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Mit Autogenem Training Schmerzen behandeln

Autogenes Training ist ein Verfahren zur Tiefenentspannung. Ziel ist es, mithilfe von Selbst-Suggestionen den Körper zu entspannen und die Psyche zu befreien. Während der Tiefenentspannung ist das parasympathische Nervensystem aktiv, das auch für die Regeneration des Körpers eine große Bedeutung hat.

Frau sitzend auf einer Yogamatte

Für wen ist Autogenes Training geeignet?

Autogenes Training lässt sich in vielen Bereichen anwenden. Bei regelmäßiger Durchführung kann es dazu beitragen, Schmerzen zu verringern. Die Tiefenentspannung ist dabei jedoch keine vollständige Alternative zu herkömmlichen Behandlungen: Vielmehr repräsentiert sie eine Ergänzung.

Die positiven Effekte von Autogenem Training konnten in verschiedenen Studien belegt werden. Es sorgt nicht nur für eine Entspannung der Muskeln, sondern fördert auch die Durchblutung sowie die Aktivität des Lymphsystems. Insbesondere Hände und Füße können sich dadurch während der Entspannung angenehm erwärmen.

Autogenes Training kann bei verschiedenen Schmerzen als Behandlungsergänzung zum Einsatz kommen. Rücken-, Gelenk- und allgemeine Muskelschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen, warum sich Menschen für das Entspannungsverfahren entscheiden. Auch bei Kopf und Nackenschmerzen führt das Autogene Training in vielen Fällen zu positiven Ergebnissen.

Während einer akuten Migräneattacke ist jedoch jede Form von Tiefenentspannung nicht zu empfehlen. Das gilt auch für andere Verfahren wie die Progressive Muskelrelaxation. Darüber hinaus gibt es verschiedene andere Kontraindikationen wie Psychosen und manischen Episoden.

Autogenes Training lernen

Frau macht Übungen auf einer Yogamatte

Autogenes Training kann mithilfe von Büchern gelernt werden. Im Internet befinden sich auch zahlreiche Audio-Anleitungen. Darüber hinaus lässt sich Autogenes Training in Kursen lernen – die Kosten übernimmt in Deutschland zum Teil die Krankenkasse. Voraussetzung dafür ist, dass der Kursleiter über eine anerkannte Qualifikation nach §20 Abs. 1 und 2 SGB V verfügt.

Ein Kurs findet in der Regel in Gruppen statt, die häufig sechs bis zwölf Teilnehmer umfassen. Einzelstunden sind oft ebenfalls möglich – üblicherweise fallen dabei jedoch höhere Kosten an.

Autogenes Training wird oft von Fachleuten aus dem psychosozialen Bereich vermittelt, darunter Psychologen und Psychotherapeuten. Darüber hinaus bieten einige Physiotherapeuten und andere ebenfalls das Entspannungsverfahren an. Heilpraktiker, psychologische Berater und Coachs lehren Autogenes Training zum Teil auch ohne Kassenzulassung.

Die Qualifikation des Kursleiters ist in jedem Fall zu beachten. Günstig ist eine passende Grundausbildung (z. B. das Studium der Psychologie oder eine therapeutische Ausbildung) in Kombination mit einer speziellen Zusatzausbildung für Autogenes Training.

Wie lässt sich Autogenes Training praktisch anwenden?

Autogenes Training ist vor allem bei regelmäßiger Durchführung effektiv. Es kann täglich angewandt werden. Wer das Verfahren sicher beherrscht, benötigt nach der anfänglichen Lernphase keine Anleitung mehr und kann das Autogene Training eigenständig zu Hause durchführen.

Obwohl die Wirksamkeit von Tiefenentspannung gut belegt ist, sind realistische Erwartungen sehr wichtig: Autogenes Training ist kein Wundermittel und stellt lediglich eine Ergänzung zur klassischen Behandlung von Schmerzen dar.

Als Vorübung eignet sich eine kurze Entspannungsübung. Dazu ist ein ruhiger Raum und eine bequeme Unterlage (z. B. eine Yogamatte) notwendig. Nachdem eine bequeme Position im Liegen gefunden ist, richtet sich die Aufmerksamkeit erst auf die Atmung und beobachtet diese. Gedanken werden nicht festgehalten, aber auch nicht zwanghaft an den Rand gedrängt. Die Suggestion „Ich bin ganz ruhig“ steht dabei im Fokus des Bewusstseins. Während der Übung lassen sich oft bereits Veränderungen in Atmung und Muskelspannung beobachten. Abschließend rückt das Hier und Jetzt wieder in den Vordergrund – diese Rücknahme der Entspannung kann noch einmal einige Minuten dauern.

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