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Polycythaemia vera (PV)

Was ist Polycythaemia vera?

Die Polycythaemia vera ist eine seltene Erkrankung, bei der im Knochenmark zu viele Blutzellen gebildet werden. Diese Überproduktion von Blutzellen trifft vor allem die roten Blutkörperchen und lässt das Blut dickflüssiger werden. Dies kann mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombosen oder eine Lungenembolie einhergehen.

Verlauf und Symptome

Der Verlauf der Polycythaemia vera ist immer individuell. Dennoch gibt es bei der Entwicklung der Erkrankung eine allgemeine Tendenz des Verlaufs – in zwei zeitlichen Phasen.

Die erste Phase der Erkrankung kann bis zu 20 Jahre dauern. Heftiger Juckreiz und starke Müdigkeit mit Verlust der Leistungsfähigkeit zählen zu den häufigsten Beschwerden.

In der Spätphase der Erkrankung wird aus der Blutzellen-Überproduktion eine Unterproduktion: Das Knochenmark verfasert und kann immer weniger neue Blutzellen bilden; die Anfälligkeit für Infekte und die Blutungsneigung nehmen zu. Weil auch die roten Blutkörperchen immer weniger werden, kann es zur Blutarmut (Anämie) kommen, wodurch die Leistungsfähigkeit abnehmen kann.

In dieser Phase übernehmen Leber und Milz dann die Funktion der Blutzellenbildung. Vor allem die Milz kann dadurch größer werden, was zu Schmerzen im Oberbauch oder einem frühen Sättigungsgefühl führen kann.

Für die richtige Behandlung einer PV-Erkrankung ist es wichtig, die Symptome zu kennen. Das Video zeigt, auf welche Symptome Du achten solltest.

Therapie

Je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, können verschiedene Methoden und Medikamente angewendet werden, um die Anzahl der Blutzellen zu reduzieren und die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern.

Aderlass ist das erste Mittel, um den Anteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), unter 45% zu halten. So wird das Blut dünnflüssiger und das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln und von Komplikationen sinkt. Zusätzlich kann der Arzt eine medikamentöse Behandlung mit Acetylsalicylsäure (kurz ASS) verordnen, um so eine Verklumpung von Blutplättchen zu verhindern.

Bei einem erhöhten Risiko für Komplikationen stehen Ärzten, zusätzlich zum Aderlass, weitere medikamentöse Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Krankheitsbild der PV sowie Therapiemöglichkeiten und Material zum Download findest Du hier.

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