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18 Mitglieder unserer Rostocker Reg. Gruppe trafen sich bei schönstem Wetter in Rostock um in eine dunkle Vergangenheit des MfS - Stasi Einblick zu nehmen.
Auf den Fotos ist zu sehen in welchem Gebäude wir waren.
Obwohl wir langfristig angemeldet waren, mußten wir
ca 10 Min. warten- was uns bei dem guten Wetter nicht schwer fiel.
Eine junge Frau begrüßte uns und begann mit der Historie
und Entwicklung des MfS-STASI.
Beeindruckend war schon der Aufbau die Aufgabenstellung, die Struktur der STASI und die Anzahl der Mitarbeiter in den Betrieben, Kreisen, Bez. bis hin zu den Verwaltungseinrichtungen, es war ein gewaltiger Apparat.
Über die Arbeitsmethoden und das Vorgehen um an Informationen über ausgewählte Personen oder Personengruppen zu kommen und wie neue IM angeworben wurden kann man sich nur wundern. Nicht selten wurde da auch mit Erpressung gearbeitet.
Die Behandlungsmethoden in dem Objekt wurde uns während der Besichtigung nachdrücklich vor Augen geführt.
Die Räumlichkeiten waren nicht gerade einladend, zum Teil menschenunwürdig.
Hier wurde mir bewusst und klar, wie man Menschen
"brechen" kann und wie ein nicht kleiner Teil von Opfern mit Spätfolgen gebrochen wurde.
Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie ein "Arbeiter
und Bauernstaat" so mit Andersdenkenden umgegangen ist.
Unter Hitler waren die Methoden - fast ähnlich auch wenn nicht ganz vergleichbar, da stellt sich dann bei mir doch die Frage, warum "so!" unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen?
Ich meine den Umgang mit "Anders denkenden",
nicht über den Umgang mit Kriminellen, Fahnenflüchtigen und anderen aus der NS Zeit.
Die Fragen unserer Mitglieder zeigte das Interesse an dieser Veranstaltung aber auch die Betroffenheit.
Das Leben 22 Jahre danach zeigt uns aber, dass es auf der Welt leider immer noch vergleichbares gibt und dass
entsprechende Einrichtungen dieses Staates über uns Bürger - dieser unserer Bundesrepublik - besser Bescheid weiß als die Stasi es zu träumen gewagt hätte.
Die fortgeschrittene Technik auf allen Gebieten, hat uns Bürger alle durchsichtig gemacht. Hoffen wir, dass mit diesem Wissen über den Bürger zum Wohle der Bürger umgegangen wird und der Datenschutz wirklich die Autorität hat die er haben sollte.
Der Blick in die Vergangenheit hat uns sicher betroffen gemacht, aber wir müssen hinschauen damit es nie wieder zu solchen gesellschaftlichen Auswüchsen kommt.
Ich fand, dass das alles recht bedrückend war und verstehe die Opfer nun auch besser.
Beim gemeinsamen Mittagessen lockerte dann die Stimmung wieder auf und wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen am 12.04.
Den Radlern auf Fehmarn am 07.04. wünsche ich gutes Wetter und Behaglichkeit zur nächsten Buchbesprechung.
Bleibt Gesund
Gerd der Wikinger39

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