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Feierabend-Regionalgruppen

Rikue im Botschafter-Interview

Der Darmstädter Bostchafter Richard, oder auch "Rikue" ist schon seit fast 13 Jahren Mitglied in der Feierabend-Community. Er ist handwerklich begabt, hat sein Haus fast alleine erbaut und zusätzlich noch ein paar Bücher darüber geschrieben. Lies unten weiter, was Richard sonst noch alles auf die Beine stellt!

Hallo Richard, Wie bist Du zu Feierabend gekommen, und wie lange bist Du schon Mitglied?

Bei Feierabend bin ich seit Oktober 2000 als Mitglied registriert und das kam so: Im Beruf hatte ich keine Zeit und keine Gelegenheit mich mit dem Internet zu befassen. Seit 1994 schrieb und schreibe ich für unsere Enkel eine Art Lebenslauf über alles, was ich höre und sehe und das in Gedichtsform mit Fotos und Witzen aus TV Hören und Sehen. Ich schrieb mit einer Speicherschreibmaschine, wo Korrekturen schwierig waren. Eines Tages brachte mir mein Sohn einen 486er PC mit dem Hinweis: Kaufe Dir einen billigen Drucker, dann hast Du eine ideale Schreibmaschine. Dies tat ich denn auch, bis ich zum 01.01.1999 meine berufsmäßige Arbeit aufgab.
Nun fing ich an mich für das Internet zu interessieren, kaufte einen PC und musste lange und viel lernen. Da kam eines Tages ein Preisausschreiben einer Firma Feierabend vorbei. Ich gewann zwar nichts, doch wurde ich auf diese Firma aufmerksam. Im Oktober 2000 registrierte ich mich bei Euch und nahm danach an Veranstaltungen teil die von Eurem Haus ausgelobt wurden, wie z.B. Die Besichtigung des Hauptbahnhof Frankfurt und hier die 3 S: Service, Sicherheit, Sauberkeit. Auch ein Besuch im Museum für Post und Telekommunikation in Frankfurt, mit der Anschlußbesichtigung im Future Lap beim FTZ Darmstadt stand an und dann fuhren einige auch zu Euch nach Frankfurt, wo die Internetpräsenz eines Versandhauses zu bewerten war. Damals gab es noch keine Regionalgruppen.

Was gefällt Dir an Feierabend am meisten?

Meine Frau und ich sind der Meinung, dass sich unser Leben durch Feierabend positiv verändert hat. Die Begegnungen mit Gleichgesinnten bei Stammtischen und bei von mir arrangierten Veranstaltungen sind sehr positiv zu sehen. Aber auch das kostenlose Nutzen Eurer Server ist für Rentner als sehr gut zu bewerten. Ein "Gefallen am meisten" kann ich nicht ausdrücken. Dass man längst viele Bilder in den Berichten beifügen kann finde ich sehr informativ und besonders gut. Früher war das ja nicht so.

Was gefällt Dir an der Botschafter-Aufgabe? Warum wolltest Du Botschafter werden?

Die erste Regionalgruppe war Frankfurt (heute Frankfurt Rhein-Main) - und ich war dabei. Kurz darauf ging auch meine Frau mit mir zu den Veranstaltungen und wir machten mit Helmut und Sigi noch einige Ausflüge (auch mehrtägige), als Darmstadt schon gegründet war. Botschafter wollte ich damals nicht werden, weil ich zu Hause noch genügend andere Arbeiten hatte (siehe auch Pkt. 8). Als die Gründung der Gruppe Darmstadt anstand, war ich bei der Gründungsveranstaltung am 28.11.2001 dabei. Von Euch kamen Frau Claudia Benkert und Frau Dora Schröder, damals als Wasserfee ReBo in Frankfurt. Als die Frage kam, wer "Den Hut aufsetzen wolle" meldete sich sofort Hotti (inzwischen bei FA abgemeldet). Am 19.12.2006 legte er sein Amt nieder und bald auch seine Mitgliedschaft. Nun war Arnulf im Amt alleine. Er war als Nachfolger für Sela eingesprungen, die aber mit ihrem Mann beim Heidelberger Zoo als Fotographen tätig wurden. Ich hatte von Anfang an in Darmstadt intensiv mitgearbeitet und so fragte ich Arnulf, mit dem ich mich sehr gut verstehe, ob wir das nicht künftig gemeinsam machen wollen. Am 02.01.2007 wandte ich mich an Euch und übernahm die Position als Botschafter. Was mir gefällt? Ich freue mich, wenn ich für Gleichgesinnte tätig werden kann, würde mich aber noch mehr freuen, wenn mehrere Personen (auch etwas jüngere) den Weg zu uns fänden. Leider ist Feierabend noch immer zu wenig bekannt.

Was kannst Du anderen Feierabend-Mitgliedern beibringen? Und welchen Rat würdest Du neuen Mitgliedern geben?

Jeder kann von jedem lernen - wenn er nur will. Ich bin weltweit gereist und habe viele Firmen; Branchen und Produktionsstätten kennen gelernt. Heute nun versuche ich durch Besichtigungen anderen einen Einblick in Gebiete zu geben, die man alleine nicht erreichen kann. Hierfür habe ich ein Beispiel: Ich wandte mich an die GL von Neckermann (heute nicht mehr möglich) mit der Frage: Wir hätten gerne gesehen den Ablauf vom Eingang einer Bestellung bis zur Auslieferung. Neckermann stimmte zu und zeigte uns zusätzlich noch den Ablauf bei der Retourenbearbeitung. Das sollte mal ein Einzelner anfragen. Man würde nur lachen.
Einen Rat an neue Mitglieder wäre der, sich in einer Gruppe einzubringen - wir versuchen jeden aufzunehmen. Wie es nicht gehen sollte auch hier ein Beispiel: Zu einem Stammtisch kam eine älter Dame und sagte sie sei angemeldet. Ich zeigte ihr die Anmeldeliste, wo sie nicht darauf stand. Sie meinte: Dann könne sie ja wieder gehen. Nun, ich redete ihr gut zu und sie setzte sich. Sie bestellte Essen und ein Getränk pickte etwas daran rum. Mehrere sprachen zu ihr, aber wenig kam zurück. Als sie wortlos aufstand und aus dem Raum ging. Eine Dame sorgte sich um sie uns so ging ich zu einer weiblichen Bedienung und fragte, ob der Dame ggf. etwas zugestoßen sein könnte (Gang auf die Toilette?). Diese aber meinte: Sorgen Sie sich nicht, die Dame hat bezahlt und ist gegangen. Das Essen und das Getränk blieben zurück. Später wieder zu Hause schaute ich im Back-Office nach. Dort war sie angemeldet. Ich fand aber auch ihren Beruf/Ausbildung heraus: Frau Dr. med.
Bildung hat man, oder nicht!

Was macht Feierabend für Dich besonders?

Bei uns kann jeder kommen und schnuppern, auch ohne Anmeldung. Anders ist das bei 55plus. Will man dort auch nur beispielweise einen Vortrag hören, muss man sich anmelden, 65 Euro pro Jahr zahlen und somit Mitglied werden. Das jedenfalls habe ich am 26.11.2012 mit dem Geschäftsführer in Darmstadt geklärt.

Was war Dein schönstes Erlebnis in Zusammenhang mit Feierabend?

Ich habe viele schöne Erlebnisse. Auch hier ist es die Frage, von welchem Standpunkt aus man das sehen will. Doch war zweifellos ein besonderer Höhepunkt unser Besuch bei Euch im Büro am 27.10.2011

Was muss man, Deiner Meinung nach, in Deiner Region unbedingt einmal gemacht haben oder gesehen haben?

Diese Frage stelle ich mir oft. Zumal es nach unseren vielen Veranstaltungen schon eng wird neue Themen auszumachen. Dazu kenne ich unsere Leute gut und weiß, dass es bei vielen finanziell eng wird. Deswegen fällt es schwer Teilnehmer zu finden für Besuche in 40, oder 50 km Entfernung, geschweige denn weiter. Und 40, oder mehrere Teilnehmer für eine Busfahrt bringen wir nicht zusammen. Wenn man sich die Berichte zu den von uns gemachten Veranstaltungen ansieht, dann war vieles sehenswert.

Gibt es etwas, das Du unbedingt noch lernen möchtest?

Ich lerne täglich dazu. Ohne überheblich zu wirken: Ich kann sehr viel. So habe ich meinen Bauplan selbst gemacht und mindestens 80 % von unserem Haus und dessen Installationen selbst gemacht. Ich schrieb unzählige Fachartikel, und ebensolche für Heimwerkermagazine und dazu 4 Bücher, wovon ein Buch über Elektroinstalltionen rund 180.000 mal verkauft wurde.

Hast Du ein besonderes Hobby? Wenn ja, welches?

Ich habe viele Hobbys, wie das schon in Punkt 8 aufgezeigt ist. Ein einziges Hobby, wie das viele pflegen, kenne ich nicht.

Nenne etwas, das Du schon immer einmal machen wolltest, Dich aber nie getraut hast.

Getraut hätte ich mich sicher, alleine manches ist sehr teuer. Da möchte ich einmal einen Goldesel reiten...

Was ist das Nützlichste, das Du von Deinen Eltern gelernt hast?

Fleiß und Ehrlichkeit.

Welche Person möchtest Du gerne einmal treffen und warum?

Keine bestimmte, ich nehme es, wie es kommt.

Zum Schluss möchten wir Dich noch ein wenig zum Nachdenken anregen. Für was hättest Du gerne mehr Zeit?

Ich bin mit meiner Zeiteinteilung zufrieden.

Was macht einen Menschen reich?

Gesundheit und Zufriedenheit.

Auf was bist Du stolz?

Auf meine Familie und auf Freunde.

Was bedeutet Heimat für Dich?

Ich wurde 1939 in Darmstadt geboren. Mein Vater kam sehr bald zum Militäreinsatz des 2. Weltkrieges, so dass meine Mutter mit meinem älteren Bruder und mir die Stellung hielt. 1943 hier in Darmstadt ausgebombt zogen wir nach Seligenstadt und von dort ein Jahr später nach München, wo ich nach Kriegsende in die Schule kam. Die Bayern aber wollten keine Fremden und wiesen uns aus, weil wir keine Bayern waren und vor 1939 nicht in Bayern wohnten. Genauer: Sie wiesen meine Mutter, meinen Bruder und mich aus. Meinen Vater wollten sie "zwangsverpflichten". Als Gärtner sollte er helfen die Münchner Bevölkerung zu ernähren. Zurück kamen wir nach Fränkisch Crumbach und dann wieder nach Darmstadt, wo ich eine Lehre und danach ein Maschinenbaustudium absolvierte. Was also ist Heimat? Wären wir in München nicht ausgewiesen worden, wäre sicher Bayern meine Heimat. Mein Vater hatte Arbeit, das war damals wohl das Wichtigste. Heimat ist für mich da, wo man angenehm leben kann und sich wohl fühlt.

Dankeschön für dieses Interview Richard!

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