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Auf den Spuren der Darßer Architektur

Es war der 17. September, und das Wetter war so, wie es sich die fünf Pedalritter gewünscht hatten: Sonnenschein, wenig Wind, Temperatur um die zwanzig Grad. An diesem Tag sollte der Darß nochmals erkundet werden, diesmal vor allem die geschichtsträchtige Architektur des Landstriches zwischen Bodden und Meer. Und auch wenn Gittelis, die diese Tour angeregt hatte, aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte - das Radelteam Freizeitfan, Blackhuskyman und Ehefrau Christine, nomoko und Ehemann Arno haben kräftig die Daumen für ihre Gesundheit gedrückt - fanden die fünf den richtigen Weg von Wustrow über Born nach Ahrenshoop und zurück. Da die Fahrt jetzt Geschichte ist, kann hier verraten werden: Ein bisschen Zitterpartie war das schon; immerhin standen die Autos, die die Räder huckepack nach Wustrow transportiert hatten, auf dem Lidl-Parkplatz . Nur zwei Stunden waren eigentlich gestattet. Welche Erleichterung am sehr späten Nachmittag für alle, dass keine Knöllchen hinter den Scheibenwischern steckten oder die Fahrzeuge gar abgeschleppt waren. . .
Radelstart also war kurz nach zehn Uhr; auf guten Radwegen ging es vorbei an grünen Wiesen und weiten Feldern mit jenem Rohstoff, der die Häuser auf dem Darß so unverwechselbar sein läßt: dem Schilf, auch Reet genant. Ob Kapitäns-, Fischer- oder Bauernhaus: Alle haben sie diese Rohrdächer. Sie schützen im Sommer vor Hitze und isolieren im Winter gegen Kälte. Nur zu Silvester haben/hatten die Bewohner Sorge: Einst haben Raketen, die eigentlich das neue Jahr begrüßen sollten, etliche Schilfdächer in Brand gesteckt. Deshalb auch ist es nun verboten, hier Feuerwerkskörper abzubrennen oder gar übers Jahr die Himmelslaternen (die eigentlich so schön sind ) hoch hinauf zu schicken.
Wir bewundern auf unserer Fahrt die gepflegten Fachwerkbauten, sind begeistert von den schönen bunten Eingangstüren mit ihren Symbolen aus Holz und Farbe, die oftmals auf den Beruf des einstigen Häuslebauers hinweisen oder einfach nur ein gutes Omen für das Wohnen in diesem Gemäuer sein sollen. Noch heute werden die Darßer Haustüren derartig verziert gefertigt, bodenständige Tischler führen die Tradition weiter, halten diesen Hausschmuck lebendig. Vorbild sind Türbilder der Vorfahren - eine Freude für den Betrachter. Immer wieder zu entdecken auch die Giebelzeichen, oft zeigen sich maritime Symbole, auch andere Schmuckelemente sind zu entdecken und natürlich die typischen Pferdeköpfe. Als wir jedoch auf einem der Häuser gebleichte knöcherne Pferdeköpfe sehen, wird uns recht schaurig. Wie kann man nur.
Zum Glück richten wir unser Mittagspicknick direkt am Boddenufer in Born aus; wir haben größere und kleine Häfen besichtigt, die Zeesboote bestaunt, über den Saaler Bodden den Weitblick genossen, sind ans Meer gestapft - doch nur Christine hat das Ostseewasser mutig getestet. Gut, dass Ulli Blackhuskyman beim Landesbauamt tätig war, so konnte er uns über die Betonunterstände aus DDR-Grenzbefestigungszeit Auskunft geben, die ins Meer geplumpst waren. Immerhin gibt es zurzeit niemanden in Land und Kommune, die dafür zahlen wollen, diese keineswegs schönen Überbleibsel aus alter Zeit zu beseitigen.
Schön aber der Kaffeeklatsch kurz danach im Wustrower Hafen ; natürlich schmeckten die Tortenstücke und das Eis nach einer vielstündigen Radeltour besonders gut.
nomoko

Autor: Feierabend.de Mitglied nomoko

Autor: Blackhuskyman

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