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Die beiden Zeichnungen stammen von einem Maler Namens Dieter Pudig, der diese freundlichst, zur Veröffentlichung auf dieser Seite zur Verfügung gestellt hat.


Wandertour ins Pilzreich
Langsam wird es Herbst, die wenigen sonnigen Tage sollte man nutzen, im Freien noch etwas zu unternehmen.
Lange war ich nicht in dem Wald bei Fulgenkoppel, einem Landschaftsnaturschutzgebiet, das sich in der Nähe von Hanstort/Rethwisch befindet, gewesen.
Mich packte das Radelfieber!
Am 30.8.08 holte ich mein altes Rad aus dem Keller und am frühen Morgen ging es in Richtung Fulgenkoppel, das
zum Forstamt Bad Doberan gehört.
Von der Zetkinstraße über deren Bahndamm links am Karstenberg ging es, vorbei auch am Bahnhof Bad Doberan.
Dort auf dem neuen Radweg Richtung Schwaaner Straße in Richtung Hanstorf.
Ich wollte nach Pilzen gucken, denn es gab plötzlich die ersten Steinpilze im Cepeliner Gehölz, einem Wäldchen,
das sich ganz in der nähe meiner Wohngegend befindet.
Hanstorf hat sich in den letzten Jahren richtig gemausert.
Viele neue gepflegte Häuser sind entstanden.
Sicher wohnt es sich hier sehr angenehm, Bad Doberan ist für den, der ein fahrbares Untergestell hat, nur einen Katzensprung
entfernt und auch mit dem Rad kann man diesen Ort gut erreichen.
Dazu die Natur pur in der nächsten Umgebung und die frische Landluft!
Es ging einen Weg ,der von Weiden umsäumt wird ,den manche Autofahrer als Rennstrecke ansehen, entlang.
Die Weiden mit ihren eigenartigen Formen zu sehen, war sehenswert.
Dazu die Ebereschen mit ihren roten Beeren, einfach zauberhaft!
Der angestrebte Wald war ganz in der Nähe und erste Sonnenstrahlen empfingen die Radlerin.
Ich war nicht die Erste, die auf Pilzpirsch, gehen wollte.
Viele Menschen ,die nur am Wochenende Zeit haben, zog es ebenfalls hierher.
Ich traf eine Frau mit vollem Pilzkorb, die meinte, es gäbe nichts mehr zu finden, na davon war ich aber nicht überzeugt!
Man findet trotzdem immer etwas!
Nun ging es schnurstracks zu meinen Ecken, die aber teilweise schon abgegrast waren, macht nix, die ersten
Pfifferlinge lugten aus dem Moos hervor, das war ja ein guter Anfang!
In einem Gebüsch das inzwischen schon mal ausgeforstet wurde, da gab es für mich die Entdeckung des Tages!
Am Wege davor ging gerade eine Sucherin vorbei, in einer hellen Jacke, die aber zum Waldwandern ungeeignet ist, aber
jeder hat eben seine eigene Vorstellung, das ,.was man sich dazu überzieht!
Sie guckte zwar ein bisschen ins Gebüsch, aber---
Und, war das vor meinen Füßen??
Ich glaubte, zu träumen!
Da guckte mich ein riesengroßer Steinpilz verschmitzt an.
Das gab es doch nicht!
Wer kennt noch das wunderbare Kinderbuch, ich kenne es aus meiner Kinderzeit, da erschien es Anfang der 50 ziger Jahre
in der DDR: "Bob, der Steinpilz"!
Das hier zu meinen Füßen war der Onkel Balduin, nur mit dem Unterschied, ihn fraßen keine Maden, wie den im Buch!
Das war ein Prachtexemplar!
Etwa 1kg schwer, Hutdurchmesser 20 cm und die Höhe betrug schätzungsweise 14 cm.
Aber er stand nicht allein, um sich herum hatte er seine Familie versammelt!
Meinen Fotokasten hatte ich dabei, hatte vorher auch schon Motive aufgenommen, das aber war nun mal was
ganz besonderes!
Die Steinpilzfamilie mit dem Balduin war nicht die einzigste Ausbeute von mir, aber es reichte mir, andere wollten ja auch noch
was finden.
Ich kann sonst nicht aufhören mit dem Suchen ,so ist es nicht, aber da mein Sohn nicht zu Hause war, der auch gerne suchte und der sonst
kräftig mitgegessen hätte, hörte ich dann auf mit dem Sammeln,#
Nach einem netten Gespräch mit einer anderen Sammlerin, die auch viele Arten kannte, die ich sammelte, fotografierte ich noch einige
Waldmotive und dann ging es heimwärts.
Meine Ausbeute hatte sich gelohnt, ich konnte zwei Tage davon esse, es schmeckte vielleicht!!
Selber gesuchte Pilze sind etwas sehr schönes.
Trotzdem sollte man ,wenn man sich nicht sicher ist, andere um Rat fragen, bevor man Fehler macht ,die ins
Auge gehen können.
Die Liebe zur Natur, zu allem, was da kreucht und fleucht ,was wächst, wie ganz besonders die verschiedenen Pilzarten, ich mag auch
eigenartig geformte Bäume; habe ich von meinem Großvater Karl Neuman geerbt, einem ehemaligen Kantor und Lehrer, aber
auch von unseren Eltern.
Wir sind immer mal durch die Wälder gestreift, wie in meiner Kindheit vor allem in der Mark Brandenburg ,später in der Ober-
lausitz in der Nieksy-Görlitzer Gegend!
Mein Großvater hat sein großes Wissen an seine Enkellinnen weitergereicht, hat uns viel beigebracht, viele Pilzarten
gezeigt, die ich heute auch noch sammele.
Was man nicht kennt, sollte man stehen lassen!
Das Leidige ist, wenn man durch die Wälder streift, und viel umgestoßene Pilze findet, die vielleicht einem Kenner Freude bereiten
würde, ist man darüber ein bisschen traurig,
Also, auf in die Wälder, ich denke in jeder Gegend hat man seine bestimmten Pilzecken und gewiefte Sammler verraten nie
ihre Geheimplätze, die manchmal durch einen Zufall auch anderen Freude bereiten.
Macht es nach, es lohnt sich sicherlich:

Erika Wenzel
18209 Bad Doberan



1 Bild

Autor: Mienelie

Erika Wenzel

Kanadische Kiefer
Eigenartig
Zeichnung eines Künstlers
Mit freundlicher Genehmigung vom Künstler

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