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Unser Treffen am 24. September 2015
in Hinte und Suurhusen

Fährt man die Umgehungsstrasse an Suurhusen vorbei, ist er nicht zu übersehen: der schiefe Kirchturm. 2007 erkannte die Redaktion des "Guinness Buch der Rekorde" den Turm als den "schiefsten Turm der Welt" an und wurde mit den Jahren zur Touristen-Attraktion. Ca. zehntausend auswärtige Besucher besichtigen den Schiefen Turm von Suurhusen pro Jahr. Es wurde also Zeit für uns FA'ler, auch mal an einer Kirchen-Führung teilzunehmen.

Auch hier lohnt sich ein Besuch und somit trafen wir uns gegen 11.30 Uhr auf dem Marktplatz in Hinte neben dem Rathaus. Insgesamt sind wir 20 Personen, davon 3 neue Gesichter: Ute, Dörte und Ulla.

Zu den ältesten Gebäuden des Ortes Hinte gehört auch die Gaststätte Feldkamp. Hier wurde das Mittagessen für uns bestellt.

Die Kirche in Hinte wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Der Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört noch zum Vorgängerbau des Kirchengebäudes.

Die in sich geschlossene vierflügelige Burganlage hat ihren ältesten Teil in dem eingeschossigen Steinhaus mit einem an der Südseite erhalten gebliebenen Treppengiebel und wurde von den Häuptlingen Aild Allena
(+ 1482) und Frederik Allena (+ 1527) geschaffen.

Die Osterburg ist die einzig erhalten gebliebene Häuptlingsburg Ostfrieslands und befindet sich seit dem 16. Jahrhundert in Privatbesitz der Familie von Frese.

Im 13. und 14. Jahrhundert besaß Hinte zwei Burgen (Westerburg und Osterburg). Die Westerburg wurde 1636 von der Hanse zerstört.

Auf dem Rückweg werfen einige von uns noch einen Blick in die offene Kirche. Im Innenraum sind insbesondere die Kanzel von 1695, das Taufsteinbecken und das Ripperda-Denkmal (beides aus dem 16. Jahrhundert) sehensswert. (siehe Bilder rechts). mehr...

Das Haus ist bereits über 500 Jahre alt. Es diente früher als Zollstation und Post. Die Gaststube mit ihren alten Eichenbalken und der niedrigen Eingangstür ist bis heute erhalten geblieben. Die Gaststätte befindet sich seit über 150 Jahren im Familienbesitz.

Zum Sattessen wurde gereicht: Jungschweinrückenbraten mit Soße, grüne Bohnen, Erbsen-Wurzel-Gemüse und als Beilage Kartoffeln und Bratkartoffeln.



Fahrt nach Suurhusen


Herr Dirks erzählt uns, das die alte Kirche in Suurhusen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut wurde. Das Gebäude hatte zunächst keinen Turm. Dieser wurde im Jahr 1450 an die zuvor turmlose Kirche angebaut. Aus Eichenstämmen wurde ein solide erscheinendes Fundament errichtet. Durch den sinkenden Grundwasserspiegel in der Region begannen die Eichenstämme jedoch zu verfallen. 1885 ist erstmals festgestellt worden, dass der Turm begann, sich zur Seite zu neigen. 1925 wurde schließlich ein Überhang der Kirchturmspitze von 1,13 Meter festgestellt. Deshalb wurde 1926 als Entlastungsmaßnahme der 12 Meter hohe Dachreiter entfernt. Dennoch neigte sich der Turm weiter. Bis 1970 wuchs die Neigung auf 2,16 Meter und erhöhte sich bis 1996 auf 2,47 m. 1975 wurde die Kirche gesperrt und die Orgel verkauft.

Nach dem Vortrag führt Herr Dirks uns um den Turm herum und zeigt uns die Flutmarke von der Sturmflut aus dem Jahre 1570 am Mauerwerk, denn der Turm war die letzte Zuflucht bei Hochwasser. Auch war die Kirche eine Festung und bot Schutz bei Überfällen, davon zeugt heute noch der Wassergraben.

Bei dem Gang um die Kirche weiß Herr Dirks so manche Geschichte
aus der Vergangenheit zu erzählen; stets gewürzt mit einer Prise Humor.

Dann geht es in den Turm. Herr Dirks öffnet das riesige Kastenschloß der Kirchentür mit einem ca. 20 cm langen Schlüssel. Ursprünglich beherbergte der Turm drei Glocken. Zwei ältere Glocken wurden 1733 umgeschmolzen. Eine davon ist bis heute erhalten, die andere Glocke wurde im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen.

Schließlich begeben wir uns in die schlicht eingerichtete Kirche. Vieles wurde hier liebevoll restauriert, insbesondere die prächtig verzierte Kanzel. Die 1959 gebaute Orgel wurde 1989 erworben und 1990 von der Krummhörner Orgelwerkstatt aufgestellt, repariert sowie Gehäuse und Prospekt neu gestaltet. Das Taufbecken aus Bentheimer Sandstein und zwei trapezförmige Grabplatten stammen aus der Erbauungszeit der Kirche.

Nachdem Herr Dirks uns obiges erklärt hat, erzählt er mit viel Witz kuriose wahre Begebenheiten aus früheren Zeiten.

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Fahrt zum Landhaus am Großen Meer

Schon auf den Weg dorthin fing es an zu regnen und es blieb mies den ganzen Nachmittag, so daß aus dem geplanten Spaziergang im Anschluß an die Kaffee/Teestunde nichts wurde.

Umsomehr Zeit hatten wir zu klönen, saßen in gemütlicher Runde zusammen und ließen uns den leckeren Kuchen schmecken.


Impressum:
Fotos: dolomiti, ernibird
Bildbearbeitung: dolomiti
Text: ernibird

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