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Buchbesprechung am 16. Mai 2019

Mit dabei diesmal: Helene und Hagen, Freizeitfan und Siegmar, Nomoko und Arno

Alex Capus: Das Leben ist gut



Was für eine schöne Tradition:

Schon seit Jahren treffen sich jene Feierabend.de-Mitglieder reihum bei dem einen oder dem anderen zu Hause, die gern lesen - Bücher aus älterer Zeit, Bücher, die gerade neu erschienen sind.

Diese monatlichen Treffs bringen interessante Gespräche über Bücher hervor, und alle, die dabei sind, gewinnen neue Sichten, staunen auch darüber, was der andere auf den Bücherseiten entdeckt und herausgelesen hat, das er selbst gar nicht sah. Da ist schon so manche „schwere Kost“ leichter geworden.

Auch am 16. Mai trafen wir uns, um unsere Meinungen auszutauschen. Diesmal war die „Kost“ leicht:

Alex Capus „Das Leben ist gut“ stand zur Diskussion.

Worum geht’s auf diesen nur 239 Seiten?

Alex Capus erzählt nicht nur Ernstes und Humoriges aus dem Leben eines Barkeepers und Strohwitwers, sondern zugleich zwischen den Zeilen aus seinem eigenen Leben. In seinem Werk besitzt der Hauptakteur eine Bar, die schon etwas heruntergekommen ist, aber viele Stammkunden anzieht. Seine Frau zieht es dagegen zu einer Professur für ein Jahr nach Paris, er bleibt mit den drei Kindern bodenständig im Ort. Und will das auch so, ist zufrieden, interessiert an anderen Menschen. Ein Gastwirt, der zuhören kann und will (hier erkennt der Leser den Schriftsteller und den autobiografischen Hauch). Aber er erzählt auch: Dass er sich am besten aufs Rad schwingt und dem Ozean entgegen fährt, wenn sich seine Ehefrau „zickig und störrisch“ benimmt. Vom Vorsatz jedoch, das Ehebett in Brand zu stecken, sollte er besser Abstand nehmen. Spätestens bei seiner Rückkehr haben sich stets die Wolken verzogen. „Vielleicht schleudert er ihr noch das Verdikt 'Du dumme Kuh' entgegen, aber da lacht sie ihr unwiderstehliches Lachen, und aus ist's mit dem Groll“ rezensiert B. Eichmann-Leutenegger. Genau, das ist das Liebenswerte an diesem Buch – das Verhalten der beiden Eheleute, die unterschiedliche Wege gehen und dennoch zufrieden sind.
Rezensenten sagen: Capus schreibt eigentlich über nichts. Eine Gratwanderung zwischen „Schlichtheit und Belanglosem“. Capus lenkt unseren Blick in diesem Roman auf die Dinge, die bleiben. Und er feiert die Freundschaft, die Liebe, den Optimismus. Sympathisch!

Ja, so haben wir es auch gesehen. Es braucht eben wirklich nicht unentwegt gewaltige Aktionen, auch auf ruhigen Pfaden lässt es sich gut wandeln. . .

Nomoko
Unser nächstes „Lesebuch“ heißt: “Der Apfelbaum“, geschrieben von Christian Berkel, dem Schauspieler. . .

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