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. . . und das Leseteam Heide & Hagen, Brigitte & Siegmar, Blacky & Christine, Helga/Hundeliebhaberin sowie nomoko & Arno trafen sich bei Heide nicht nur zu Kaffee, Tee und köstlichem Kuchen. . .

Es ging sehr fröhlich zu
Es ging sehr fröhlich zu



Könnte es sein, dass er mit seinen Protagonisten Mrs. Rosemary und Mr. Maurice Ransome uns und der gesamten Leserschaft vielleicht einen Spiegel vorhält?



Wir jedenfalls hatten alle Spaß an dem Problem der beiden, die nach 32 Jahren Ehe so gut wie noch einmal von vorn anfangen müssen – beinahe.

Was war geschehen? Die Opern- und Musikliebhaber haben in ihrer Zweisamkeit nie versäumt, eine Vorstellung der „Cosi fan tutte“ anzusehen und -hören. Als sie diesmal jedoch des abends nach Hause kommen, ist ihre Wohnung bis auf den letzten Löffel leergeräumt.

Wie mit einer solchen Situation umgehen? Schreien? Zur Polizei rennen? Sich arrangieren? In diesem 100-Seiten-Büchlein stellt sich zugleich die Frage: Ist dieses Ereignis für die zwei Leute Fluch oder Segen? Dann ist zu erkennen: Für Mrs. Ransome ist die Leere eine Chance, ganz neu anzufangen. Für Mr. Ransome der Auftrag, Haltung zu bewahren. Ihm und teils auch ihr stehen bei der Lösung des Problems Gewohnheit, Routine, Biederkeit im Weg. Er, der Biedermann, lebt in festen moralischen Bahnen. Nacktfotos ansehen? Für ihn ein Verbrechen. Sie war immer Mitläuferin – und plötzlich steht sie vor einer neuen Herausforderung, der sie heraus bringt aus dem Trott, aus der Erstarrung der 30 Ehejahre.

Wir hatten Spaß daran, die Gedanken der beiden zu erfahren, ihre Nöte zu erkennen – und wir hatten auch Spaß an der Überlegung, wie wir wohl in dieser Situation – die eine einfache Verwechslung war – reagieren würden. Immerhin hat die Vorstellung schon so ihren Reiz, dass nach 30 Jahren Leben, Arbeit, Lieben (?) alles noch einmal auf Null gestellt wird und man seinen Weg noch einmal von vorn beginnen kann. Wie auch alle Rezensenten empfehlen wir dieses Buch: Unbedingt lesen!

Nomoko

heiße Diskussion
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kleines unterhaltsames Büchlein
kleines unterhaltsames Büchlein

P.S.: Alan Bennett, 1934 in Leeds geboren, hat in Oxford studiert und kurzzeitig auch unterrichtet. Anfang der 1960er Jahre trat er beim Edinburgh Festival auf; seitdem arbeitet er als Autor, Schauspieler und Regisseur für Theater, Radio, Film und Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u. a. für das Theaterstück und den darauf basierenden Film „The Madness of King George“ (deutscher Titel: King George: Ein Königreich für mehr Verstand), für dessen Drehbuch Bennett 1995 für den Oscar nominiert war.

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