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04.05.2016 Herrentagsfeier auf dem Radel

Das hatten wir gut geplant: Unsere zweite Jahres-Radtour startete am 5. Mai. Am Herrentag. Oder Christi Himmelfahrt. Egal: An einem Feiertag. Und den hatten wir uns gut ausgesucht: Die Sonne strahlte uns gleich morgens an, und es sollte den Tag über noch schöner werden. Kein Wunder, dass die Radler Arno, Blackhuskyman, Christine, Gittelis und nomoko pünktlich und ausgeschlafen bei Helene und Hagen in Neu Mistorf eintrafen. 10.30 Uhr war angesagt, elf Uhr aber stiegen wir erst in die Pedale. Warum? Weil wir noch auf das Wohl der erkrankten Freizeitfan-Brigitte unsere Kaffeetassen erhoben.

kleine Radlergruppe
kleine Radlergruppe

Durch blühende Rapsfelder

frühes Mittags-Picknick
frühes Mittags-Picknick

Aber dann! Tour-Hilfsplaner Hagen voran, gefolgt von Planungschefin Helene, fuhren wir der Sonne und den blühenden Rapsfeldern entgegen. Nur gut, dass wir alle inzwischen auf E-Rädern sitzen, so fiel es uns nicht sonderlich schwer, gut 60 Kilometer unter die Pedale zu nehmen. Kein Wunder also, dass ich hier nicht alle Orte auf unserem Weg über Kassow, Brücke Werle, Bassin, Bützow, Miniaturstadt, Alte Eisenbahnbrücke, Klein Spiesow, Kneipe Lüssow, Neu Mühle und zurück nach Neu Mistorf ausführlich beschreiben kann. . . . Doch dass es bereits 11.30 Uhr bei Brücke Werle Picknick-Mittag gab, das ist schon bemerkenswert. Aber trotz der frühen Zeit mundete uns unser „Hasenbrot“ bestens. Nur, dass nomoko die tollen Pralinen mit dem Playboyhasen-Konterfei im Schatten der Bäume vergaß, das war schon hart. Immerhin war Herrentag – na, da hat sich sicher jemand anders gefreut.

Eisbecher auf dem Tisch

Doch zurück fahren – nö. Also ging's weiter durch den schönen Wald, der nächsten Raststation entgegen.
Zwischendurch allerdings mussten Kamele bewundert werden und kunterbunte Ferienhäuschen auf Rädern. Dann aber standen die Eisbecher auf dem Tisch; das Cafe am alten Hafen von Bützow, war die Verlockung pur. . .(und scheinbar unser wichtigstes Ziel an diesem Radeltag!)

Bützow: 1 Jahr nach Tornadaverwüstung

Bützower Rathaus
Bützower Rathaus

Derart gestärkt, gings dann doch in den Ort. Auf den Tag genau vor einem Jahr am 5. Mai 2015 hatte ein Tornado der Stärke F 3 schwere Schäden an vielen Gebäuden der Stadt angerichtet. Darunter das Rathaus und das Krankenhaus. In der Altstadt wurde das Dach der Stiftskirche teilweise abgedeckt. Es wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Der Schaden wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Bereits kurz nach dem Abklingen des Tornados fanden sich zahlreiche Aufräumhelfer aus der Umgebung ein. Für Soforthilfe wurden Spenden gesammelt. Und heute ist der größte Teil der Wunden an den Gebäuden repariert. Dank vor allem der Einwohner selbst. Dass es in Bützow ein geschichtsträchtiges Gefängnis gibt, das wusste jeder von uns. Wir aber haben es uns nur aus der Ferne angesehen.

Kassow und Werle

Nicht unerwähnt bleiben darf auch das Örtchen Kassow, das unsere Tour tangierte. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1374. 1593 wurde das Gut Kassow erstmals als ritterschaftliches Lehngut beschrieben. Und auch Werle lag an unserem Radelweg. Das allerdings erlebte 1181 seine urkundliche Geburtsstunde. Nahe des Ortsteils Werle am Ostufer der Warnow befindet sich eine Gedenkstätte für die ehemalige Burg Werle. Ein großer Findling erinnert mit der Aufschrift „Burg Werle“ seit 1856 an den geschichtsträchtigen Ort. Um das Jahr 600 gebaut, war Werle regionale Hauptburg der Fürsten des slawischen Stammes der Obotriten. 1160 starb hier der Slawenfürst Niklot bei der Eroberung der Burg durch den Herzog der Sachsen Heinrich der Löwen und den dänischen König Waldemar der I. Das Ende der Slawenzeit in Mecklenburg war hiermit besiegelt. Oje.

Wasserkanal zur Warnow

Wasserkanal für Schifffahrt
Wasserkanal für Schifffahrt

Die Überquerung der Warnow ist in Höhe der Ortschaft Kassow möglich, und das ließen wir uns auch nicht nehmen. Die Überführung quert nicht die natürliche Warnow. Hier wurde in den Jahren 1915-1917 ein Kanal von belgischen Kriegsgefangenen gebaut, um den Schifffahrtsverkehr zu verkürzen. Die Warnow wurde teilweise zugeschüttet, und der natürliche Lauf somit gestoppt.

50km und geschafft

Inzwischen hatten sich die Zeiger der Uhren kräftig weitergedreht. Wir strebten unserem Ausgangspunkt Neu Mistorf entgegen. Und hier wartete die gastfreundliche Heide mit Sekt und Matjesbrötchen auf, so dass wir uns fast gar nicht mehr trennen wollten. Abends nach 20 Uhr allerdings wurden die Pkw-Motoren wieder angeworfen – und die nächste Radtour in den Blick genommen.

fleißige Schreiberin

Ich, Blackhuskyman, möchte mich an dieser Stelle mal recht herzlich bei nomoko für das fleißige Berichteschreiben bedanken. Zwar ist nomoko als ehemalige OZ-Redakteurin prädestiniert dazu, aber es ist immer mit viel Fleißarbeit und Zeitaufwand verbunden. Also vielen Dank nomoko!

Autor: Feierabend.de Mitglied nomoko

Ingelinde Spiller

Bilder gittelis, Helene

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