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Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Unser Treffen am 15. Mai 2015
bei Bad Zwischenahn

Eine regionale Spezialität ist der Aal aus dem Zwischenahner Meer. Schon seit Jahrhunderten werden hier Aale gefangen und geräuchert. Nicht weit vom Schiffsanleger Dreibergen befindet sich der einzige Fischereibetrieb am Zwischenahner Meer und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Aufgrund großer Nachfrage führt die Fischerei Rabben Betriebsbesichtigungen mit fachkundigen Erklärungen durch.

Als Fidi (fidires), der seit einiger Zeit
in Bad Zwischenahn wohnt, anregte,
doch einmal ein Treffen dort
bzw. in der Umgebung sattfinden
zu lassen, meldete ich unsere Gruppe
bei der Fischerei Rabben
für eine Führung durch den Betrieb
am 15. Mai 2015 um 12.30 Uhr an.

Der Himmel war grau und es war sehr kühl, als wir uns gegen 11.15 Uhr auf dem Gelände des Betriebes trafen. Insgesamt waren wir 30 Personen; Monika und Arnold waren zum ersten Mal dabei und Ingrid (Inge 246) wollte nach längerer Zeit mal wieder teilnehmen.

Wir werden sehr herzlich vom Räuchermeister,
Herrn Marco Pawlic, begrüßt. Dieser führt uns zur Teichanlage mit der Karpfenzucht. Er erzählt uns einiges von der Laichzeit bis zum Speisekarpfen. Details siehe hier. Die Karpfensaison geht von Ende August bis Ende April; im Dezember stehen die Leute hier Schlange.
Dann geht er auf die Geschichte der Fischerei Rabben ein. Seit mehr als 350 Jahren werden hier auf dem Hof Aale aus dem Zwischenahner Meer gefangen und geräuchert. Nachfolger des Unternehmens ist die Familie Oetken. Diese sind die letzten Berufsfischer am Zwischenahner Meer.
Mit Döntjes lockert Herr Pawlic seinen Vortrag auf. Es macht Spass ihm zuzuhören und man merkt ihm die Begeisterung für seinen Beruf an.

Anschließend geht es zur Fischerhütte.
Hier steht auch der alte Bolldog, der an uns vorbeiknatterte. Der Seniorchef Oetker ist mit dem Boot rausgefahren, um Aalreusen einzuholen. Der Nachschub muss rollen, bei der Nachfrage.

An der Fischerhütte zeigt Herr Pawlik uns Aalreusen und Fischernetze. Jeden Tag bei Wind und Wetter fährt er aufs Meer hinaus, um zu schauen, was in's Netz gegangen ist. Er erzählt uns, dass die Seniorin Oetken es sich nicht nehmen läßt, die Netze persönlich zu flicken.

Der Bedarf an Aalen kann heute nur durch das Aussetzen von jungen "vorgestreckten Aalen" gedeckt werden. Acht Jahre braucht so ein Aal, bis er geschlechtsreif ist und sich genügend Fettreserven angefuttert hat. Eigentlich drängt es ihn nun zurück ins Sargossa-Meer, doch diesen Weg versuchen die Oetkens zu kreuzen.

An der anderen Seite der Teichanlage
spazieren wir zurück auf den Hof in die

Räucherschänke

"Wissen Sie, daß der europäische Aal immer noch ein geheimnisumwitterter Fisch ist?", fragt er. "Diese wandern zum Laichen in's 6.000 km entfernte Sargossomeer vor der amerikanischen Küste. Drei Jahre später gelangen, vom Golfstrom getragen,
5 cm kleine Glasaale vor unsere Küsten und wandern flußaufwärts, mehr. Da Schleusen und Wehre ein unüberwindliches Hindernis für die kleinen Aale darstellen, werden diese an der spanische Küste gefangen und an spezielle Betriebe zur Vormast verkauft. Zusammen mit dem Fischereiverein werden im Zwischenahner Meer werden diese junge Aale gekauft und ausgesetzt. Besatz kommt also vor dem Fang."
Anhand zweier Aale demonstriert Herr Pawlik (Bild links), dass weibliche Aale wesentlich größer werden als männliche. mehr...

Nicht nur Aale werden hier geräuchert, sondern auch Forellen, Lachsforellen, Makrelen, Butterfisch, Lachs und Heilbutt. Die Fischfrikadellen werden nach einem Geheimrezept von Herrn Pawliks Oma hergestellt.

Nach dem Vortrag geht es rüber zum uralten Räucherofen. Herr Pawlik in seinem Element, als er uns zeigt, wie man den Aal fachgerecht aufspießt und dann in den uralten Räucherofen aufhängt. Diese werden hier nach alter Tradition schonend ohne Zeitdruck und künstliche Zusätze auf Erlen- und Buchenholzfeuer zwei oder drei Stunden handgeräuchert. Dass heißt, dass Herr Pawlik den Garvorgang durch Abtasten der einzelnen Aale überprüft.

Beim Anblick der geräucherten Aale läuft uns das Waser im Mund zusammen und wir haben alle Appetit bekommen auf das Mittagsessen, das, wie üblich bei Gruppen, vorbestellt werden mußte. Zügig wird serviert und wir lassen uns (je nachdem) verschiedene Sorten Räucherfisch oder Aal auf Ammerländer Schwarzbrot, den Matjesteller, den Brathering, den Backfisch bzw. den Räucherfischteller (Bild unten) schmecken.

So auf den Geschmack gekommen, versorgen sich viele von uns im hofeigenen Laden der Fischerei mit frisch Geräuchertem für zu Hause.
Noch am selben Abend muss bei Elke "...die Hälfte vom Aal dran glauben. Sowas von lecker und frisch!"

Nach Tisch stehen wir noch zusammen, unterhalten uns und einige der Teilnehmer verabschieden sich. Andere fragen, was der einzelne noch so vorhat. Denn ganz ungewöhnlich ist, dass nach dieser Veranstaltung der Nachmittag zur freien Verfügung steht. Dazu wurden viele Vorschläge gemacht, siehe Anhang.

Impressum Bericht oben:
Fotos: dolomiti, ernibird,
Bildbearbeitung: dolomiti
Text: ernibird

siehe auch Anhang
weiter unten

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ANHANG

Die Parklandschaft Ammerland ist wie kaum eine andere Region mit zahlreichen wunderschönen Gärten und Parks ausgestattet. Gerade in dieser Jahreszeit zur Rhododendronblüte lohnt es sich, am Zwischenahner Meer spazierenzugehen oder eine der Parkanlagen aufzusuchen. Deshalb wurde nach der Veranstaltung eine individuelle Gestaltung des Nachmittags angeregt und Vorschläge diesbezüglich gemacht, siehe hier.

Dazu schreibt Helga (omahelga) u.a. in's Forum:
""Hallo in die Runde, Anni und mir hat dieser Tag wieder einmal sehr gefallen. Wir sind dann noch zum Bootsanleger Dreibergen gelaufen mit Fidi und seiner Ute. Doch zu einer Bootsfahrt kam es nicht, da wir bei Kaffee und leckeren Kuchen in der Sonne sitzen geblieben sind. Die Bootsfahrt wird später nachgeholt. Liebe Grüße von Helga""

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Bad Zwischenahn

Bad Zwischenahn

Und Renate (TanteKlaerchen) schreibt u.a.:
"...den Schilligern hat die Veranstaltung ebenfalls gut gefallen. Die schöne Lage direkt am Wasser. Das leckere Aalbrot, so konnte ich nicht widerstehen und habe noch reichlich mitgenommen (nicht nur Aal). Auf dem Weg nach Gristede zum Brunspark kauften wir im Hofladen noch leckeren Spargel. Der Park ist ein Hobby von Bruns-Pflanzen-Chef. Sehr schön angelegt und viele Rhododron. Wir waren begeistert. Danach gab's noch Kaffee und Kuchen in Renkens Bauerndiele. Also für uns ein absolut schöner Tag......
Herzliche Grüße TanteKlaerchen & Co.""

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Bad Zwischenahn

Friedel hat sehr viele schöne Bilder im Park geschossen, siehe hier. Das Fotoalbum von ernibird könnt' ihr Euch hier ansehen.

Bad Zwischenahn

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