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Radtour um den Schweriner Aussensee am 26.08.2015

rund um den Schweriner Aussensee
rund um den Schweriner Aussensee

Das haben wir gut gemacht:


Eigentlich wollten wir unsere August-Radeltour wie gewohnt an einem Dienstag starten. Doch da Petrus mit Regen gedroht hatte, verschoben wir den Start auf Mittwoch, 26. August 2015, – und nahmen die 40 Kilometer bei Sonnenschein unter die Pedale. Wir, das waren diesmal Organisatorin Freizeitfan, Tipp-Geberin Gittelies, Blackhuskyman mit Christine und nomoko mit Arno. Punkt 10.30 Uhr konnte es am Start Dorfkirche in Hohen Viecheln losgehen – allesamt mit Helm auf dem Kopf und genügend Proviant in den Radtaschen.

los geht's

Unsere Tour führte uns diesmal von Hohen Viecheln aus am Nordufer des Schweriner Sees entlang. Das heißt, sie stockte schon erst einmal gleich am Ufer des Sees. Hier hatte sich die Fischereifamilie Prignitz bereits im Jahr 1713 niedergelassen und alle Nachfahren führten seitdem ihr Werk bis in die heutige Zeit fort. Weil es für das Mittagspicknick aber noch zu früh war, ließen wir es erstmal mit dem Blick auf die Familiengeschichte bewenden: Cord Prignitz erhielt im Jahre 1713 das Recht: "die Fischerei zu Hohen Viecheln samt dem Ahlfang in dem Fluß daselbst ...". auszuüben. Die Erbpacht durch den Landesherrn war der Dank dafür, dass Fischer Prignitz den Herzog von Schwerin nach kriegerischen Auseinandersetzungen vor seinen Verfolgern in seinem Haus und auf einer Insel versteckte und ins freie Wismar schmuggelte.

erster Halt in Flessenow am See

Picknick
Picknick

Mit diesem Wissen ausgestattet, radelten wir weiter in Richtung Flessenow zum See
und Naturschutzgebiet Döpe. Der Döpe See hat eine Größe von ca. 50 ha mit einer Tiefe zwischen
2 bis 5 m. Schilder teilen mit: Hier leben verschiedene Frosch- und Krötenarten, Waldeidechsen, Blindschleichen und Ringelnattern, auch der Neuntöter und die große Moorjungfer.
Angeln, Baden und Befahren allerdings ist auf diesem See verboten. Nur Fischer Prignitz
hat eine Erlaubnis zum Fischen vor seiner Haustür.
Weiter ging's dann in Richtung Burgwall, Hühnerfarm und Kriegsgräber. Und zum Picknick am See. Auch wenn die Uhren erst 11.30 zeigten – wir wollten es jetzt wissen. Rasteten auf der grünen Wiese, dicht am Seeufer, dorthin hatten die Ortsoberen Tisch und Stühle platziert. erster Halt in Flessenow

Blick nach Bad Kleinen
Blick nach Bad Kleinen

über den Paulsdamm

Als alles wieder ordentlich verstaut war, rollten wir Richtung Paulsdamm . Hier plätschert eines der kleinsten Gewässer im Gebiet der Schweriner Seen, der Paulsdamm Graben. Er ist die natürliche Verbindung zwischen Schweriner Innensee und Schweriner Außensee.. Als im Jahre 1848 der Schweriner See durch das Aufschütten des Paulsdamms geteilt wurde, ließ man das Stück des Paulsdammgrabens offen - ca. 3 m tief und bis zur Brücke 4,30 m hoch. So können auch Fahrgastschiffe den Paulsdamm Graben passieren.

Picknick Nr2 bei Wickendorf

Picknick bei Wickendorf
Picknick bei Wickendorf

Wir allerdings radelten weiter über Wickendorf Richtung Seehof. Als wir hier Picknick Nummer zwei auspackten, hatten wir 23,7 Kilometer unter die Räder genommen. Nur mit der Urzeit hatten wir Probleme – bei dem einen zeigte das Chronometer 13.54 Uhr beim nächsten 13.58 Uhr, beim anderen 14.00 Uhr. Egal, wir ließen uns Ei, Tomate und Würstchen schmecken, tranken Wasser und Buttermilch und setzten uns danach in Richtung Schloss Wiligrad in Bewegung.

Blick auf den Schweriner Aussensee
Blick auf den Schweriner Aussensee

Schloss Wiligrad

Willigrad liegt 15 km von der Landeshauptstadt Schwerin direkt am Schweriner See in eine wunderbare Landschaft eingebettet, 1896 bis 1898 im Auftrag des Herzogs Johann Albrecht erbaut. Es ist eines der jüngsten Schlösser Mecklenburgs. Der Herzog (1857-1920) legte 1896 selbst den Grundstein. Wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen locken heute viele Besucher hierher. Auch ein Waldpark gehört dazu, der in den Jahren 1896 bis 1903 durch den Forstmeister Ahrens im 10.000 Hektar großen Haushaltsforst angelegt wurde. Und dort, wo einst seine Durchlaucht dinierte, erholen sich jetzt Jugendliche aus nah und fern. Wir allerdings erholten uns in dem schönen Park-Cafe, das uns zu leckerer Schlemmerei bei Kaffee und Kuchen verlockte. Wer mag, kann sich hier aber auch Pflanzen kaufen oder ein anderes Souvenir.

toller Kuchen
toller Kuchen
toller Spruch im Hofladen
toller Spruch im Hofladen

der Eiertunnel in Bad Kleinen

Eiertunnel
Eiertunnel

Wenn ich auch gern noch ein weiteres Stück Kuchen verspeist hätte – wir mussten weiter. Immerhin raste die Zeit wie immer, wenn es schön ist, die Zeiger der Uhren hatten 17.00 Uhr schon passiert. Dennoch ließen wir uns den Eiertunnel in Bad Kleinen nicht entgehen. Auf einer Bauzeichnung von 1934 heißt es:"Gewölbe aus Ziegelsteinen 1. Klasse! Die Aufmauerung ist durchweg 3 Steine dick (38 Zentimeter) und in Cement ausgeführt."
Der Querdurchmesser des "Eies" beträgt 1,25 Meter, so dass man auch nach Genuss von Eis oder Torte, Kaffee oder geistigen Getränken im Anglerheim "Am Bierbug", dem Eiscafé "Seeblick"oder dem Restaurant "Panorama" noch ohne Not hindurch passen dürfte. Sehr viel über zwei Meter an Körpergröße aber sollte keiner messen: Die lichte Höhe vom Tunnelbodens bis zum Pol beträgt nur 205 Zentimeter. Dass sich einst ein junges Mädchen mit einem Korb voll Eiern und ein junger Mann hier aneinander vorbei drängen mussten und später ein Paar wurden, das ist Geschichte oder auch nicht. . . Wir jedenfalls hatten Spaß daran, unsere Räder durch den Tunnel zu schieben – und wir passten alle durch!

am Seeufer in Bad Kleinen
am Seeufer in Bad Kleinen

Weiter geht's

Dann aber ging es doch schneller als zuvor Richtung Ziel Hohen Viecheln. Nicht, ohne uns an die schreckliche Tat, als der der RAF-Mann Wolfgang Grams bei einem GSG-9-Zugriff getötet wurde, zu erinnern.

An unserem Ausgangspunkt angekommen, noch einmal schnell ein Blick auf die – leider geschlossene- frühgotische Dorfkirche Hohen Viecheln: Einer Sage nach soll der Ritter Helmold von Plesse 1178 seiner Frau gleich nach seiner Ankunft in Mecklenburg versprochen haben, sieben Plessenkirchen zu bauen. Das waren die Kirchen in Hohen Viecheln, Müsselmow, Holzendorf, Herzberg, Wamckow, Bibow und Brüel. Auch die Kirche in Tempzin soll durch sein Zutun entstanden sein.[2]Helmold zog nach Jerusalem, als man mit dem Bau der Kirchen begann. Für den Fall seiner unversehrten Rückkehr aus dem Krieg sollte die Kirche in Hohen Viecheln stehen, in der er 1186 auch bestattet wurde. I
Achtzehn Uhr. Es war ein schöner Tag mit einer elebnisreichen Radeltour.
Bis zum nächsten Mal!
nomoko

Autor: Feierabend.de Mitglied nomoko

Bilder: Blackhuskyman

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