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War es Zufall oder Ahnung: Just drei Tage, nachdem die Kanadierin Alice Munro in Stockholm für ihr literarisches Werk als „Meisterin der Kurzgeschichte“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, trafen wir uns, um über ihre zehn Erzählungen

„Zu viel Glück“ zu sprechen!

zunächst gab es aber eine herrliche Rote Beete Suppe
zunächst gab es aber eine herrliche Rote Beete Suppe

Nomoko bzw. ihr Mann hatten eine vorzügliche Rote Beete Suppe vorbereitet verfeinert mit Räucherfisch (Forelle), Sauerrahm, und einen Klacks Kaviar.

so gestärkt konnten wir zur Buchlesug schreiten.

Wir, das waren Freizeitfan mit Sigmar, Helene mit Hagen, Blackhuskyman mit Christine, Clementine1 und nomoko mit Arno.

Blacky mit seiner Frau Christine
Blacky mit seiner Frau Christine
Clementine, nomoko mit ihrem Arno
Clementine, nomoko mit ihrem Arno
Freizeitfan schildet mit Händen und Füßen
Freizeitfan schildet mit Händen und Füßen

Es war das erste Buch, das wir von dieser Autorin – die immerhin erst mit 40 zu Schreiben anfing und jetzt ihren 83. Geburtstag feierte – gelesen haben. Nicht jeder von uns war zuerst davon angetan, Kurzgeschichten zu lesen – fast alle Bücher Munros enthalten Kurzgeschichten – doch im Gespräch konnten wir uns schon darauf einigen, dass auch das eine Bereicherung für uns ist. Immerhin geht es in all diesen zehn Erzählungen auf 362 Seiten vornehmlich um Frauen (!): um ihre Gefühle, ihre Entscheidungen, ihre Ziele, ihr Können, ihr Verhältnis zu Männern, zum Kind – ihre Tränen und Freuden. Und das alles eingebunden in authentische Geschichten. Das zumindest haben wir entschieden, nachdem wir über die letzte im Buch gesprochen und mehr erfahren hatten.

In allen Geschichten konnte sich der Leser, die Leserin wiederfinden, konnte zumindest mitentscheiden: Würdest du auch so handeln wie die Protagonistin im Buch, wie ihr Gegenpart? Nicht alle zehn Erzählungen fanden bei uns ungeteiltes Interesse. Problematisch und nicht für jedermann lobenswert: Keine der Geschichten hat einen „ordentlichen“ Abschluss. Will die Autorin, dass wir, die Leser, ihn selber finden? Uns selber die Möglichkeiten erschließen?

eifrige Diskussion
eifrige Diskussion

Auf jeden Fall haben wir mit diesem Buch einen guten Griff getan. Nicht nur des Nobelpreises wegen. Vor allem auch, und darin waren wir Feierabend-Leser uns einig: Der klaren, schnörkellosen Sprache wegen. Alice Munro versteht es – und das ist schon das Besondere an ihrem Schreiben – mit einem realistischen Stil Alltagsgeschichten zu erzählen und dabei zwischenmenschliche Beziehungen zu sezieren. Rezensenten in aller Welt loben sie nicht nur deshalb in höchsten Tönen, nennen „Zu viel Glück“ in seiner Art ein erstaunlich makelloses Meisterwerk. Tief berührt schreibt Rezensentin Jenny Friedrich-Freksa: „...dass die Autorin wieder einmal unter Beweis stellt, dass sie auf wenigen Seiten ganze Welten fühlbar machen kann. . .“ Munro erzähle in ihrer unverblümten, einfachen Sprache von den oft in Passivität erstarrten Leben ihrer zumeist weiblichen, verletzlichen Protagonisten, die in der Regel durch einen Zufall gezwungen werden, ihr Leben zu ändern. . .“

Ein wirklich für mich beeindruckendes Buch. Gut, dass wir es gelesen haben. Vielleicht wird sich der eine oder andere von uns später einmal auch einer anderen ihrer 150 Kurzgeschichten zuwenden – oder dem bisher einzigen Roman der „Königin der zeitgenössischen Kurzgeschichten“.

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