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Unser Stammtisch am 10. September 2014 war wirklich etwas Besonderes. Einerseits waren wir glücklich, hinter die Kulissen des Ostseedrucks schauen zu dürfen. Andererseits überraschte uns die hohe Anzahl von Interessenten, die beim Besuch des Ostseedrucks dabei sein wollten. Mit 31 Teilnehmern wurde der bisherige Teilnahmerekord gebrochen. Wahnsinn!

So können wir ruhig weitermachen.

Es begrüßten uns 4 junge Leute, die sich als Azubis vorstellten und uns zunächst mit allgemeinen Informationen zur Ostseezeitung und dem Ostseedruck versorgten.

Die beiden Azubis, die uns meisterlich informierten
Die beiden Azubis, die uns meisterlich informierten
alles lauscht gespannt den Worten der jungen Leute
alles lauscht gespannt den Worten der jungen Leute

Die verkaufte Auflage der Ostseezeitung beträgt über 140.000 Exemplare und ist somit die auflagenstärkste Tageszeitung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist eine 100%-ige Tochter der Lübecker Nachrichten, die wiederum zu 100% zur Verlagsgesellschaft Madsack mit Sitz in Hannover gehört. Gedruckt wird im rheinischen Format welches bei aufgeklappter Doppelseite eine Breite von 70 cm ergibt.

Nach den allgemeinen Informationen ging es treppauf, treppab durch die Etagen des Hauses. Im Haus des Ostseedrucks ist auch eine Tochter der Ostseezeitung, die Nordbrief GmbH untergebracht. Unter der Dachmarke Nordbrief arbeiten die Zustellorganisationen der größten Tageszeitungen im Norden zusammen. Die Allianz zwischen den „Kieler Nachrichten“, dem SHZ (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag), der Schweriner Volkszeitung, der Ostsee-Zeitung und den Lübecker Nachrichten ermöglicht eine leistungsstarke Postdienstleistung aus einer Hand zu einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Sicher hat jeder schon mal Post durch Nordbrief zugestellt bekommen.

Setzkasten mit Druckbuchstaben, die früher von Hand zu Wörtern und Sätzen zusammengefügt wurden.
Setzkasten mit Druckbuchstaben, die früher von Hand zu Wörtern und Sätzen zusammengefügt wurden.

Zunächst besuchten wir ein kleines Museum des Ostseedrucks, wo wir ausführlich erfuhren, wie beschwerlich in vergangenen Zeiten das Erstellen der Druckmatrizen war, um dann zu einer Zeitung zu kommen. Ein Vorteil hatte dies allerdings, es wurde immer nochmal Korrektur gelesen, was man heutzutage trotz toller Rechtschreibprogramme manchmal sehr vermisst.

eine alte Druckmaschine
eine alte Druckmaschine

Danach besuchten wir dann die Redaktionsräume der Ostseezeitung. Andreas Ebel, Chefredakteur der Ostseezeitung begrüßte uns und erläuterte uns die Arbeitsweise der Redaktionen und wie die Artikel sich zu einer Zeitung zusammenfügen. Dazu stehen mehrere Monitore zur Übersicht zur Verfügung. Es kam die Frage, nach welchen Kriterien Leserbriefe zum Druck ausgewählt werden. Antwort: “Es gibt täglich über 40 Leserbriefe. Die Auswahl erfolgt nach Einmaligkeit. Sich wiederholende Themen werden dagegen häufig ausgeschlossen.“ Na wer das glaubt!?! Insgesamt war der Besuch der Redaktion unbefriedigend. Hier hätte sich mancher einen ruhigeren Rahmen als Basis für ernsthafte Diskussion gewünscht.

Chefredakteur Andreas Ebel stellt sich unseren Fragen
Chefredakteur Andreas Ebel stellt sich unseren Fragen

Nach der Redaktion ging es in den Papierkeller. Es gibt verschiedene Papier-Rollenbreiten die kleinste ist 70 cm breit (eine Doppelseite), die größte ist 2,10 m breit = 3 Doppelseiten. Eine Rolle der kleinsten Sorte (70cm) wiegt über 900kg und umfasst ca. 20km Papier. Am Tag werden ca. 6 Rollen verarbeitet.

schwere Papierrollen
schwere Papierrollen

Dann ging es zum Schichtleiter an den Druckmaschinen. Es stehen 2 Drucktürme, die über 3 Stockwerke gehen zur Verfügung. Damit sind in Rostock die größten Druckmaschinen Deutschlands vorhanden. Es wird in 2 Schichten von ca 09:00 Uhr bis zum frühen Morgen gearbeitet. Die Nachtschicht hat den größten Teil zu schaffen. Auch hier wieder Monitore über Monitore um den gesamten Lauf des Drucks zu überwachen.

der Schichtleiter vor seinen Monitoren
der Schichtleiter vor seinen Monitoren
eine der beiden Drucktürme (nur zum teil zu sehen)
eine der beiden Drucktürme (nur zum teil zu sehen)

Danach konnten wir den Zeitungslauf am Förderband verfolgen. Über dem Druckkeller werden den Zeitungen die entsprechenden Werbematerialien beigefügt. Sie werden regelrecht in die Zeitungen geschossen. Im Ostseedruck werden ausschließlich die Exemplare der Ostseezeitung gedruckt. Werbematerialien, Kalender usw. drucken fremde Druckereien.

Reklame bereit zum Einschießen in die Zeitung
Reklame bereit zum Einschießen in die Zeitung

Nach dem sehr informativen Rundgang, den uns die „Azubis“ in meisterlicher Qualität erläutert haben, gab es in der Kantine noch lecker Kuchen Kaffee für wenige Taler.

Es war ein sehr gelungener Nachmittag. Danke an Starri und seiner Frau für die Organisation. Das hat alle super geklappt und die Beteiligung war einsame Spitze.

leckeren Kuchen und Kaffee zum Abschluss
leckeren Kuchen und Kaffee zum Abschluss

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