rauf und runter, dieses Mal hat aber Erna überall was auszusetzen. Warum wohl? Nun, ab durch die Mitte, aber halt, an der Kasse zahlt Erna ein Päckchen! Draußen frage ich: "Was hast Du gekauft?" "Heinz", sagte sie, "da waren so schöne Pumps, die zu meinem neuen Kleid passen, da musste ich zu greifen!" Alles klar für mich.
Da kamen wir zum Schuhandel Josef, es gab eine große Auswahl preisgünstiger Arbeitsschuhe, die passen auch und sind obendrauf sehr preiswert, Euro 21,99. Erna meint: "Das sind ja Slipper!"
(deitsch- Schuhe, wo man sich ohne zu bücken und schlürfen kann, also Schlupfschuhe). Ab die Post,vor Zorn, was sehe ich, an der Kasse zahlt Erna schon wieder ein Päckchen. Aha, sie hat heimlich für mich Schuhe gekauft. Denkste!
Draussen berichtete mir Erna, an den Riemchenschuhen konnte sie nicht vorbei gehen, die sind für den Sommer.
Aber ich brauch dafür keine mehr. Im Stillen habe ich schon meinen Schuhen Abschied genommen.

Weiter vorne ist der Baumeier, da kehre ich ein, brauche einen Hammer und Holzschrauben. Hammer hatten wir gleich. "Holzschrauben 4 x 55 1 Päckchen", sage ich zu dem Verkäufer. "Mit Schlitz oder Thorks", fragte er. Ich muss geschaut haben, wie ein Auto. "Ich gebe Ihnen Thorks, die passen bestimmt", sagte er. Dann bezhalten wir bei der Kasse. Ich meinte zur Kassadame, sie sollen den Verkäufern sagen, die sollen deutsch oder slowenisch sprechen, deutsch verstehe ich und <b<slowenisch meine Frau.
Nicht weit weg war eine Haltestelle von einem Schüttelbus (kostenlose Fahrt), der brachte uns zu unserem Parkplatz. Ich habe mich da gleich verdünnisiert. Da steht nämlich so ein Blechtrottel, der anzeigte, was du für die Parkgebühr berappen musst. Erna schiebt den Geldschein in den Schlitz und unterhalb fällt das Wechselgeld in eine Schale. Stimmt alles. Danke sagte dieser Blechtrottel auch nicht. Dasselbe mit der Schranke, hebt sich, lässt uns raus und schließt sofort wieder.
Da kommen die Gedanken über das Alter
Früher ......zählt nicht mehr!!!

Da uns der Hunger plagte, suchten wir uns ein Kaufhaus und gingen essen, Frankfurter mit Gulaschsouce und ein kleines Getränk. Die Leute haben da drinnen so geschrieen! "Das wäre eine normale Unterhaltung", sagte man mir. Ich machte mich bei Erna irgendwie verständlich, dass wir gehen.
Draussen vor der Tür fragte mich Erna: "Du wolltest mir was sagen, aber es war so laut, da habe ich nichts verstanden".
Ich verstehe jetzt noch nichts!

Zu Hause angekommen, hatte meine Frau zwei Paar Schuhe, und ich einen Hammer und Schrauben.
Ach Schrauben?
Da kommt mein Enkel Anton, er ist schon 10 Jahre alt, den frage ich: "Was sind Thorksschrauben?" Er schaut mich von oben nach unten an: "Aber Opa,
das sind Schrauben mit einem Kreuzverschluss, damit kann man diese besser einschrauben!"
Warum sagt man das nicht auf deitsch? "Auf deitsch ist das doch nicht geil", meint der Enkel.
Ich schluckte.

Also vor 50 Jahren, wenn da die Mädchen hinter verdeckter Hand so über dich gesprochen haben, Mann oh Mann da ist der Brustkasten fast geplatzt!
Anton sagte mir dann noch leise: "Opa, es ist besser, wenn du noch englisch lernst, da kommst du besser mit!"
Ich konnte ihm nicht widersprechen, denn ich brauche ihn ja ab und zu.
Wenn ich an meinem PC nicht mehr weiter komme, frage ich Anton, ob er mir bei einem Problem helfen kann. Er kommt, setzt sich vor den PC, macht mir seinen Fingern 3 bis 4 schnelle Griffe, steht auf und geht. Ruft noch: Alles klar?.
Ich stehe da und bin so gescheit wie vorher!


Das war meine Shoppingtour für Arbeitsschuhe kaufen.
Heinz

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