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Selen – lebenswichtiges Spurenelement

Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das wir täglich über die Nahrung aufnehmen müssen. Allerdings sind die Böden hierzulande so selenarm, dass wir unseren Bedarf mit unseren Ernährungsgewohnheiten nicht immer decken können. Die durchschnittliche Selenaufnahme liegt in Deutschland meist deutlich unter den Empfehlungen der Ernährungswissenschaftler. Deshalb kann eine gezielte Selenzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel in vielen Fällen auch Sinn machen.

Selenhaltige Enzyme sind eine wichtige Komponente des körpereigenen Abwehrsystems gegen freie Radikale.

Ohne ausreichende Selenzufuhr können diese Enzyme ihre Funktion nicht erfüllen – ein eingeschränkter oxidativer Schutz könnte die Folge sein. Besonders hohe Mengen der antioxidativen Selenenzyme finden sich in der Schilddrüse. Dort schützen sie das empfindliche Drüsengewebe vor dem Angriff freier Radikale, die bei der Hormonproduktion entstehen. Auch Blut, Muskeln, Hoden, Leber und das Immunsystem benötigen das seltene Spurenelement, um richtig arbeiten zu können.

Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Selenzufuhr von 70 Mikrogramm

Der Bedarf an Selen lässt sich nicht immer alleine durch die Nahrung kaum decken. Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Selenzufuhr von 70 Mikrogramm – die tatsächlich aufgenommene Menge liegt aber durchschnittlich nur bei 30 Mikrogramm für Frauen und 42 Mikrogramm für Männer. Hauptgrund dafür ist die Selenarmut der Böden in Deutschland. In der Viehzucht wird das zum Teil durch Selenzusätze in Futtermitteln ausgeglichen. Getreide, Obst und Gemüse enthalten in Europa dagegen meist nur sehr wenig Selen. Deshalb leiden vor allem Vegetarier und Veganer häufig an einem Selenmangel. Auch stillende Frauen, Diabetiker, Alkoholiker und Patienten mit Essstörungen oder chronisch--entzündlichen Darmerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko eines Selendefizits. Anhaltende psychische und physische Belastungen, hohe Anforderungen an das Immunsystem sowie bestimmte Medikamente erhöhen ebenfalls den Selenbedarf des Körpers.

Bemerkbar macht sich eine Unterversorgung mit Selen in den meisten Fällen nur durch recht uncharakteristische Symptome.

Mögliche Anzeichen sind beispielsweise Müdigkeit, Haarausfall, schuppige Haut, Leberfunktionsstörungen, Muskelschwäche oder eine verringerte Spermaqualität. Die Funktion der Schilddrüse und des Immunsystems wird eingeschränkt. Ein langfristiger schwerer Selenmangel, wie er früher in einigen extrem selenarmen Gegenden Chinas vorkam, führt zur Keshan-Krankheit, einer Herzmuskelerkrankung.