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Die Möglichkeiten der Heiß-Kalt-Therapie

Der menschliche Körper verfügt über viele nützliche und schützende Fähigkeiten. Eine davon ist die körpereigene Temperaturregulation. Diese ist ganz einfach erklärt: Steigt die Außentemperatur, so tut das auch die Körpertemperatur und umgekehrt.

Wärme und Kälte können den Körper aber auch zu seinen Gunsten beeinflussen und dadurch Beschwerden wie Schmerzen, Müdigkeit oder sogar Hautkrankheiten lindern, wenn nicht sogar heilen.

Heiß und Kalt bei Schmerzen

Dass das Kühlen einer Wunde oft Erleichterung verschafft, ist weitgehend bekannt. Bei manchen Arten von Schmerz hilft jedoch Wärme besser. Was ist bei der temperaturbasierten Schmerztherapie zu beachten? Grundsätzlich lässt sich festhalten: Wärmeanwendungen sind eher bei chronischen Schmerzen geeignet, während sich Kaltreize bei akuten Krankheitsprozessen oder Verletzungen empfehlen. Dabei ist das eigene Wohlbefinden zu beachten und zu berücksichtigen.

Was Wärme kann

Wärme mit Temperaturen ab 40 Grad Celsius auf der Haut löst einen Prozess aus, der Signalstoffe im Hirn blockiert. Der Schmerz wird quasi wie durch ein Medikament ausgeschalten. Die wohl gängigste Art der Wärmetherapie ist eine mit heißem Wasser befüllte Wärmflasche oder ein angewärmtes Kirschkernkissen. Besonders bei Bauch- oder Rückenschmerzen helfen diese, indem sie direkt oder eingewickelt in ein Tuch für bis zu zwei Stunden auf die schmerzende Stelle gelegt werden. Heilerden, Moor- und Fangopackungen speichern die Wärme länger. Dieses Prinzip wird oft für Umschläge oder Wärmepflaster genutzt, welche länger auf der Haut verbleiben, Besonders bei anhaltenden Gelenkschmerzen entfaltet sich dadurch eine angenehme Wirkung.

zwei Personen in der Sauna

Feuchte Wärme hat dabei einen stärkeren Effekt, als trockene. Blasenentzündungen, Verkrampfungen im Rücken oder in Muskeln und sogar Durchblutungsstörungen werden am besten mit warmen Bädern behandelt.

Regelmäßige Saunagänge stärken die Abwehrkräfte und bringen den Kreislauf in Schwung. Selbst die wärmende Strahlung der Sonnen hat eine wohltuende und stresslindernde Wirkung und beeinflusst den Zellstoffwechsel positiv.

Was Kälte kann

Frau mit Kühlpack auf dem Knie

Schwellungen, Beulen oder kleine Hämatome können wirksam durch Kühlen behandelt werden. Ob dafür ein herkömmlicher Eisbeutel, eine performantes Kühlgel oder ein Eisspray verwendet wird, spielt keine Rolle. Doch Kälte lindert nicht nur auf diesem Wege die Schmerzen. Immer häufiger kommen heutzutage Kältekammern zum Einsatz. Hier herrschen Temperaturen von bis zu -110 Grad Celsius. Nachweislich wirken minutenweise Aufenthalte in trockener Kälte heilsam auf Rheumaerkrankungen. Auch bei verschiedenen Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Neurodermitis konnten schon Besserungen beobachtet werden.

Frau geht in eine Kältekammer

Die Wirkung der Kälte erfolgt über die Rezeptoren auf der Haut. Es werden Impulse an das Gehirn gesandt, die für die Freisetzung von Endorphinen sorgen. Dadurch erfolgt eine rasche Linderung des Schmerzes und auch Entzündungen können gehemmt werden. Sportler, die den Besuch von Kältekammern in ihr Training integrieren, berichten über spürbare Kraft- und Leistungssteigerungen. Kalte Wickel verbinden über Verdunstung die Eigenschaften von Kälte und Feuchtigkeit und sind vor allem bei Fieber oder Sonnenbrand eine echte Wohltat.

Warm und Kalt im Wechsel

Die Mischung macht‘s - auch bei den Temperaturen. Bestes Beispiel dafür sind die Kneipp'schen Wechselduschen, die anregend auf den Kreislauf wirken. Die Kombination der heilenden Wirkung beider Temperaturen bietet bei richtiger Anwendung einen optimalen Schutz des Immunsystems und dient der allgemeinen Fitness.

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