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23.04.2015 unsere Buchbesprechung zu "2 Herren am Strand"

Fakt oder Fiktion?


Die Feierabend-Lesefreunde – mit dabei Blackhuskyman & Christine, Clementine & Hundeliebhaberin, Freizeitfan & Siegmar, Heide & Hagen, Gittelis, Nomoko & Arno – hatten sich diesmal etwas schwerere Literatur vorgenommen. Immer wieder mussten wir bei dem, was der Autor Michael Köhlmeier auf 254 Seiten aufgeschrieben hat, zwischen Wahrheit und Fiktion unterscheiden.
Es ging um sein Werk „Zwei Herren am Strand“, und diese Herren heißen
Charly Chaplin und Winston Churchill- eine ohnehin überraschende Konstellation.

Erstmal Radfahren

Aber bevor wir das Buch besprechen konnten, hatte uns Heide eine 1,5 Stunden-Radtour verordnet. Das Wetter spielte mit und so waren wir nach der Radtour froh, Hundeliebhaberin und Clementine begrüßen zu dürfen, die schon sehnsüchtig auf uns warteten.

Heide hat eine Tour von ca. 16km gewählt
Heide hat eine Tour von ca. 16km gewählt
Foto von Gittelis
unsere erste Radtour in diesem Jahr

Nun zu „Zwei Herren am Strand“

Charly Chaplin und Winston Churchill, eine ohnehin überraschende Konstellation.

Immerhin waren Churchill und Chaplin weder politisch noch künstlerisch je einer Meinung, schreiben die Geschichtsbücher. Für den einen war Gandhi ein großer Politiker, für den anderen bloß ein nackter Fakir. 1927 aber begegneten sich die beiden bei einer Einweihungsfeier in Santa Monica. Das Fest langweilte sie, deshalb spazierten sie am Strand entlang und entdeckten eine verblüffende Gemeinsamkeit: Beide litten an Depressionen. Beide hatten deshalb Selbstmordgedanken, um diesem ihrem gemeinsamen Feind – sie nannten die Depression „schwarzer Hund“ - zu entkommen. Grund für die beiden so unterschiedlichen Charaktere, sich immer dann, wenn dieser schwarze Hund sie anfiel, gegenseitig beizustehen.

Diskussion zum Buch
Diskussion zum Buch

Der schwarze Hund

Zwar wird es diesen Pakt der beiden gegen die Depressionsschübe nicht gegeben haben, doch Köhlmeier erzählt ihre Geschichte, als wäre alles die reine Wahrheit. Wahr ist: Churchill erhielt als Mitglied des britischen Hochadels eine elitäre Ausbildung, war ein legendärer Kriegspremier und auch Nobelpreisträger für Literatur. Chaplin dagegen wuchs in bitterer Armut auf, war Sohn eines Alkoholikers und einer Geisteskranken. Doch beide waren in ihrem Metier diktatorische Alleinherrscher. Beide hatten die Gefährlichkeit Hitlers erkannt und taten etwas dagegen. „Beide waren auf ihre jeweils persönliche Art und Weise genialisch“ heißt es. All das erzählt uns in diesem Buch ein Clown, der zufällig die Blätter mit den entsprechenden Aufzeichnungen findet; er reflektiert die Weltgeschichte bis 1940 an diesen zwei Männern. Deren einziger Berührungspunkt die Krankheit ist.

Heides Hund ist nicht schwarz
Heides Hund ist nicht schwarz
Foto von Gittelis
alle lauschen Nomokos Worten
Foto von Gittelis
gespannte Aufmerksamkeit

Wahrheit oder Fiktion?

Und Köhlmeiter ezählt all das so, dass wir rätseln dürfen: Ist es wirklich so gewesen. Oder aber nicht. Vieles ist wohl der Phantasie des Schriftstellers zuzuschreiben.

Foto von Gittelis
jetzt machen wir es uns gemütlich
Foto von Gittelis
Hagen sorgt für unser leibliches Wohl
Foto von Gittelis
nachhause geh´n wir nicht

Der Abschied naht

Der Tag verging wie im Flug. Denn hier auf dem Hof der beiden Berlings war, wie schon so oft, die Gastfreundschaft zu Hause. Wen wundert`s, dass wir erst 18 Uhr den schönen Garten verließen, in den wir bereits elf Uhr eingekehrt waren?

Autor: Feierabend.de Mitglied nomoko

Ingelinde Spiller

Bilder: Blackhuskyman und Gittelis

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