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Start mit Doppel-Angebot: Das fing ja gut an!

Kaum hatte das neue Jahr begonnen, kaum dass Regionalbotschafter Blackhuskyman alle Vorschläge für Aktionen der Feierabendler im neuen Jahr 2017 zusammengefasst hatte, da starteten die „Bücherwürmer“ mit einem ganz besonderen Treff ins zehnte Feierabend-Jahr. Und der forderte uns nicht nur, über die „Brille mit Goldrand“ von Erfolgsautor Giorgio Bassani Meinungen auszutauschen, sondern auch noch, den Demenzkrimi „small world“ als Film anzusehen!

Buch: "Die Brille mit dem Goldrand"

Demenz

Schon, als wir Martin Suters „small world“ im vergangenen November besprochen hatten, hatte jeder von uns Nabelschau gehalten, hatte jeder von uns tief im Inneren gehofft, ihn möge dieses Schicksal bitte nicht ereilen! Suter schrieb über Demenz, über fortschreitenden Gedächtnisverlust – wir hatten darüber bereits eine ausführliche, interessante Diskussion (siehe Bericht bei Feierabend). Der Film allerdings zeigte, dass auch wir schon so einiges vergessen hatten. . .
Bevor wir – Blackhuskyman und Christine, Helene und Hagen, Freizeitfan und Siegmar, nomoko und Arno – jedoch den Fernseher anknipsten, stand die „Brille mit Goldrand“ zur Debatte. Umrahmt von leckeren Speisen und Getränken, kamen wir hier schnell ins Gespräch. Immerhin hatte das Büchlein nicht viele Seiten und war schnell gelesen. Auch wenn es für manchen von uns doch ziemlich langatmig schien.

Faschismus in Italien

Buchbesprechung
Buchbesprechung

Und worum geht’s Giorgio Bassani auf den 107 Seiten? Alles spielt in Ferrara im Jahr 1938, zu der Zeit, da der Faschismus immer schärfere Züge annimmt, immer mehr Menschen in seinen gefährlichen Bann zieht. Hauptpersonen sind der Arzt Athos Fadigati, ein bekannter, hoch geachteter Arzt, und der Student David Lattes. Beide haben brisante Lebensgeschichten parat: Fadigati verheimlicht jahrelang seine Homosexualtität, bis er sich unsterblich in einen jungen Studenten verliebt. Lattes ist jüdischstämmig; er sieht die braune Gefahr, die auch seine Familie bedroht, sieht, dass jüdischstämmige Professoren der örtlichen Universität entlassen werden.

Arzt Athos Fadigati

Am dramatischsten trifft es den Arzt Athos Fadigati. Er kam als junger Mann aus seiner Heimatstadt Venedig nach Ferrara, lebte hier Jahre als geachteter Hals-, Nasen-Ohrenarzt – bis er sich mit einem skrupellosen Studenten einlässt, der ihn in der Gesellschaft nicht nur bloßstellt, sondern auch lächerlich macht. Einen solchen Andersartigen duldet die „gute Gesellschaft“ nicht in ihrer Mitte und Fadigati gerät immer mehr ins tragische Abseits.
Wir erfahren Schritt für Schritt, wie aus einem angesehenen und bewunderten Arzt ein Aussätziger wird, weil er die Konventionen bricht. Als sein Doppelleben völlig auffliegt, als ihn der geliebte Student, der ihn nur ausnutzte und lächerlich machte, verlässt, sieht Fadigati nur einen Ausweg: Er nimmt sich das Leben.

Autor: Feierabend.de Mitglied nomoko

Ingelinde Spiller

Bilder: helene; Blackhuskyman

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