Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Myelofibrose (MF)

Was ist Myelofibrose?

Myelofibrose ist eine chronische Erkrankung des Knochenmarks. Dabei wird das blutbildende Knochenmark (lat. Myelo) durch Bindegewebe ersetzt und verfasert (lat. Fibrose). Die Verfaserung schreitet immer weiter voran. Verbunden ist dies mit einer Veränderung der Zahl der Blutzellen: Zuerst werden zu viele produziert, später mit zunehmender Verfaserung immer weniger.

Pro Jahr erkrankt etwa einer von 100.000 Menschen an der Veränderung des Knochenmarks. Im Durchschnitt wird die Myelofibrose in einem Alter von 65 Jahren diagnostiziert. Insgesamt sind etwa 90 Prozent der Erkrankten älter als 46 Jahre. Männer sind mit etwa 65 % häufiger betroffen als Frauen.

Symptome und Verlauf

Der klinische Verlauf einer Myelofibrose ist sehr heterogen. Oft stellen Ärzte eine Myelofibrose erst dann fest, wenn die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten ist. Das liegt daran, dass in der Anfangsphase meist gar keine Symptome auftreten.

Häufige Blutungen, wie Nasenbluten oder Blutarmut (Anämie) können auf eine Myelofibrose hinweisen. Die Symptome können die Lebensqualität sehr beeinträchtigen, weil sie die körperliche Leistungsfähigkeit und damit auch die Arbeitsfähigkeit mehr oder weniger stark einschränken. Sie treten jedoch nicht bei jedem Patienten auf und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Viele Betroffene berichten von chronischer Müdigkeit und Nachtschweiß. In späteren Jahren der Erkrankung klagen viele Patienten vermehrt über ein frühes Sättigungsgefühl sowie Bauch- und Knochenschmerzen. All diese Symptome sind krankheitsbedingt und können behandelt werden. (Bildquelle: DDB Health GmbH)

Bei Verdacht auf eine Myelofibrose im Rahmen einer körperlichen Untersuchung, können unterschiedliche Faktoren überprüft werden. Schmerzen im Oberbauch oder ein frühes Sättigungsgefühl können beispielsweise auf eine vergrößerte Milz deuten. Denn die Milz und die Leber übernehmen bei einer Anämie häufig die Funktion der fehlenden Blutzellen, wodurch sie größer werden.

Therapie

Je nach individuellem Risikoscore und der Ausprägung der Erkrankung wird der Arzt gezielte Maßnahmen ergreifen. Es geht je nach individuellem Bedarf darum, eine beschwerdefreie Erkrankung zu überwachen (Watch & Wait) und Symptome medikamentös zu lindern bzw. bei besonderen Problemen spezifisch zu behandeln (übermäßige Blutzellenproduktion, Blutarmut, Blutplättchenmangel). Bei hohem Risiko und ungünstiger Prognose kann eine kurative (heilende) Behandlung mit einer Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden.

Weitere Informationen zum Krankheitsbild der MF sowie Therapiemöglichkeiten und Material zum Download findest Du hier.

Themen > Gesundheit > Seltene Bluterkrankungen > Myelofibrose (MF)