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Erste Tour führte Feierabend-Pedalritter nach Graal-Müritz

Lange hatten wir uns auf diesen Tag gefreut – uns so ließen wir uns am 16. April auch nicht von dem dicken Nebel abschrecken, der die Warnow samt gegenüberliegendem Ufer am Fähranleger Warnemünde-Markgrafenheide vollkommen verschlungen hatte. Nur ein Stück vom Bug einer „Aida“ ragte uns entgegen, als wir mutig mit der Personenfähre sozusagen ins Ungewisse übersetzten. Wir, das waren Freizeitfan & Siegmar, Blackhuskyman & Christine, nomoko & Arno, gittelies & immortelle.

Nebel auf der Fähre
Nebel auf der Fähre

Auf der Markgrafenheide-Seite angekommen, verriet uns Freizeitfan erst einmal, wohin die Reise gehen sollte – nach Graal-Müritz. Dass sie dieses Ziel deshalb für die erste Radeltour 2013 ausgesucht hatte, um „die Sache langsam angehen zu lassen“, fand bei der Truppe keinerlei Widerspruch. Und so rollten wir im Gänsemarsch in Richtung Rostocker Heide, den Nebel mehr und mehr hinter uns lassend. Dass wir an der Schnatermann-Kreuzung noch auf Immortelle trafen, war kein Zufall, sondern von langer Hand vorbereitet. Und so ging es sodann auf dem schön asphaltierten Radweg voran, nicht ohne verblüfft die immensen Wühlattacken der Wildschweine rechts und links des Weges zu registrieren. Ein Glück, dass diese bulligen Vierbeiner sich tagsüber nicht so weit heraus trauen. . .

sammeln zum Start
sammeln zum Start
nun aber los
nun aber los
gut behelmt sind wir fast alle
gut behelmt sind wir fast alle
kurze Rast
kurze Rast

Übrigens: Wir hatten uns 10.30 Uhr getroffen, und je älter der Tag wurde, desto heller wurde es. In der Heide angekommen, hatte der Nebel nur noch wenig Chancen, und ab und zu trug sogar die Sonne den Sieg davon. Wir hatten sie ja ohnehin im Herzen, radelten froh unserem Ziel entgegen – immerhin winkte im Rhododendronpark das Mittagessen. Dass wir auf dem Radfernweg Ostsee unterwegs waren, sei noch hinzugefügt. Wie immer hatte jeder sein mehr oder weniger üppiges Pausenbrot dabei, und wir konnten den Park nach der Stunden-Fahrt genießen. Und das, obwohl jemand (Namen werden nicht genannt), meinte, wir sollten mit dem Essen doch noch warten. . .

nicht nur die Sonne lacht
nicht nur die Sonne lacht

Gestärkt ging es dann weiter zur Seebrücke mit Blick auf den fünf Kilometer langen Strand in der Mecklenburger Bucht. Da haben sich die gut 4200 Einwohner , die auf den 833 Hektar Graal-Müritzer Land leben, ein schönes Fleckchen Erde ausgesucht. Auch der ehemalige Pastor Joachim Puttkammer lebt hier – von 1993 bis 2004 stand er der evangelisch-lutherischen Lukaskirchgemeinde vor. Zurzeit zeigt er in der Kirche eine beträchtliche Anzahl Bilder, Karikaturen, die er einst von namhaften DDR-Karikaturisten geschenkt bekam. Auch wir ließen es uns nicht entgehen, herzaft über die Zeichnungen zu lachen, zu schmunzeln, zu grinsen. Natürlich geboten wir auch dem Kirchbau von 1908 des Geheimen Hofbaurats Gotthilf Ludwig Möckel unsere Referenz – dem Backsteingemäuer ebenso wie dem Turm, der mit seinen 26 Metern genau so hoch ist wie die Kirche lang ist.

Kirche
Kirche
Uli Stein in der Kirche
Uli Stein in der Kirche
Einkehr im Café Witt
Einkehr im Café Witt
lecker Sturmsäcke
lecker Sturmsäcke

Bleibt noch zu erwähnen, dass Graal-Müritz heute zwar eines der schönsten Seebäder an der Ostseeküste ist, 1328 aber erstmal als Hof Müritz urkundlich erwähnt worden war. Der Bäderverkehr begann erst 1819/20. Und erstaunlicherweise erst 1955 beschloss die Gemeindevertretung, den heute berühmten Rhododendron-Park anzulegen, der 1986 zum Naturdenkmal erkoren wurde. Gartenbaumeister Evert hat hier seine Spuren hinterlassen, und die Gäste des 1960 staatlich anerkannten Seebades lustwandeln hier ebenso gern wie die zahlreichen Kurgäste, die hier auf Erholung und Genesung hoffen.

Wir mussten allerdings nun zurück, durch die sonnendurchflutete Rostocker Heide via Fähre Markgrafenheide. Da war kein Radrennen angesagt, sondern eine richtige Genießer-Radel-Tour. Wen wundert's, dass alle der Radel-Organisatorin Freizeitfan versprachen, bei der Tour am 23. Mai nach Schwerin natürlich wieder mit dabei zu sein. . .

nomoko

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